AfD plant Wahlkampfabschluss in Rottweiler Stadthalle – Ticketing soll „Überfüllung vorbeugen“

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Markus Frohnmaier bei einem früheren Auftritt in der Stadthalle Rottweil. Foto: Peter Arnegger

Der AfD-Landesverband Baden-Württemberg plant für Donnerstag, 5. März 2026, eine große Abschlussveranstaltung des Landtagswahlkampfs in der Stadthalle Rottweil. Das bestätigte Landeschef Emil Sänze gegenüber der NRWZ. Demnach soll bei der Veranstaltung der AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier auftreten, außerdem werde „Bundesprominenz“ erwartet.

„In der Tat wird in der Stadthalle Rottweil die Wahlkampfabschlussveranstaltung mit unserem Spitzenkandidaten Herrn Frohnmaier und Bundesprominenz durchgeführt“, wird Sänze zitiert. Die Öffentlichkeit und die Presse würden rechtzeitig informiert. Um „einer Überfüllung der Halle vorzubeugen“, wolle die Partei ein Ticketing-System für Besucher installieren. „Kosten für das Ticket entstehen keine“, so Sänze.

Die geplante Großveranstaltung reiht sich in eine Serie von AfD-Terminen ein, die in den vergangenen Tagen in Baden-Württemberg teils von Protesten begleitet wurden. So kam es bei einer AfD-Veranstaltung mit Frohnmaier am 19. Januar 2026 im Heidelberger Bürgerhaus Bahnstadt zu deutlichen Gegenkundgebungen; nach Angaben von Veranstaltern antifaschistischer Proteste beteiligten sich rund 1.500 Menschen an Demonstrationen gegen die AfD.

Auch beim AfD-Wahlkampfauftakt in Karlsruhe (Badnerlandhalle) stand Frohnmaier in dieser Woche auf der Bühne. Die Veranstaltung wurde parteiintern als „Gipfeltreffen“ inszeniert; Sänze moderierte. Medienberichte thematisierten dort auch umstrittene Aussagen des Landeschefs.

In Rottweil selbst ist die Nutzung der Stadthalle durch die AfD seit Jahren politisch umkämpft. Bereits früher hatte es Proteste gegen AfD-Termine gegeben, ebenso Debatten um die Überlassung kommunaler Räume.

Ob und in welcher Größenordnung es am 5. März in Rottweil erneut zu Gegenprotesten kommt, ist derzeit offen. Das Ticketing könnte aus Sicht der AfD vor allem organisatorisch relevant werden, da die Stadthalle bereits in der Vergangenheit zum Schauplatz stark beachteter AfD-Auftritte und Protestaktionen geworden war.

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