Läden in Rottweil sollen auch sonntags geöffnet sein dürfen

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Der Gemein­de­rat Rott­weil soll auf Anre­gung der Stadt­ver­wal­tung eine Sat­zung beschlie­ßen, die es bestimm­ten Geschäf­ten in einem umgrenz­ten Gebiet erlaubt, künf­tig auch sonn- und fei­er­tags zu öff­nen. Die Dis­kus­si­on ist ange­lau­fen, am 24. Juli soll der Gemein­de­rat ent­schei­den.

Seit Ende Mai ist Rott­weil offi­zi­ell ein „Aus­flugs­ort mit beson­de­rer tou­ris­ti­scher Rele­vanz.” Das erlaubt es der Stadt etwa, Geschäf­te mit einem tou­ris­ti­schen Ange­bot an bis zu 40 Tagen im Jahr sonn- und fei­er­tags öff­nen zu las­sen. Dazu müs­sen die­se Rei­se­be­darf, Sport- und Bade­ge­gen­stän­de, Devo­tio­na­li­en und regio­nal­ty­pi­sche Pro­duk­te im Sor­ti­ment haben. Für Rott­weil bedeu­tet das, dass etwa der neu ent­stan­de­ne Sou­ve­nir­la­den am Fried­richs­platz eben­so geöff­net haben könn­te wie die Buch­händ­ler.

Inhalt­lich hat­ten die Stadt­rä­te dar­an wenig aus­zu­set­zen. Doch der Gel­tungs­be­reich, den die Stadt­ver­wal­tung nach den Wor­ten von Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf groß­zü­gig aus­ge­legt habe, irri­tier­te. So sind die Oberndorfer‑, die Nägelesgraben‑, die Bahn­hof- und Tei­le der König­stra­ße mit im Gel­tungs­be­reich.

Auch das Ber­ner Feld soll­te dazu gehö­ren – Ein­zel­han­del ist der­zeit dort aller­dings nicht zuläs­sig. Wie Wirt­schafts­för­de­rer André Lom­sky ergänz­te, soll dort wei­ter­hin kein Ein­zel­han­del erlaubt wer­den, son­dern bei­spiels­wei­se ein Post­ka­ten­ver­kauf. Ruf begrün­de­te das damit, dass der Gel­tungs­be­reich der neu­en Sat­zung eher grö­ßer als zu klein aus­ge­legt wor­den sei – „was schadet’s?”

Der Gemein­de­rat zeig­te sich aller­dings mehr­heit­lich dage­gen, das Ber­ner Feld auf­zu­neh­men. Es ist nach einer ent­spre­chen­den Abstim­mung raus.

Die Lis­te der Stra­ßen und Gas­sen, die mit dem Gewer­be- und Han­dels­ver­ein abge­stimmt wor­den sei, sei jeder­zeit ver­än­der­bar, so Ruf. Um etwa die Hoch­turm­gas­se auf­zu­neh­men, wie ange­regt. Zudem die Wil­helm­stra­ße, die auf Vor­schlag von Ruf.

Nach dem Erlass der Sat­zung, für kom­men­de Woche geplant, kön­ne sich jeder Ein­zel­händ­ler auf sie beru­fen und sei­nen Laden öff­nen, so Ruf. Das ent­spre­chen­de Sor­ti­ment vor­aus­ge­setzt. Es bestehe aller­dings eine Mit­tei­lungs­pflicht der Händ­ler an die Stadt.

Ziel der Sat­zung, so die Stadt­ver­wal­tung, sei es, den Gäs­ten in Rott­weil wäh­rend ihres Auf­ent­halts auch an Sonn- und Fei­er­ta­gen Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten zu bie­ten, den Ein­zel­han­del zu unter­stüt­zen und den Tou­ris­mus nach­hal­tig wei­ter zu ent­wi­ckeln.

40 zusätz­li­che Öff­nungs­ta­ge sind laut Gesetz mög­lich, die Stadt­ver­wal­tung hat sich auf 22 begrenzt – zum Schutz der Arbeit­neh­mer, wie es hieß. Außer­dem sind die Öff­nungs­ta­ge auf die Zeit zwi­schen April bis 31. Okto­ber begrenzt. Aller­dings dür­fen die Läden vor Weih­nach­ten und an Ostern zusätz­lich öff­nen. An Fron­leich­nam und Chris­ti Him­mel­fahrt sind die Öff­nungs­zei­ten ein­ge­schränkt.

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