SCHRAMBERG –  Nicht nur die die Stimmung war deutlich besser als beim letzten Elternabend vor einem Monat, darin sind sich die Beteiligten in Heiligenbronn einig. Auch scheint es für den Kindergarten und die Personalsituation befriedigende Lösungen zu geben. Die Krippengruppe ist von den Personalproblemen nicht betroffen.

Vier andere Erzieherinnen werden in Heiligenbronn anfangen. So wird nach dem Abgang von vier Erzieherinnen zum Ende März personell keine Lücke entstehen. Zwei Erzieherinnen werden sogar schon früher beginnen, nämlich am 1. und am 15. März, sodass der Übergang nicht ganz so abrupt sein wird. Das hat Pfarrer Christian Albrecht als Vertreter des Trägers bestätigt.

Ganztagsbetreuung wird eingeschränkt

Die Ganztagsbetreuung werde im Kindergarten nach dem 1. April nur für Notfälle beibehalten. Ansonsten sei im „Ü 3“-Bereich die Betreuung zwischen 7 und 13 Uhr geplant. Im Krippenbereich werden die Kinder wie bisher von 7 bis 14 Uhr betreut. Übergangsweise werde wohl die Notgruppenlösung noch den Monat April über andauern, damit sich die neuen Kräfte einarbeiten können.

Wegen der angeblichen Kindeswohlgefährdung hat die Kirchengemeinde selbst Anzeige mit deren Einverständnis gegen die Kindergartenleiterin und gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft erstattet, so Albrecht. Eine neutrale  Instanz solle ermitteln. Beim Elternabend war auch ein Rechtsanwalt anwesend, der die Vorgehensweise des Trägers erläuterte.

Über die von einem Teil der Eltern kritisierten Erziehungsmethoden  werde das neue Team nachdenken. Besonders die Essens- und die Hol- und Bring-Situation sollten vom neuen Team und der Elternschaft nochmals  beleuchtet werden.  Der Elternbeirat sei aufgefordert, sich künftig in den Gremien der Seelsorgeeinheit einzubringen.

Leiterin bleibt von der Leitungsaufgabe entbunden

Die bisherige Leiterin werde „ins zweite Glied“ zurücktreten, so ein Elternteil zur NRWZ. Sie sei „von der Leitungsaufgabe weiterhin entbunden“, präzisiert Albrecht. Die Leiterin des Kindergartens Waldmössingen werde auch den Heiligenbronner Kindergarten kommissarisch führen.

Albrecht bat die Eltern mit den neuen Erzieherinnen ein „gutes Miteinander zu suchen“.  Er habe zugesichert, für Fragen und Gespräche offen zu sein, so eine Teilnehmerin. Nach dem Elternabend sprach Albrecht von einer „Kehrtwende“ und bat darum, dass alle „ehrlich miteinander reden“.