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Samstag, 7. Dezember 2019
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In Rottweil lebt es sich sicher

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ROTTWEIL – Mar­kus Haug, der neue Lei­ter des Rott­wei­ler Poli­zei­re­viers prä­sen­tier­te den Kri­mi­na­li­täts­be­richt der Stadt, und der kann sich sehen las­sen. Denn Rott­weil steht bes­tens da, ”es lebt sich nach wie vor sicher, die Bür­ger kön­nen sich auf die Poli­zei und die ande­ren Orga­ne ver­las­sen!”, so Haug.

So sind die Gesamt­fall­zah­len von 1315 im Jahr 2016 auf 1214 zurück­ge­gan­gen, das sind 7,6 Pro­zent weni­ger, ein his­to­ri­scher Tief­stand. Und das in einem Jahr mit Nar­ren­tag und Turm­fest – ”wenn man denkt, wie­vie­le Men­schen da in der Stadt waren!” Das letz­te Mal ähn­lich nied­rig war die Zahl 2013, damals gab es 1221 regis­trier­te Straf­ta­ten. Und der Durch­schnitt der letz­ten zehn Jah­re liegt bei 1407. Ein deut­li­cher Erfolg also, den Haug auch auf die enge Zusam­men­ar­beit mit der Stadt und den Ver­an­stal­tern zurück­führt.

Auch in Sachen Auf­klä­rung steht Rott­weil gut da, die Quo­te liegt zwar etwas nied­ri­ger als im Vor­jahr, aber im Zehn­jah­res­ver­gleich und im Ver­gleich mit den ande­ren Städ­ten des Lan­des sieht es gut aus: 67,1 Pro­zent der Taten konn­ten auf­ge­klärt wer­den. Um 10,6 Pro­zent ging die Zahl der Opfer zurück, 235 Leu­te waren das, im Vor­jahr noch 263. Und die Tat­ver­däch­ti­gen: Weni­ger Frau­en, mehr Män­ner, und vor allem mehr Jugend­li­che und Kin­der, 7,6 Pro­zent Zunah­me.

Hier will die Poli­zei anset­zen, ”wir wer­den mit Jugend­sach­bar­bei­tern einen Hand­lungs­schwer­punkt set­zen”, so Haug,vor allem auf­klä­ren, in Schu­len gehen, über Dieb­stahl, Gewalt und den siche­ren Umgang mit sozia­len Medi­en reden.
Ein wenig erstaun­lich ist, dass die Zahl der Laden­dieb­stäh­le zurück­ge­gan­gen ist. Den Grund dafür kann Haug nur ver­mu­ten, es könn­te damit zu tun haben, dass der Kauf­land auf der Sali­ne der­zeit neu gebaut wird, und daher von den dor­ti­gen Laden­de­tek­ti­ven kei­ne Fäl­le gemel­det wer­den – ”wir sit­zen ja nicht hin­ter den Rega­len”, so Haug. Die Poli­zei hält auch sta­tis­tisch fest, wie­vie­le Deut­sche und Nicht­deut­sche zu Tätern wur­den: 184 nicht­deut­sche, 6,5 Pro­zent weni­ger waren das letz­tes Jahr, und 469 hat­ten einen deut­schen Pass. Unter den Flücht­lin­gen war die Zahl Tat­ver­däch­ti­ger kon­stant, nach­dem sie von 2012 bis 2016 ste­tig anstieg: 54 Fäl­le, und damit einer weni­ger als 2016.

In Sachen Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät ist Rott­weil ins­ge­samt siche­rer gewor­den, aller­dings ging die Zahl geklau­ter Fahr­rä­der, Autos und Mopeds nach oben, dafür gab es weni­ger Sach­be­schä­di­gun­gen und Fäl­le von Kör­per­ver­let­zung. Hier ver­zeich­net die Sta­tis­tik einen Rück­gang um 16,8 Pro­zent, zurück­zu­füh­ren wohl auf ver­stärk­te Poli­zei­prä­senz, die man auf der Stra­ße zei­gen kann. ”Das ist bei häus­li­chen Straf­ta­ten nun­mal nicht mög­lich.”

Zurück­ge­gan­gen ist auch die Zahl von Woh­nungs­ein­brü­chen, elf warens 2017, 14 im Jahr davor. Dafür wur­den wesent­lich mehr Fäl­le auf­ge­klärt, 54,5 Pro­zent, ein abso­lu­ter Top­wert, wie Haug betont, 2016 konn­te man nur 21,4 Pro­zent lösen. Die star­ke Zunah­me der Rausch­gift­kri­mi­na­li­tät – 23,5 Pro­zent – führt Haug daraf zurück, dass eine eige­ne Ermitt­lungs­grup­pe ein­ge­setzt wur­de und Licht in ein ”tra­di­tio­nell hohes Dun­kel­feld” brach­te. Ins­ge­samt steht Rott­weil im Ver­gleich mit den Nach­bar­städ­ten im Mit­tel­feld, Spai­chin­gen liegt im Ran­king ganz unten, dar­über Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen und Tutt­lin­gen, am meis­ten Straf­ta­ten gab es in Donau­eschin­gen.

 

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