Dorothee Eisenlohr freut sich über die Glückwünsche ihrer beiden Gegenkandidaten. Fotos: Witkowski

Schram­berg. Damit hat­ten wohl die wenigs­ten Beob­ach­ter gerech­net: Doro­thee Eisenlohr hat im ers­ten Wahl­gang die OB-Wahl in Schram­berg mit 67,7 Pro­zent für sich ent­schie­den. Amts­in­ha­ber Tho­mas Her­zog erreich­te 29,5 Pro­zent. Dirk Caro­li spiel­te am Ende mit nur 2,5 Pro­zent kei­ne Rol­le. Die Wahl­be­tei­li­gung lag bei 47,5 Pro­zent.

Bereits als die ers­ten Wahl­be­zir­ke auf der Lein­wand im gro­ßen Sit­zungs­saal gezeigt wur­den, zeich­ne­te sich ab, dass die Wahl an Doro­thee Eisenlohr gehen wird. Eben­so wie Dirk Caro­li ver­folg­te sie die Aus­zäh­lung im Rat­haus, wäh­rend Tho­mas Her­zog gemein­sam mit sei­ner Frau und vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern vor dem Rat­haus war­te­te. Doro­thee Eisenlohr war in Beglei­tung ihres Part­ners, ihrer Eltern und ihres Paten­kinds gekom­men.

Auf­grund der Deut­lich­keit des Ergeb­nis­ses ent­schied der Wahl­aus­schuss die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor dem Rat­haus nicht unnö­tig lan­ge war­ten zu las­sen und bereits das vor­läu­fi­ge Ergeb­nis durch Jür­gen Win­ter ver­kün­den zu las­sen; noch bevor auch die Stim­men ein­ge­ar­bei­tet waren, die noch genau­er geprüft wer­den muss­ten.

Nach­dem sich die Sie­ge­rin Doro­thee Eisenlohr in einer kur­zen Anspra­che bei den Wäh­lern für ihr Wahl, den Hel­fern für deren Unter­stüt­zung und bei ihren bei­den Gegen­kan­di­da­ten für den fai­ren Wahl­kampf bedankt hat­te, wünsch­te sie „guten Durscht” – sie hat­te einen ört­li­chen Geträn­ke­händ­ler mit der Ver­tei­lung von Frei­bier und ande­ren kos­ten­lo­sen Geträn­ken beauf­tragt.

Sehr guten Stil bewies Amts­in­ha­ber Tho­mas Her­zog. Er gra­tu­lier­te auf der Rat­haus­trep­pe der neu­en Ober­bür­ger­meis­te­rin, sorg­te dafür dass die Pres­se in Ruhe ihre Fotos machen konn­te und blieb auch danach noch eini­ge Zeit mit sei­ner Frau auf dem vor­de­ren Rat­haus­platz, um mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zu reden. Unter­des­sen nahm Eisenlohr die Glück­wün­sche der Nach­bar-Bür­ger­meis­ter und zahl­rei­cher Gra­tu­lan­ten ent­ge­gen.

Gleich meh­re­re Bür­ger und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, dar­un­ter auch erklär­te Anhän­ger von Doro­thee Eisenlohr, waren sich dann in den ver­schie­de­nen Gesprächs­run­den einig, dass sie sich zwar über die Wahl von Doro­thee Eisenlohr freu­en, Tho­mas Her­zog aber ein Ergeb­nis von unter 30 Pro­zent nicht ver­dient habe.

Wei­te­re Stim­men gin­gen an: Jür­gen Reu­ter (acht), Flo­ri­an Bro­g­ham­mer und Annet­te Mel­vin (je zwei); jeweils eine Stim­me beka­men Cari­na Bet­sch­ner, Paul Feh­ren­ba­cher, Johan­nes Grimm, Micha­el Jonas, Mar­tin Klä­ger, Rudolf Mager, Micha­el Mel­vin, Franz Moser, Nico­le Mül­ler, Edgar Reut­ter, Elvi­ra Schu­bert, San­dra Weis­ser, Jür­gen Win­ter und Josef Wowra.

Für die musi­ka­li­sche Umrah­mung hat­te die Stadt­mu­sik Schram­berg mit ihrem Diri­gen­ten Mein­rad Löff­ler gesorgt.