Das Feuerwerk am Turm hat Spuren hinterlassen - aber keine ernsthaften Schäden. Fotos: wede

Das Feuer­w­erk zur Ein­wei­hung hat keine Löch­er in die Mem­bran des Test­turms gebran­nt. Dies stell­ten Vertreter von Thyssenk­rupp Ele­va­tors (TKE) und der Bau­fir­ma Taiyo Europe klar. Den­noch hat es Spuren hin­ter­lassen.

Entsprechende Gerüchte um viele Löch­er in der Haut des Turms hat­te es in Rot­tweil gegeben. Und die Fir­ma TKE hat­te auch keine konkrete Auskun­ft geben kön­nen, ob dies nun so sei. Weil, so berichtete Fir­men­sprecherin Dr. Jas­min Fis­ch­er, die Fir­ma selb­st nicht wusste, ob es Schä­den gab.

Einige Flecke waren unüberse­hbar. Doch ob es nur ober­fläch­liche Antra­gun­gen waren oder ob das Glas­fas­er-Gewebe beschädigt war, das ließ sich nicht so ein­fach fest­stellen, berichteten Frank Höreth von Taiyo und Hardy Stim­mer von TKE. Das mussten erst Experten fest­stellen, und das dauerte bis Feb­ru­ar. Ergeb­nis: Die Glas­fas­er ist über­all intakt, aber an eini­gen Stellen ist die Beschich­tung beschädigt, „und wenn da Wass­er ein­tritt, verän­dert sich das Mate­r­i­al“, sagte Alfons Bürk. „Wir brin­gen da eine Dis­per­sion auf, damit nicht in zehn Jahren Ver­fär­bun­gen entste­hen“, erläuterte Höreth. Die Arbeit­en sind in vollem Gange und sollen Ende Juni erledigt sein. Die aufge­brachte Schicht wird laut Stim­mer aus­ble­ichen wie die gesamte Mem­bran.

Von innen sicht­bar: Eine Ver­fär­bung der Mem­bran, die mit einem Faden markiert wurde.

Eigentlich hätte das Feuer­w­erk die Mem­bran ja über­haupt nicht berühren sollen. Das jeden­falls habe die Feuer­w­erks-Fir­ma zuge­sagt. Die Raketen soll­ten in einem Winkel von zehn Grad vom Turm weg abgeschossen wer­den. Doch anscheinend gab’s am Tag der Ein­wei­hung so starken Wind, dass die Feuer­w­erk­sraketen in Rich­tung Turm gelenkt wur­den. „Das ist ein offen­er Ver­sicherungs­fall“, sagte Stim­mer. „Für uns ist das kein großes The­ma“, ver­sicherte Sprecherin Fis­ch­er. „Die Kosten sind über­schaubar“, merk­te Höreth an.

Klar aber, dass der Kran, der ger­ade noch die Spitze des Turms ziert, noch nicht abge­baut wer­den kann, weil die Gondel, von der aus die Aus­besserun­gen vorgenom­men wer­den, dort befes­tigt ist. Es gibt aber noch einen weit­eren Grund, warum der Kran benötigt wird: Bei einem Sturm wurde eine Ecke der Mem­bran ein­geris­sen – obwohl das eigentlich nach den sta­tis­chen Berech­nun­gen nicht hätte passieren dür­fen. Und nun sollen alle Eck­en ver­stärkt wer­den, was zusät­zliche Zeit benötigt. So lange muss der Kran oben bleiben. Aber „bis zum Win­ter ist er weg“, ver­sprach Höreth.

Gestern war der Kran übri­gens nicht funk­tions­fähig: Ein Blitz hat­te ihn am Dien­stag getrof­fen.