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Mittwoch, 5. August 2020
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    Etwa zehn Busse ausgefallen

     Warnstreik bei der SBG

    SCHRAMBERG  –  Die Eisenbahnergewerkschaft EVG hat am Mittwochmorgen ihre Mitglieder zum Warnstreik bei der Südbaden-Bus SBG aufgerufen. Die Gewerrkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn. Von 4 bis 9 Uhr dauerte der Streik. Betroffen waren Busse, die die SBG selbst betreibt. Busse von anderen Unternehmen fuhren planmäßig, bestätigt Bernhard Schirling vom Kundencenter in Schramberg.

    Er schätzt dass auf den sieben Linien, die über den Schramberger Zentralen Busbahnhof laufen, etwa zehn Busse ausgefallen sind. „Das hat sich in Grenzen gehalten.“  Insbesondere der Schülerverkehr sei wenig betroffen worden.

    Die Gewerkschaft hatte  ihre Mitglieder zum Warnstreik aufgerufen, weil die SBG-Geschäftsführung bei den laufenden Tarifverhandlungen nur ein recht unzureichendes Angebot vorgelegt habe, so der zuständige Gewerkschaftssekretär Frank-Michael Hänel. Das sei nicht weiter hinnehmbar. Die Gewerkschaft fordere sechs Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro. Außerdem sollten die Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, selbst zu entscheiden, ob man mehr Geld, mehr Urlaub oder eine Arbeitsverkürzung möchte.

    „Das ist alles nichts Unmögliches“, erklärte Frank-Michael Hänel nach Ende des Warnstreiks auf der EVG-Homepage. „Im Gegenteil, die geforderten Anpassungen sind dringend erforderlich.“ Die EVG wolle mit dem Warnstreik Druck aufbauen, damit Bewegung in die Tarifverhandlungen komme. „Mit dem Warnstreik machen wir deutlich, dass es uns mit unseren Forderungen ernst ist – und hoffen dabei auf das Verständnis der Fahrgäste.“

    Die Warnstreikbeteiligung bei den SBG-Fahrern sei „sensationell“ hoch gewesen. Lediglich drei  seien im SBG-Bereich gefahren, so Hänel auf Nachfrage der NRWZ. Er habe gestern nachmittag alle Schulämter in Südbaden über den bevorstehenden Warnstreik informiert.

    Ein Sprecher der Bahn AG bestätigt der NRWZ, dass die SBG-Fahrer „fast komplett gestreikt“ hätten. Etwa 50 Prozent der Leistungen im Bereich der Niederlassung Villingen-Schwenningen, zu der auch der Kreis Rottweil gehöre, sei ausgefallen. Mit einer Aussage zum Angebot seitens der Geschäftsleitung hielt er sich zurück: Details zum aktuellen Stand der Tarifgespräche könne er nicht nennen. Es seien noch grundsätzliche Fragen zu klären. „Wir gehen davon aus, dass die Verhandlungen nach der grundsätzlichen Klärung bald fortgesetzt und zu einem Ende geführt werden können.“ Verhandlungstermine seien für Mitte März bereits vereinbart.

     

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