ROTTWEIL – Der zwei­te aus­ver­kauf­te Abend beim dies­jäh­ri­gen Jazz­fest Rott­weil bringt einen wil­den, bun­ten Mikro­kos­mos auf die Büh­ne. Lus­ti­ge Sze­nen, wit­zi­ge Dia­lo­ge, gen­re­spren­gen­de Musik: Am Werk waren indes nicht die Trick­film­spe­zia­lis­ten der Pixar-Stu­di­os – son­dern die Klang­zau­be­rer Her­bert Pix­ner & Ita­lo Con­nec­tion.

Spiel mir das Lied vom Alpen­jazz­rock – aber spiel es herr­lich schwarz und schräg: Zwei Stun­den Pro­gramm am Stück bie­ten der Süd­ti­ro­ler Kom­po­nist und sei­ne Trup­pe auf, „drei Ita­lie­ner, zwei Ladi­ner und zwei Deutsch­spra­chi­ge“. Einer der letz­te­ren bringt als Con­fe­ren­cier und Saxo­pho­nist die Hal­le zum Lachen und Mit­ma­chen, der ande­re wech­selt im Minu­ten­takt zwi­schen Kla­ri­net­te, Flü­gel­horn und der dia­to­nisch gestimm­ten, stei­ri­schen Har­mo­ni­ka.

Bos­sa, Vola­re oder Brea­king Bad? Heu­te geht alles! Vor allem schnell, und immer irgend­wie anders als eben noch. An Wech­seln ist der Abend reich, hier wer­den mit viel Spaß und Pro­fes­si­on Stü­cke und Sti­le durch den Kakao gezo­gen und neu umge­ar­bei­tet, ste­hen Bass, Schlag­zeug und Per­cus­sion gleich­be­rech­tigt neben Key­board, Gitar­re und den erwähn­ten Instru­men­ten.

Schalk­haft und behän­de zugleich zie­hen Her­bert Pix­ner und sei­ne für zwei Aben­de ins Leben geru­fe­ne Ita­lo Con­nec­tion alle Regis­ter ihres Kön­nens, und das sind dann doch eini­ge. Klar gibt es Zuga­ben, am Schluss sin­gen Hun­der­te im Saal ita­lie­ni­sche Gas­sen­hau­er mit. Ein Schelm, der hier an Ver­al­be­rung denkt… Da Capo!

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