Raum für Medizin der Zukunft

Medzentrum hat Richtfest gefeiert / Parkdeck entfällt

Fröhliche Gesichter: Planer, künftige Mieter, Landrat, Oberbürgermeister beim Gruppenbild vor dem Medzentrum. Fotos: him

Der ers­te Bau­ab­schnitt ist aus­ge­bucht, für den zwei­ten Bau­ab­schnitt wären nur noch 350 Qua­drat­me­ter  frei. Die­se gute Nach­richt über­brach­te Alex­an­der Becht­ler von der Kanz­lei HFBP Rechts­an­wäl­te, die das Ärz­te­haus­pro­jekt von Anfang an beglei­tet hat­te.

In Anwe­sen­heit zahl­rei­cher spä­te­rer Mie­ter, Ver­tre­tern der Stadt­ver­wal­tung, etli­cher Bau­fir­men und der Nach­barn zeig­te Becht­ler im Erd­ge­schoss des Roh­baus, das das Gebäu­de hoch­fle­xi­bel aus­bau­bar ist: Fast kei­ne Stüt­zen begren­zen die rie­si­ge Flä­che. Der Bau sei „ein Signal aus der Regi­on in die Regi­on“, so Becht­ler.

14,5 Millionen Euro investiert

Das Med­zen­trum wer­de auch dazu bei­tra­gen, dass die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum auf­recht­erhal­ten blei­be. „Das Med­zen­trum schafft den drin­gend erfor­der­li­chen Raum für die Medi­zin der Zukunft.“ Immer­hin 14,5 Mil­lio­nen Euro wür­den in die bei­den Gebäu­de auf dem ehe­ma­li­gen Carl-Haas-Gelän­de inves­tiert – ohne die Pra­xis­ein­rich­tun­gen.

Fle­xi­bles Gestal­ten dank frei­er Flä­chen mög­lich.

Statt der ursprüng­lich geplan­ten Phy­sio­the­ra­pie kommt nun eine  inno­va­ti­ve Ein­rich­tung in das Erd­ge­schoss:  Wohn­raum für pfle­ge­be­dürf­ti­ge und beatme­te Men­schen. Es ent­ste­hen elf Ein-Raum-Apart­ments. Die Pfle­ge über­neh­men ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te nach Wahl der Pati­en­ten. „Das wird stark nach­ge­fragt, das gibt es bis­her nicht im wei­ten Umkreis“, so Becht­ler auf Nach­fra­ge.

Neben einer Apo­the­ke und einem Wund­zen­trum wer­den eine Rei­he Schram­ber­ger Fach­arzt­pra­xen und All­ge­mein­me­di­zi­ner ab dem kom­men­den Früh­jahr ins Med­zen­trum umzie­hen. Für den zwei­ten Bau­ab­schnitt wür­de man sich über eine zahn­heil­kund­li­che Pra­xis beson­ders freu­en, so Becht­ler.

Rund um das Ärz­te­haus wer­de es mehr als 100 Park­plät­ze geben.  deut­lich mehr, als laut Lan­des­bau­ord­nung gefor­dert. Im Sin­ne der Anwoh­ner wer­de man des­halb auf  das ursprüng­lich vor­ge­se­he­ne, mehr­stö­cki­ge Park­deck ver­zich­ten.

Langer Weg

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog  erin­ner­te an die lang­jäh­ri­gen Bemü­hun­gen für ein Ärz­te­haus, „die nun end­lich von Erfolg gekrönt sind“. Er sieht im Med­zen­trum einen „wich­ti­gen Bau­stein“ für die künf­ti­ge medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum. „Wir ver­spre­chen uns viel von die­sem Bau.“

Land­rat Wolf-Rüdi­ger Michel lob­te: „Schram­berg hat alles rich­tig gemacht und recht­zei­tig agiert.“ Das Med­zen­trum sei bei­spiel­haft auch für die Nach­bar­schaft.

Die Archi­tek­ten Andre­as Flöß und Susan­ne Muschal beim Richt­spruch

In Erman­ge­lung eines Zim­mer­manns – kein Fach­werk, kein Dach­stuhl –  hat Archi­tekt Andre­as Flöß den Richt­spruch gespro­chen, drei­mal das Glas geleert und vom Gerüst hin­un­ter gewor­fen, bevor sich Bau­her­ren, Gäs­te, Nach­barn  und Bau­leu­te zum Imbiss ver­sam­melt haben.                                                                                                   him

Zum 1. Bauabschnitt:

Sämt­li­che Pra­xis- und Gewer­be­flä­chen auf rund 2800 Qua­drat­me­tern sind bereits ver­mie­tet. Fol­gen­de Pra­xen wer­den laut Pres­se­mit­tei­lung der IWG Ide­en­welt Gesund­heits­markt ein­zie­hen: Die Pres­se­mit­tei­lung im Wort­laut:

Die HNO-Pra­xis von Dr. Peter Hein­rich im 1. Ober­ge­schoss. Auf der­sel­ben Ebe­ne hat sich das Heli­os MVZ Schram­berg Räu­me gesi­chert. Das MVZ wür­de gern noch einen Fach­arzt oder eine Fach­ärz­tin für Frau­en­heil­kun­de und Geburts­hil­fe ein­stel­len.

In das 2. Ober­ge­schoss wird die Haut­arzt­pra­xis von Dr. Jür­gen und Jan Lie­feith ein­zie­hen. Auf der glei­chen Ebe­ne befin­den sich die uro­lo­gi­sche und uro-onko­lo­gi­sche Pra­xis von Dr. Arpad Dani sowie ein WZ®-WundZentrum, das auf die ambu­lan­te Ver­sor­gung chro­ni­scher und schwer hei­len­der Wun­den spe­zia­li­siert ist.

Im 3. Ober­ge­schoss sind die Fach­grup­pen Inne­re Medi­zin, All­ge­mein­me­di­zin sowie Kin­der- und Jugend­me­di­zin ver­tre­ten. Der Kin­der- und Jugend­arzt Dr. Johan­nes Schel­ling ver­legt sei­ne Pra­xis von der Ber­neck­stra­ße ins neue MEDZENTRUM. Auch die Pra­xis­ge­mein­schaft von Dr. Jut­ta Dürr (Inter­nis­tin und Dia­be­to­lo­gin) und Dr. Hei­ko Gertsch (Inter­nist, Kar­dio­lo­ge), die aktu­ell in der Haupt­stra­ße ver­or­tet ist, wird im neu­en Haus ihre haus- und fach­ärzt­li­chen Leis­tun­gen anbie­ten.

Mit den Regi­odocs zieht eine all­ge­mein­me­di­zi­ni­sche Pra­xis ins Haus. Die über­ört­li­che Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft hat bereits Stand­or­te im MEDZENTRUM Sul­gen sowie in den Gemein­den Aich­hal­den, Esch­bronn und Hardt, alle im Land­kreis Rott­weil. 

In Haus 2 gibt es noch freie Flächen

Das kom­plet­te Haus 1 wird in der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2019 in Betrieb gehen. Par­al­lel dazu wird mit dem zwei­ten Bau­ab­schnitt begon­nen. Die Fer­tig­stel­lung ist für das ers­te Halb­jahr 2020 avi­siert. Dann öff­net das Fit­ness-Stu­dio „Cle­ver fit“ sei­ne Türen und bie­tet auf einer Flä­che von rund 1.400 Qua­drat­me­tern Fit­ness und Kraft­sport auf moderns­tem Niveau.

In Haus 2 ist noch eine etwa 340 Qua­drat­me­ter gro­ße Flä­che zu ver­mie­ten. Zur Kom­plet­tie­rung des Ange­bots wür­den sich bei­spiels­wei­se Pra­xen für Physiound/oder Ergo­the­ra­pie eig­nen, Zahn­ärz­te sowie Fach­in­ter­nis­ten. Inter­es­sen­ten kön­nen sich gern an Ina Ham­pel wen­den unter i.hampel@iwg.de.

Mehr Parkplätze als gesetzlich gefordert

Ein moder­ner Gebäu­de­kom­plex mit­ten in der Stadt muss selbst­ver­ständ­lich auch neu­en Park­raum bie­ten. Die aktu­el­le Pla­nung sieht vor, dass auf Flä­chen rund um das Ärz­te­haus mehr als 100 Park­plät­ze ver­füg­bar sein wer­den. Das sind deut­lich mehr, als laut Lan­des­bau­ord­nung gefor­dert.

Auf das ursprüng­lich vor­ge­se­he­ne, mehr­stö­cki­ge Park­deck wird im Sin­ne der Anwoh­ner zuguns­ten einer eben­erdi­gen und somit optisch schlan­ke­ren Lösung ver­zich­tet. Neben Park­plät­zen auf dem Grund­stück ste­hen in der Tös­stra­ße fuß­läu­fig wei­te­re Stell­plät­ze für Pati­en­ten und Mit­ar­bei­ter zur Ver­fü­gung.

Barrierefrei und energieeffizient

Alle Pra­xis- und Gewer­be­räu­me sind bar­rie­re­frei kon­zi­piert und über einen Auf­zug erreich­bar. Die Aus­stat­tung ent­spricht dem neu­es­ten Stand der Tech­nik. Wie bei allen MED­ZEN­TRUM-Ärz­te­häu­sern legen die Pla­ner auch hier gro­ßen Wert auf Ener­gie­ef­fi­zi­enz und die Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gi­en.

So erfül­len die Gebäu­de die stren­gen Anfor­de­run­gen des Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Stan­dards KfW 55. Das heißt: Es ver­braucht nur 55 Pro­zent der Ener­gie, die ein ver­gleich­ba­rer Neu­bau nach der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) höchs­tens ver­brau­chen darf. Eine Luft-Wär­me-Pum­pe der neu­es­ten Genera­ti­on sowie eine Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge tra­gen zu einer umwelt­freund­li­chen Ver­sor­gung bei.

Bürger können sich Anteile sichern

Das Gesamt­in­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men beläuft sich auf etwa 14,5 Mil­lio­nen Euro. „Wir bau­en hier den moderns­ten Gebäu­de­kom­plex in der Stadt mit den moderns­ten Miet­flä­chen. Wich­tig ist dabei eines: MEDZENTRUM rea­li­siert das alles für Schram­berg und für die gan­ze Regi­on“, sag­te Alex­an­der Becht­ler.

Um die­se Aus­sa­ge zu unter­strei­chen, bie­tet das MED­ZEN­TRUM-Netz­werk inter­es­sier­ten Bür­gern und Unter­neh­men finan­zi­el­le Betei­li­gun­gen an. Nähe­re Infor­ma­tio­nen dazu erteilt Dr. Domi­nik Rein­hardt von der Fir­ma IWG Sales GmbH, die zur der MED­ZEN­TRUM-Unter­neh­mens­grup­pe gehört. Kon­takt: d.reinhardt@iwg-sales.de.