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Mittwoch, 23. September 2020

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Radfahren ist nicht sicher in Rottweil – und was junge Leute noch zu bemängeln haben (NRWZ.de+)

Stadtverwaltung hatte zum Kinder- und Jugendhearing geladen / Vorschläge werden auf Machbarkeit überprüft

Bereits Mitte Oktober hat in Rottweil ein Kinder- und Jugendhearing stattgefunden – das inzwischen dritte. Nun liegen die Ergebnisse vor. Quintessenz: Als Radfahrer fühlen sich die Kids in Rottweil nicht sicher. Außerdem hätten sie gerne Tablets für alle, günstigeres Mensaessen und ein Schülercafé. Das aber müssten sie selbst auf die Beine stellen, was damit schon als gescheitert gilt.

165 Delegierte aus allen weiterführenden Schulen ab der sechsten Klasse und den beruflichen Schulen des Landkreises sind zu diesem Hearing zusammen getroffen. Ihnen hat das Kinder- und Jugendreferat (KiJu) erstmals direkt die richtigen Ansprechpartner aus der Verwaltung und seitens des Stadtbusbetreibers angeboten. Ein reger Austausch habe so stattgefunden. Das geht aus einem Bericht des KiJu hervor, der dem Kultur-, Sozial- und Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am Mittwoch vorgelegt werden soll.

Die acht Themen, zu denen sich die Kinder- und Jugendlichen zusammensetzten: Radwegeplanung, Schülerbeförderung und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Stadtentwicklung und Landesgartenschau, Internationale Jugendbegegnung 2020, Schule und Bildung, Schülercafé, Freizeitangebote und klimabewusstes Verhalten – eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Fridays-For-Future-Gruppe Rottweil.

Die Workshopteilnehmer trafen etwa auf Artur Rieger und Daniel Geigis von der Kreisverkehrswacht, auf Bernd Pfaff von der städtischen Straßenverkehrsbehörde sowie Frank Wiest und Ralf Jarecki als Vertreter des Stadtbusses Rottweil, Stephanie Siegel und Peter Jung-Teltschik von der Abteilung Stadtplanung, Maria Sinner und Angela Gessler als Veranstalterinnen der Jugendbegegnung, Madeleine Schmid und Miriam Krumhard von der Schulverwaltung, auf KiJu-Mitarbeiter David Schöller und die Vertreter der örtlichen Fridays-For-Future-Gruppe, Jonathan Dom, Sophie Orner, Nico Schaber und Ben Becker. Mit Anni Kluge vom KiJu konnten die Workshopteilnehmer über ein Schülercafé reden.

Die Liste der erarbeiteten Vorschläge ist lang – doch die Stadtverwaltung hat sie zwischenzeitlich auf Machbarkeit überprüft.

Hieran fehlt es laut den Teilnehmern am Kinder- und Jugendhearing der Stadt Rottweil: ein gut ausgebautes Radwegenetz und Zebrastreifen. Fotos: privat

Hier ein paar Beispiele:

In der Stadt endeten Radwege an manchen Stellen plötzlich, seien nicht getrennt von anderen Wegen oder fehlten ganz. Und den Angebotsstreifen in der Innenstadt halten die jungen Radfahrer für unsicher, weil sich vor ihnen plötzlich Autotüren parkender Wagen öffnen können. Außerdem gebe es zu wenige Abstellmöglichkeiten für Räder – möglichst überdacht. Die Elterntaxis an den Schulen sehen die Schüler selbst auch als ein Problem, als eine Gefahr an. Hier empfiehlt die Stadtverwaltung etwa, auf dem Parkplatz „Zentrum“ („Groß’sche Wiese“) zu parken und dort die Kinder ein – und aussteigen zu lassen. Sie will außerdem prüfen, „inwiefern die Anliegerstraßen vor den Schulen für den Durchgangsverkehr gesperrt werden könnten – nur Anlieger und Lehrer mit Berechtigungsausweisen frei“, wie es in der Vorlage an den Gemeinderatsausschuss heißt. Und für Fußgänger gebe es allgemein zu wenige Zebrastreifen.

„In den Gruppengesprächen beim Hearing war klar festzustellen, dass die Schüler sich mit dem Fahrrad nicht ausreichend sicher fühlen“, lautet das Fazit der Stadtverwaltung. Der Zeitrahmen des Hearings habe „nicht für eine ausführliche Problemfeststellung oder Analyse ausgereicht.“ Die teilnehmenden Schüler – überwiegend der Klassen 7 – seien bei diesem Thema eher zurückhaltend gewesen. „Mit älteren Schülern wären möglicherweise auch mehr konstruktive Lösungsansätze zu erarbeiten gewesen. Insgesamt hatten wir ‚Experten‘ den Eindruck, dass das Thema insgesamt für die Schüler wichtig ist und weiter verfolgt werden sollte.

Recht überschaubar scheint die Kritik am ÖPNV, in Rottweil damit am Stadtbus ausgefallen zu sein. Es gebe veraltete Fahrplanaushänge und Haltestellenbeschilderungen – aber insgesamt scheint es ganz gut zu laufen.

Frank Wiest, der als Stadtbus-Geschäftsführer an dem Kinder- und Jugendhearing teilgenommen hatte, zieht laut Stadtverwaltung ein überaus positives Fazit. „Es war eine sehr konstruktive Arbeitsatmosphäre, kein Gejammer über nicht Funktionierendes“, wird der Busunternehmer zitiert. Intern sei schon besprochen worden, wie mit der Kritik der schlechten, ungenauen, nicht vorhanden Fahrplanaushänge umgegangen werden soll. Einige Themen seien schon in Bearbeitung. Außerdem seien Gespräche mit anderen Busunternehmen über die bessere Abstimmung der Buslinien und mögliche Verlängerungen der Linien für Januar 2020 angedacht.

Viele interessierte Jugendliche fanden sich beim Thema Stadtentwicklung und Landesgartenschau ein. Auf einer Karte konnten Jugendliche Orte markieren, an denen sie sich gern oder weniger gerne aufhalten und der Abteilung Stadtplanung ihre Ideen für Verbesserungen mit auf den Weg geben.

Ausdrücklich gelobt wurden beispielsweise der Ferienzauber, die Musikschule, das Stadtfest, die Ferien-Mitmachstadt-Flottweil, die schöne Aussicht vom Testturm, die vielen Sportvereine, die Freizeitangebote, die lange Geschichte der Stadt und vieles mehr. Was beispielsweise fehlt: mehr Bademöglichkeiten am Neckar, Sicherheit und Licht abends und nachts im Bockshof und im Schulwäldle, eine gute Atmosphäre am Friedrichsplatz, ein „Hard-Rock-Café“, ein „Hochseilgarten“, eine Handy-Ladestation im Stadtgraben und freies WLAN in der Innenstadt. Das ist etwa schon in der Umsetzung, die übrigen Vorschläge hat sich die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben notiert und will – in Zusammenarbeit mit dem die Mittel freigebenden Gemeinderat – umsetzen, was umsetzbar ist.

Für die Schulen gewünscht: Trinkbrunnen. Foto: privat

Für die Schulen wünschen sich die Schüler Trinkbrunnen. Das sei wichtig für die Gesundheit und für sozial Schwächere. Und Getränke hätten ein großes Gewicht, es sei schwer, sie täglich mitzubringen, vor allem bei langen Schultagen. Außerdem wünschen sich die Schüler, dass die EDV an allen Schulen auf den neuesten Stand gebracht wird. Hier versprach die Stadtverwaltung, dass es spätestens 2023 Abhilfe gebe. Durch den Medienentwicklungsplan und den neuen Medienkoordinator werde sich bis dahin vieles verändern.

Ob dann alle Schüler ein Tablet haben, wie ebenfalls gewünscht? Unwahrscheinlich. Das sei nicht vereinbar mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, so die Schulverwaltung, beziehungsweise hänge von der Befürwortung durch die Schulleiter ab.

Ein Schülercafé hätten die jungen Leute eigentlich gerne. Mehr offenbar zum Reinsitzen und Abhängen, nicht, um es selbst zu betreiben. Die Stadtverwaltung beziehungsweise das KiJu halten ein solches Café durchaus für machbar, wenn sich genügend Schüler für den Betrieb finden lassen.

Aber: „Nach zwei Vorbereitungstreffen mit Schülern stellte sich leider heraus, dass deren zeitliche Möglichkeiten derzeit nicht ausreichen, um eine Schicht mit zwei bis drei Aktiven betreiben zu können“, so die Stadtverwaltung. Falls doch wieder eine Schülercafégruppe zustande komme, stehe der Kapuziner-Jugendtreff zur Verfügung, das Rahmenkonzept sei erarbeitet und Räume gebe es ebenfalls.

Bereits beim zweiten Hearing vertreten war ein Projekt für eine internationale Jugendbegegnung 2020 – Unsere Städte 2030. Die Veranstalterinnen Maria Sinner und Angela Gessler haben mit den Jugendlichen Ideen für die Gestaltung der Woche in den Osterferien und auch verschiedenen Formen der Beteiligung im Rahmen der Begegnung besprochen. Details nennt die Stadtverwaltung hier nicht.

Breiten Raum haben auch die „Fridays-Fot-Future“-bezogenen Themen eingenommen. Alles rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz liegt einigen Schülern am Herzen. Sie wollen eine sauberere Innenstadt – etwa durch mehr Mülltonnen – und eine plastikfreie Umgebung, etwa ein Verbot von Plastik in städtischen Gebäuden. Außerdem wünschen sie sich etwa einen Tag für die Umwelt in Rottweil allgemein sowie Umwelttage auch an ihren Schulen beziehungsweise schulübergreifend. Die Innenstadt könnte nach ihrer Vorstellung einen Tag pro Woche autofrei sein. Die Verwaltung will die einzelnen Vorschläge prüfen, teils sind sie bereits umgesetzt, heißt es.

Minigolf: Eine Idee der Freizeitgruppe. Foto: privat

Und dann gab es noch eine Freizeitgruppe. Sie brachte Ideen für Attraktionen wie „Laser Quest“, eine Trampolinhalle, eine „Arena of Soccer“, einen „Downhill Park“ und Minigolf hervor. Und Veranstaltungen wie ein Schlauchbootrennen, eine Beach- oder Gefängnisparty, „Après Ski am Dissenhorn“, „Rock am Turm“ und ein Seifenkistenrennen. Sie wollen auch ein Jugendhaus mit Partylocation.

Alles schön – und dann aber gab es Enttäuschung: „Leider waren aus der Hearing-AG Freizeit keine Jugendlichen bereit, die vorgebrachten Themen weiter zu vertiefen. Es stellt sich schon die Frage, ob die Gruppe wirklich ernsthaft und mit Nachdruck etwas erreichen wollte“, lautet das Fazit der Stadtverwaltung.

Info: Vier Arbeitsgruppen sind aus den Hearings hervorgegangen: „Schule und Bildung“, „Landesgartenschau/Stadtplanung“, „Themenbezug ‚Fridays For Future“ und „Jugendbegegnung 2020 – Unsere Städte 2030“. Am 28. April wollen sich Teilnehmende dieser Arbeitsgruppen mit den Jugendbeauftragten und Oberbürgermeister Ralf Broß zum Austausch treffen. Das dann vierte Kinder- und Jugendhearing soll am 14. Oktober im Sonnensaal des Kapuziners stattfinden.

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