Coronahilfe: Nase-Mund-Maskenaktion für Pflegeheime erfolgreich

Kommunikation mit Landratsamt weiter zäh / Schramberger mit Covid-19 im Krankenhaus

56

Bei ihrer Pressekonferenz zum Umgang mit der Coronapandemie in Schramberg hat Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr unter anderem über die Mund-Nase-Masken-Aktion für die Pflegeheime berichtet (siehe Video).

Auch die „Aktion Schramberg hilft“ sei recht erfolgreich angelaufen gut 40 freiwillige unterstützen ältere Menschen und kaufen für sie ein beispielsweise.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr mit dem Hinweis auf wichtige Telefonnummern. Fotos und Video: him

In Zusammenarbeit mit dem Handels- und Gewerbeverein wirbt die Abteilung Tourismus dafür, bei Handel und Gewerbe, aber auch bei Gastronomen jetzt Gutscheine als Geschenke zu Ostern zu kaufen. In den sozialen Medien laufe auch die Aktion „dream now – visit later“, bei der man seine Lieblingsorte in Schramberg zeigen könne. Für nächste Woche versprach Eisenlohr noch eine kulturelle Überraschung.

Verstärkte Kontrollen am Wochenende

Im Pressegespräch sah Eisenlohr noch keine Möglichkeit, die gegenwärtigen Beschränkungen zu lockern. „Im Gegenteil: wir werden am Wochenende verstärkt kontrollieren, ob Gruppen von mehr als zwei Personen unterwegs sind, die nicht zu einem Haushalt gehören.“ Der Gemeindevollzugsdienst (GVD) und auch die Polizei würden unterwegs sein.

Bisher allerdings  habe der GVD noch niemand Bußgelder aufbrummen müssen. Nach Informationen der NRWZ hat die Polizei zwei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaverordnung  bislang in Schramberg erstattet.

Zäher Informationsfluss

Noch immer läuft der Informationsfluss zwischen dem Landkreis und der Stadt als Ortspolizeibehörde nicht rund. Als am Mittwoch die Kreisverwaltung die Zahl der Infizierten in Schramberg auf einer Kreiskarte mit 17 angab, lagen der Stadt die Namen von „weniger Menschen als auf der Karte“ vor, wie Eisenlohr berichtet. (Am Freitagabend meldet das Landratsamt 21 Infizierte in Schramberg. Nun habe sie auch alle 21 Namen vorliegen, so Eisenlohr auf Nachfrage de NRWZ.)

Das war insofern misslich, als die Stadt für die Überwachung der Quarantänebestimmungen verantwortlich ist. „Wir müssen auf die Einhaltung der 14-Tage-Quaratänepflicht und das Führen eines Quarantänetagebuchs achten.“  Mitarbeiter der Stadt rufen bei den Infizierten an und fragen nach. Für die medizinische Betreuung ist das Gesundheitsamt zuständig.

- Anzeige -

Auch Schramberger mit Covid-19 im Krankenhaus

Eisenlohr bestätigt, dass auch aus Schramberg Corona-Patienten im Krankenhaus liegen. Bei den Infizierten gebe es die „volle Bandbreite, vom zehn Monate alten Baby bis zu Menschen, die vor dem zweiten Weltkrieg auf die Welt gekommen sind".

Kein Eis mehr nach Hause

Auf den Hinweis eines Medienvertreters, dass laut Landesregierung ein Lieferservice für Eisdielen untersagt sei, versprach Eisenlohr, sich umgehend zu informieren. Bisher sei sie davon ausgegangen, dass Lieferdienste zulässig seien.

Wenig später meldete sie sich bei den Medien zurück: Das Sozialministerium schreibe auf seiner Homepage, dass Eisdielen nach der Corona Verordnung nicht mehr betrieben werden dürfen. „Nach Auskunft des Sozialministeriums bedeutet das, dass Eisdielen auch keinen Lieferdienst betreiben dürfen.“ Sie habe deshalb „soeben angeordnet, dass die Lieferservices der Schramberger Eisdielen eingestellt werden“, schreibt Eisenlohr am Mittag an die Medienvertreter.

 

 

 

-->