Die Dis­kus­si­on läuft seit Jahr­zehn­ten. Aber vor­be­rei­tet ist fast nichts. Geld für ein neu­es Rott­wei­ler Stadt­mu­se­um? Gibt es nicht. „Finan­zie­rungs­lü­cke” ist eigent­lich ein unpas­sen­der Aus­druck, hier will dem Anschein nach jemand mit ein paar Cent in der Tasche einen Por­sche kau­fen. Und es wer­den Stand­or­te unter­sucht, die der Stadt nicht gehö­ren – als wür­den Sie Ihren Nach­barn dabei belau­schen, wie er dar­über fan­ta­siert, den Por­sche in Ihrer Gara­ge unter­zu­brin­gen. Klar ist: Ein neu­es Muse­um kann sich Rott­weil nicht leis­ten und hat auch nicht die Vor­aus­set­zun­gen dafür geschaf­fen. Es aber nicht zu bau­en – das geht auch nicht. 

Man muss das als Stadt­ver­wal­tung sport­lich neh­men. Oder bes­ser: mit Humor. Es kann natür­lich auch wie eine Ohr­fei­ge wir­ken. Am Ende einer zwei­stün­di­gen Dis­kus­si­on im Rott­wei­ler Gemein­de­rat am Mitt­woch über die mög­li­chen Vari­an­ten eines neu­en Stadt­mu­se­ums sag­te Georg „Schorsch” Hau­ser, sei­nes Zei­chens füh­ren­des Nar­ren­zunft­mit­glied: „Ich bin geschockt.” Viel­leicht sol­le man ange­sichts der Lage prü­fen, ob man das bestehen­de Muse­um in der Obe­ren Haupt­stra­ße auf­hüb­schen kön­ne. „Mit Licht kann man viel machen”, so Hau­ser wört­lich. Und ver­schmitzt lächelnd. Hier hat­te ein Narr auf­ge­sagt.

Doch nein, Herr Hau­ser, das wür­de nicht rei­chen. Denn „aus kul­tu­rel­ler Sicht” sei drin­gend an ein neu­es Stadt­mu­se­um zu den­ken, argu­men­tier­te Kul­tur-Fach­be­reichs­lei­ter Mar­co Schaf­fert. Die der Stadt ver­mach­te Waf­fen­samm­lung See­manns ist schließ­lich sicher unter­zu­brin­gen, die Expo­na­te sind geeig­net zu prä­sen­tie­ren und wert­erhal­tend zu lagern. Schaf­fert reg­te eine Pro­jekt­grup­pe an, die ins Detail geht. Das war der Plan der Stadt: Mit den Bür­gern das The­ma zusam­men bear­bei­ten. Und gemein­sam ein biss­chen träu­men. Denn: 

Die Finan­zie­rung aber steht nicht. Gar nicht. Immer­hin reden die Räte hier über Sum­men jen­seits der zehn Mil­lio­nen Euro. Und da ist die Lan­des­gar­ten­schau, die die Stadt mehr als 20 Mil­lio­nen kos­ten kann (und spä­ter wie­der ein­spie­len soll). „In den nächs­ten Jah­ren ste­hen rund 60 Mil­lio­nen Euro an Inves­ti­tio­nen an”, so Käm­me­rer Her­bert Wal­ter auf Nach­fra­ge aus dem Rund der Räte. Das Geld aber ist etwa für Schul-,  Kin­der­gar­ten-, Stra­ßen- und vor allem etwa Brü­cken­sa­nie­run­gen und -neu­bau­ten ver­plant.

Für ein neu­es Muse­um – und das ist die Aus­sa­ge, die Hau­ser nach eige­nen Anga­ben schock­te, ste­hen laut Wal­ter gera­de mal 600.000 Euro bereit.

Der küh­le Rech­ner leg­te sogar nach: „Das grö­ße­re Risi­ko sehe ich im Unter­halt”, so Wal­ter wei­ter. Das neue Muse­um müs­se unbe­dingt auch unter die­sem Gesichts­punkt gese­hen wer­den.

Außer­dem rede­ten die Räte und die Ver­wal­tung am Mitt­woch über Gebäu­de, die ihnen nicht gehö­ren. Etwa das Gefäng­nis. Unklar ist laut Ober­bür­ge­reis­ter Ralf Broß, ob die JVA „dis­po­ni­bel” sei, wie er sag­te. Ob die Stadt auf das lan­des­ei­ge­ne Gebäu­de Zugriff habe. Meh­re­re Räte hat­ten nach­ge­fragt. Eine Ant­wort gibt es nicht. Und der Ver­bleib des Muse­ums am bestehen­den Stand­ort in der Obe­ren Haupt­stra­ße sieht den Umbau zwei­er benach­bar­ter Gebäu­de vor. Eines davon gehört der Stadt auch nicht. Tat­säch­lich ist unbe­kannt, ob die Eigen­tü­mer ver­kau­fen wol­len.

Aber man kann ja mal drü­ber reden. Fan­ta­sie­ren. Ein biss­chen träu­men. So etwa über den Bestand: „Wir haben einen hohen Sanie­rungs­be­darf in dem Gebäu­de, in dem sich das Stadt­mu­se­um der­zeit befin­det. Auch wol­len wir die Aus­stel­lungs­stü­cke in ein bes­se­res Licht geben”, so Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß.  Er sprach davon, dass ein attrak­ti­ves, für die Besu­cher inter­es­san­tes Muse­um geschaf­fen wer­den sol­le. Das The­ma fand gro­ßes Inter­es­se sei­tens der Ver­eins­ver­tre­ter der Stadt, von Kul­tur­rott­weil bis zum Geschichts- und Alter­tums­ver­ein bis zur Nar­ren­zunft waren eini­ge in der Gemein­de­rats­sit­zung ver­tre­ten. Sie sind von der Stadt­ver­wal­tung auch ein­ge­la­den wor­den, die Dis­kus­si­on gemein­sam mit den Ent­schei­dern zu füh­ren.

Der Ein­griff ist hef­tig.” Prof. Arno Lede­rers Lieb­lings­stand­ort ist die Obe­re Haupt­stra­ße nicht. Der Archi­tekt stammt aus dem Büro, das die Stadt­ver­wal­tung – wohl­ge­merkt: ohne etwas in der Tasche zu haben – um eine Mach­bar­keits­stu­die gebe­ten wor­den. Die liegt seit die­ser Woche öffent­lich vor und wur­de erst­mals dis­ku­tiert. Mit der Quint­essenz, dass der Gemein­de­rat sich ange­sichts der vie­len Unwäg­bar­kei­ten und Unsi­cher­hei­ten nicht ent­schei­den kann.

Aber die Vari­an­ten lie­gen vor, die NRWZ hat sie bereits aus­führ­lich dar­ge­stellt.

Vari­an­te 1, Ver­bleib in der Haup­stra­ße unter Ein­be­zie­hung zwei­er Nach­bar­ge­bäu­de. Die Pla­nung sei mit Vor­be­halt, weil unklar sei, was die Sub­stanz über­haupt her­ge­be. Und der Brand­schutz mache den Umbau schwie­rig und teu­er. Er als Archi­tekt wol­le nicht gegen die­ses Pro­jekt spre­chen, so Lede­rer, es steck­ten aber gro­ße Risi­ken dar­in. Auch etwa in der anste­hen­den Zusam­men­ar­beit mit dem Denk­mal­amt. Zudem ste­che das Gebäu­de an sich nicht her­aus aus dem spät­mit­tel­al­ter­li­chen Ensem­ble.

Vari­an­te 2, der Umbau des alten Gefäng­nis­ses an der Höll­gas­se: „Dicke Mau­ern, klei­ne Fens­ter – das kommt einem Muse­um zugu­te, weil es kli­ma­tisch schon mal Sinn macht.” Lede­rer ist offen­kun­dig ein Freund der JVA. Und die Lage sei nicht schlecht, die Besu­cher kämen von den Park­plät­zen aus eigent­lich gar nicht an dem Muse­um vor­bei. Und die umschlie­ßen­de Mau­er sei auch nicht schlecht – schüt­ze sie doch gegen Ein­bre­cher.

Das Gefäng­nis bekä­me einen Anbau, einen Neu­bau. Es bestehe dann aus etwas Altem und etwas Neu­em. Reiz­voll für Archi­tek­ten, offen­bar. Es sei „das merk­wür­digs­te Gebäu­de von allen”, so Lede­rer. Dass das Muse­um ins Gefäng­nis kom­me, das sei „so irr­sin­nig gut”, das kön­ne „die bes­te Loca­ti­on von der Anmu­tung her” sein. „Es ist ulkig und merk­wür­dig im bes­ten Sin­ne”, sag­te der Archi­tekt.

Vari­an­te 3, die alte Feu­er­wa­che in der Schlacht­haus­stra­ße. Dort fie­le alles, was steht. Dort­hin käme ein ganz neu­es Gebäu­de. Viel­leicht mit einer Sitz­bank davor, wenn die Gat­tin rein will, der Mann aber par­tout nicht, bei­spiels­wei­se. Ein Ort, der gin­ge, aller­dings nicht attrak­tiv genug am Ran­de der Stadt lie­ge, so der Archi­tekt. Gegen einen Kom­plett­ab­riss aber soll es Stim­mung in der Bevöl­ke­rung geben, hat etwa CDU-Stadt­rat Ralf Ban­hol­zer fest­ge­stellt.

Für Archi­tekt Lede­rer geht es am Ende vor allem dar­um, wo ein Stadt­mu­se­um am bes­ten funk­tio­nie­ren wür­de. Das tue es dann, wenn Fle­xi­bi­li­tät gege­ben sei. Die heu­ti­gen Seh­ge­wohn­hei­ten erfor­der­ten ste­ti­ge Umbau­ten. Und Wech­sel­aus­stel­lun­gen, getrennt von der Dau­er­aus­stel­lung. „Wenn man die­se Form des Muse­ums nimmt, ist sie in der Obe­ren Haupt­stra­ße kaum umsetz­bar. Und wenn Sie ein bestehen­des Muse­um umbau­en, dann bleibt kein Auge tro­cken, dann muss da alles raus.” Das bedeu­te einen Ver­zicht aufs Muse­um für Jah­re. Bei einem Um- oder Neu­bau an ande­rer Stel­le blie­be das bestehen­de Muse­um ja zunächst bestehen.    

Das sah etwa auch Jür­gen Knub­ben als  Ver­tre­ter von Kul­tur­ott­weil so – in der Ein­woh­ner­fra­ge­stun­de bekam er wie ande­re Nicht-Stadt­rä­te, wie Georg Hau­ser auch, das Wort. Wäh­rend eines Neu- oder Umbaus an ande­rer Stel­le kön­ne das bestehen­de Stadt­mu­se­um ja wei­ter­hin betrie­ben wer­den kön­ne. Inso­fern bestehe nicht der in der Dis­kus­si­on immer wie­der dar­ge­stell­te Hand­lungs­druck.

Was Knub­ben anschlie­ßend der NRWZ sag­te, etwa als Fin­ger­zeig in Sachen Finan­zie­ren: Um die kön­ne sich doch ein Bür­ger­ver­ein küm­mern, der viel mehr För­der­mit­tel bekä­me als etwa eine Stadt­ver­wal­tung. 

Wie die Stadträte es sehen

(wiedergegeben in der Reihenfolge ihrer Wortbeiträge) 

Dr. Micha­el Ger­lich (FDP): „Vom Her­zen her wür­de wohl jeder ger­ne das Alte erhal­ten.” Außer­dem müs­se mit dem Herder’schen Haus etwas gemacht wer­den. Es blie­be der Stadt ja an der Backe. „Was Spaß machen wür­de, ist sicher­lich das Gefäng­nis.” Und das was „am wenigs­ten von Her­zen kommt, ist der Neu­bau.” Gegen das Gefäng­nis spre­che der Zeit­fak­tor. Bis man es umbau­en kön­ne, ver­gin­gen noch eini­ge Jah­re.

Jörg Stauss (FWV): „Wir haben kris­tall­klar und sach­lich dar­ge­legt bekom­men, wie die ein­zel­nen Stand­or­te sich dar­stel­len.” Die Haupt­stra­ße nennt er eine 1-A-Lage, ein Muse­um dort wir­ke ihm aber auf­ge­zwun­gen. Ein attrak­ti­ves Geschäft und Woh­nun­gen bräch­ten dort mehr. Mit der Flä­che in der Kern­stadt sei zu haus­hal­ten. Und sie könn­te am Ende auch ver­kauft wer­den, „dann hat sich jemand ande­res um die Sanie­rung zu küm­mern.”

Gün­ter Pos­selt (CDU): „Wir haben drin­gen­den Hand­lungs­be­darf beim Muse­um.” Die Mach­bar­keits­stu­die tre­te jetzt eine öffent­li­che Dis­kus­si­on los. Aus emo­tio­na­ler Sicht sol­le das Stadt­mu­se­um im Herder’schen Haus ver­blei­ben. Aller­dings lie­fe Muse­um offen­bar anders, „als wir das bis­her in Rott­weil gemacht haben.” Und: „Je län­ger ich mich mit dem Gefäng­nis beschäf­ti­ge, des­to mehr könn­te ich mich mit einer sol­chen Lösung anfreun­den.”

Her­mann Breu­cha (FWV): „Das Herder’sche Haus bil­det an sich schon Stadt­ge­schich­te ab. Das ist ein gewich­ti­ges Argu­ment für ein Stadt­mu­se­um.” Das Gefäng­nis gehö­re zudem dem Land. „Ich glau­be kaum, dass wir dar­auf Zugriff haben wer­den.” Es sei nicht bekannt, was das Land mit dem Gebäu­de vor­ha­be. Er glaubt auch, dass die Tou­ris­ten das Muse­um en pas­sant besu­chen wür­den, „nie­mand kommt nur wegen des Muse­ums.” Der Stand­ort in der Schlacht­haus­stra­ße sei damit weni­ger geeig­net. Der Stand­ort sei zudem als Stadt­ent­wick­lungs­flä­che vor­ge­se­hen. Breu­cha reg­te einen Arbeits­kreis inklu­si­ve inter­es­sier­ter Bür­ger an, um „mög­lichst vie­le Gesichts­punk­te” ein­be­zie­hen zu kön­nen.

Dr. Jür­gen Mehl (SPD): „Die Schön­heit des Herder’schen Hau­ses passt nicht mit den Ansprü­chen an die Funk­tio­na­li­tät eines Muse­ums zusam­men.” An dem Gebäu­de ent­ste­he zudem auch Scha­den, wenn dort das Stadt­mu­se­um wei­ter betrie­ben wer­den sol­le. Aller­dings: Da das Herder’sche Haus wei­ter betrie­ben wer­den müs­se, „müs­sen wir dafür auch Geld in die Hand neh­men.” Um es zu bewah­ren, samt sei­ner Zen­tra­li­tät, „müs­sen wir es uns bewah­ren.” Die alte JVA sei etwa „opti­mal geeig­net”, um die Seemann’sche Waf­fen­samm­lung sicher auf­zu­neh­men. Er kön­ne sich mit dem Vor­ha­ben anfreun­den.

Rei­ner Hils (FFR): „Das ist eine har­te Nuss, die wir da zu kna­cken haben. Jede Lösung hat ihre Vor­tei­le und ihren Charme, aber auch ihre Schwach­stel­len.” So sei das Bild unein­heit­lich. Es habe sich kein Stand­ort her­aus kris­tal­li­siert. Hils reg­te eine Bür­ger­ver­samm­lung an, um die anste­hen­de Ent­schei­dung trans­pa­rent zu machen.

Inge­borg Gek­le-Mai­er (Grü­ne) hält die drit­te Vari­an­te, nach der das Muse­um an der Schlacht­haus­stra­ße ent­ste­hen sol­le, für unge­eig­net. „Was nutzt uns ein Muse­um, wenn kei­ner hin­geht.” Sie sprach sich für einen Umbau des Gefäng­nis­ses aus, das ide­al lie­ge – nahe der Innen­stadt und der Park­plät­ze und mit direk­tem Blick zum Thys­sen­krupp-Test­turm. Man mache aber die Rech­nung ohne den Wirt – ohne das Land, dem das Gebäu­de gehört. Im Herder’schen Haus „wür­den wir uns in der Funk­tio­na­li­tät und den Aus­stel­lungs­flä­chen beschrän­ken.”

Dr. Peter Schel­len­berg (FWV): „Bei der JVA haben wir kei­ne zeit­li­che Per­spek­ti­ve. „Das neue Gefäng­nis  sol­le 2025 fer­tig wer­den, „viel­leicht wird es auch 2030.” Ein neu­es Stadt­mu­se­um kön­ne dage­gen als Neu­bau in bereits vier Jah­ren ste­hen. Aller­dings sehe er nicht, dass der Gemein­de­rat bereit für einen Neu­bau sei. Des­halb reg­te er an, das neue alte Stadt­mu­se­um am Herder’schen Haus wei­ter zu den­ken und zu schau­en, was an die­sem Stand­ort vor­lie­ge.

Arved Sass­nick (SPD): „Unterm Strich brau­chen wir noch eine öffent­li­che Dis­kus­si­on. Viel­leicht kommt noch der eine oder ande­re Stand­ort zuta­ge.” Es lie­ge kein kla­rer Favo­rit vor, der wei­ter ver­folgt wer­den kön­ne.

Jür­gen Bau­mann (Grü­ne): Ein Grund­satz­be­schluss zum Muse­um müs­se mit der Fra­ge ver­bun­den wer­den: „Kön­nen wir uns das leis­ten?” Die­se Fra­ge stell­te Bau­mann rhe­to­risch. Sie wur­de spä­ter dann ein­deu­tig beant­wor­tet.

Her­bert Sau­ter (CDU): „Für mich ist es unab­ding­bar, dass das Muse­um 2028” – also recht­zei­tig zur Lan­des­gar­ten­schau – „zur Ver­fü­gung steht.” Da sol­le mit dem Land ver­han­delt wer­den.

Moni­ka Hug­ger (CDU): An der Schlacht­haus­stra­ße wäre eine Tou­rist-Infor­ma­ti­on, die ja auch inte­griert wer­den sol­le, „am völ­lig fal­schen Platz”, etwa im Hin­blick auf die Hän­ge­brü­cke. „Wir ent­schei­den zudem über einen Kos­ten­rah­men von 15 bis 20 Mil­lio­nen Euro”, und da sei die Fra­ge, „ob wir das Geld haben”, auch neben den Inves­ti­tio­nen für die Lan­des­gar­ten­schau.

Her­mann Klein (FDP): „Für mich kommt nur die Haupt­stra­ße in Fra­ge.”

Hubert Nowack (Grü­ne): „Wenn wir Zeit­druck haben, dann bleibt nur der Stand­ort am alten Feu­er­wehr­haus.” Und die Besu­cher­strö­me kön­ne man len­ken und vom Näge­les­gra­ben an das Muse­um her­an füh­ren. Und ein neu­es Gebäu­de dort kön­ne für die Quar­tier­s­ent­wick­lung wich­tig sein. Die Tou­rist­info blie­be für ihn in der Stadt, im Herder’schen Haus. Ein schö­ner Emp­fang, in dem sich die Tou­ris­ten wohl füh­len wür­den, wie in Vil­lin­gen, bei­spiels­wei­se. „Was gar nicht geht, ist, dass man das Muse­um für eini­ge Jah­re schließt – dann hal­ten sie uns für völ­lig ver­rückt.”

Jens Jäger (frak­ti­ons­los): „Das Herder’sche Haus ist ein wich­ti­ger Zeit­zeu­ge”, es sei eines der letz­ten Häu­ser, die mit­tel­al­ter­li­ches Leben noch reprä­sen­tier­ten.

Als Zuhö­rer reg­te Georg Hau­ser von der Nar­ren­zunft an, ein Nut­zungs­kon­zept für das Herder’sche Haus zu erstel­len. Das sei die ent­schei­den­de Fra­ge. Es leer ste­hen zu las­sen, sei kei­ne Opti­on. Broß bestä­tig­te das: „Einen Leer­stand kön­nen wir uns nicht vor­stel­len.” Er hält Woh­nen und Ein­zel­han­del für mög­lich.

Ste­fan Roth, Kas­sier der Nar­ren­zunft Rott­weil, bot an, dass er und sei­ne Ver­eins­kol­le­gen ger­ne inhalt­lich zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den, das Pro­jekt mit der Stadt zusam­men vor­an zu brin­gen. Die Fas­net sei ein wich­ti­ges The­ma inner­halb des Muse­ums. Außer­dem gel­te es, die Zeit­schie­ne zu betrach­ten und bald ein moder­nes Muse­um anbie­ten zu kön­nen.