Einbruch in die Berneckschule +++ aktualisiert

Hoher Schaden, geringe Beute / Organisierte Bande am Werk?

Die Berneckschule Archiv-Foto: him

In der Nacht von Mittwoch auf Don­ner­stag sind unbekan­nte Täter in der Ber­neckschule in Schram­berg einge­brochen. Die Täter haben etwa 2000 Euro Bargeld und einen  trag­baren Laut­sprech­er gestohlen.

In der Grund­schule haben die Ein­brech­er außer­dem hohen Schaden angerichtet, weil sie die Türen zum Haus­meis­ter­büro, zum Sekre­tari­at und zum Lehrerz­im­mer eingeschla­gen haben. Auch die Notaus­gangstüre haben die Ein­brech­er beschädigt.

Spezialisierte  Einbrecherbanden?

Die Ermit­tlun­gen hat die Kripo Rot­tweil über­nom­men, so Polizeis­prech­er Michael Aschen­bren­ner auf Nach­frage. „Wir ver­muten, dass es sich um eine organ­isierte Bande han­delt, weil sich die Ein­brüche in Schulen in let­zter Zeit häufen“, so Aschen­bren­ner. Viel sei in Schulen nor­maler­weise nicht zu holen, aber das Risiko sei auch rel­a­tiv ger­ing, erwis­cht zu wer­den, weil Schulen üblicher­weise nachts leer ste­hen.

In der Ber­neckschule hat­ten die Täter offen­bar mit einem Vorschlagham­mer die Türschlöss­er eingeschla­gen, um in Lehrerz­im­mer, Haus­meis­ter­büro, Rek­torat und Sekre­tari­at einzu­drin­gen. „Die waren mit brachialer Gewalt unter­wegs“, so Man­fred Herre von der Abteilung Hochbau bei der Stadt Schram­berg.  Er schätzt den Schaden auf etwa 3000 Euro. Um ungestört zu sein, hät­ten sie die Rol­l­lä­den im Sekre­tari­at und Lehrerz­im­mer herunter gelassen.

Als Schüler und Lehrer am Don­ner­stag in die Schule kamen, hät­ten sie „eine Riesen­schweinerei“ vorge­fun­den, so eine Zeu­g­in. „Mir hockt der Schock noch in den Knochen.“

Die Täter haben nach Infor­ma­tion dieser Zeitung das Geld aus mehreren Klassenkassen gestohlen, aber auch die bere­its einge­sam­melten Eltern­beiträge für einen Schwimm­bad­tag. Mehr als 2000 Euro sind den Ein­brech­ern so in die Hände gefall­en.

Schuleinbrüche an der Tagesordnung

Mehrere Ein­brüche hat es in jüng­ster Zeit auch an der Grund- und Werkre­alschule auf dem Sul­gen gegeben, berichtet Fach­bere­ich­sleit­er Berthold Kam­mer­er. Nach sein­er Beobach­tung haben es die Ein­brech­er in Schulen beson­ders auf Beam­er, Bild­schirme und Com­put­er abge­se­hen.

Die Polizei hat ins­beson­dere im Zoller­nal­bkreis in den let­zten Wochen und Monat­en eine ganze Rei­he von Schul-Ein­brüchen in Balin­gen, aber auch in Alb­stadt, Hechin­gen und Win­ter­lin­gen aufzuk­lären. Auch in Horb, Vöhrin­gen und Trossin­gen haben unbekan­nte Ein­brech­er Schulen heimge­sucht.

In Furt­wan­gen und Schwen­nin­gen gebe es immer wieder Ein­brüche an den dor­ti­gen Hochschulen, so Dieter Popp vom Polizeiprä­sid­i­um Tut­tlin­gen: „Dort haben es die Täter  meist auf Beam­er abge­se­hen.“ Bei den Ein­brüchen in Schulen sucht­en die Täter in erster Lin­ie nach Geld in Sekre­tari­at­en oder Lehrerz­im­mern.

Info: Die Polizei sucht drin­gend Zeu­gen. Wer in der Nacht von Mittwoch auf Don­ner­stag im Bere­ich der Ber­neckschule/Schiller­straße/Heilig-Geist-Kirche verdächtige Per­so­n­en oder Fahrzeuge beobachtet hat, möge sich mit dem  Polizeire­vi­er in Schram­berg — Tele­fon: 07422 2701–0 — in Verbindung set­zen.