Ärzteversorgung in Rottweil: CDU fordert Runden Tisch

Die CDU-Stadtratsfraktion hat die Stadtverwaltung Rottweil aufgefordert, einen Runden Tisch zur Ärzteversorgung einzurichten. Über diesen solle eine nachhaltig gute ärztliche Versorgung in Rottweil erreicht werden, heißt es in einem Antrag.

Die ärztliche Versorgung in Rottweil sei in der Vergangenheit durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie die Kliniken sehr gut gewesen, resümmiert die CDU. „Allerdings wirkt sich der Ärztemangel und das strukturelle Problem in der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum nunmehr auch in Rottweil spürbar aus”, schreibt Fraktionssprecher Günter Posselt.

Ärzte gingen in Ruhestand und fänden keine Nachfolger für ihre Praxen. Auch in den Kliniken gestalte sich die Suche nach Ärzten nicht einfach. Dies führe zwischenzeitlich zu „merkbaren Engpässen”.

Die Stadtverwaltung solle nun auf einen konkreten Maßnahmenkatalog hinwirken und diesen umsetzen. Dabei solle vor allem das Wissen und die Erfahrungen von Personen genutzt werden, die einen Bezug zu Rottweil und/oder zur Region haben. Der Runde Tisch solle vor allem mit Experten aus dem Gesundheitswesen besetzt werden.

Posselt wird im Namen der CDU konkret. Er wünscht, dass „vor allem folgende Personen zur Teilnahme an dem Runden Tisch angesprochen werden:

  • jeweils ein Vertreter der örtlichen Kliniken, insbesondere der Geschäftsführer des Vinzenz-von-Paul-Hospitals Thomas Brobeil und die Geschäftsführerin der Helios Klinik Rottweil Cornelia Koch;
  • ein Vertreter des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Rottweil;
  • ein Vertreter der AOK Baden-Württemberg, Bezirksdirektion Schwarzwald-Baar-Heuberg, namentlich insbesondere Geschäftsführer Klaus Hermann;
  • den Vorsitzenden der Kreisärzteschaft Rottweil Dr. Jochen Scherler;
  • ein Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg;
  • ein Vertreter von einschlägig tätigen Unternehmen, insbesondere Hubert Eggert, Geschäftsführer der Firma dental EGGERT GmbH, Göllsdorf.

Diese Personen verfügten alle über eigene Erfahrungen in ihrem jeweiligen Fachbereich betreffend die Niederlassung von Ärzten sowie die Umsetzung von Projekten der ärztlichen Versorgung wie etwa der Errichtung von medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Ein solches hatte der Vorsitzende der Kreisärzteschaft, Scherler, bereits am vergangenen Mittwoch im Gemeinderat als Bürger gefordert.

 

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