Start Region Rottweil Lebensmittelkontrolle: Neue Ekelfunde in Rottweil und Umgebung

Lebensmittelkontrolle: Neue Ekelfunde in Rottweil und Umgebung

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Foto: privat

Wel­len geschla­gen haben Kon­trol­len der Land­rats­äm­ter in der Regi­on bei Lebens­mit­tel ver­ar­bei­ten­den Betrie­ben. Etwa ist ein Restau­rant in Rott­weil eben­so in den Blick­punkt gera­ten wie eine Bäcke­rei. Auch aus den Nach­bar­land­krei­sen wer­den ent­spre­chen­de Fun­de gemel­det. Nun haben die Kon­trol­leu­re erneut ihre Ergeb­nis­se ver­öf­fent­licht. Fün­dig wur­den sie dies­mal in Chi­na-Restau­rants in Rott­weil und Tros­sin­gen sowie in einer Piz­ze­ria in Gos­heim.

Sie sind wei­ter­hin online ein­seh­bar – die „Ergeb­nis­se von Kon­trol­len der amt­li­chen Lebens­mit­tel­über­wa­chung”. Dort sind das Rott­wei­ler Restau­rant und die Bäcke­rei ver­merkt, bei denen die Kon­trol­leu­re unschö­ne Din­ge ent­deckt haben. Die Betrei­ber der Unter­neh­men haben sich öffent­lich ent­schul­digt, die Zustän­de begrün­det und Bes­se­rung gelobt bezie­hungs­wei­se Maß­nah­men bekannt gege­ben.

Das wird nun auch zwei Restau­rant­be­trei­bern bevor­ste­hen, deren Test­ergeb­nis­se auf Grund­la­ge des Lebens­mit­tel- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buchs ver­öf­fent­licht wor­den sind. 

Zum Einen betrifft es ein Chi­na-Restau­rant in Rott­weil. Dort in der Küche hat der Prü­fer ent­deckt:

  • In drei auf dem Fuß­bo­den ste­hen­den Behäl­tern mit äußer­lich sicht­ba­ren Ver­schmut­zun­gen wur­de Geflü­gel­fleisch unge­kühlt (bei einer Raum­tem­pe­ra­tur von plus 25 Grad Cel­si­us) auf­be­wahrt.
  • In einer E2-Kis­te mit äußer­lich sicht­ba­ren erheb­li­chen Ver­schmut­zun­gen wur­de fri­sches Geflü­gel­fleisch, mari­niert, unge­kühlt (bei einer Raum­tem­pe­ra­tur von plus 25 Grad Cel­si­us) auf­be­wahrt. Die Kern­tem­pe­ra­tur betrug plus 10 Grad.
  • Es wur­de Sushi unge­kühlt (bei einer Raum­tem­pe­ra­tur von plus 25 Grad Cel­si­us) in einem Behält­nis auf­be­wahrt.

All die­se Lebens­mit­tel sei­en noch wäh­rend der Kon­trol­le am 28. März frei­wil­lig ent­sorgt wor­den. Das Restau­rant befin­det sich in der Tutt­lin­ger Stra­ße.

Außer­dem wie­sen laut Land­rats­amt eine Sushi-Roll­mat­te sowie zwei Spar­schä­ler „ekel­er­re­gen­de, alte und ver­krus­te­te Belä­ge auf”. Bei­de Werk­zeu­ge hat der Kon­trol­leur ein­ge­zo­gen und mit­ge­nom­men.

Ver­öf­fent­licht wur­den die­se Ergeb­nis­se am 17. Mai – und damit eini­ge Tage, nach­dem die Zustän­de in den bei­den wei­te­ren Rott­wei­ler Betrie­ben bekannt gewor­den sind.

Mit­te März war, wie jetzt gemel­det, der Kon­trol­leur des Land­rats­amts Tutt­lin­gen in Tros­sin­gen und in Gos­heim unter­wegs. Bei einem Chi­na-Restau­rant in Tros­sin­gen war das unge­kühl­te Sushi noch wär­mer als in Rott­weil – es wies eine Kern­tem­pe­ra­tur von 16 Grad Cel­si­us auf. Außer­dem waren laut Prüf­be­richt Betriebs­räu­me, Arbeits­ge­rä­te und Abla­ge­flä­chen nicht sau­ber. Ein Hand­wasch­be­cken funk­tio­nier­te gleich gar nicht. 

Bei einer Nach­kon­trol­le zwei Tage spä­ter sei­en die Män­gel besei­tigt gewe­sen.

In einer Piz­ze­ria in Gos­heim fand der Kon­trol­leur eben­falls unsau­be­re Betriebs­räu­me, Arbeits­ge­rä­te und Abla­ge­flä­chen vor. So etwa ver­un­rei­nig­te Räu­me, einen alt­ver­schmutz­ten Fuß­bo­den und dre­cki­ges Mobi­li­ar. Und in der Küche gab’s ver­schim­mel­ten Par­me­san­kä­se, der laut Kon­trol­leur noch für die Zube­rei­tung von Spei­sen vor­ge­se­hen gewe­sen sein soll. Und die Auf­schnitt­ma­schi­ne, die Gemü­se­schneid­ma­schi­ne, Pfan­nen und Dosen­öff­ner sei­en eben­falls schmut­zig gewe­sen.

Die betrof­fe­nen Lebens­mit­tel sind dort laut Kon­troll­be­richt direkt ent­sorgt wor­den. Und bei einer Nach­kon­trol­le konn­te der Prü­fer kei­ne Män­gel mehr fest­stel­len.

Bei einem Fast-Food-Restau­ran­tin Tutt­lin­gen fan­den sich bereits im Janu­ar ver­schmutz­te Arbeits­flä­chen und Küchen­ge­rä­te sowie ver­ros­te­te Rega­le, wie eben­falls unter Namens­nen­nung online nach­zu­le­sen ist. Bei einer erneu­ten Kon­trol­le waren die Män­gel auch hier schließ­lich besei­tigt wor­den.