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Montag, 9. Dezember 2019
Start Schram­berg Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Schram­berg lädt zur Zeit­rei­se

Freiwillige Feuerwehr Schramberg lädt zur Zeitreise

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SCHRAMBERG  –  Einen Jubi­lä­ums­sonn­tag auf ganz ande­re Wei­se konn­ten die Besu­cher des gro­ßen Feu­er­wehr­fes­tes am Sonn­tag erle­ben. Statt des  übli­chen Fest­um­zugs hat­ten die Schram­ber­ger Feu­er­wehr­leu­te aus Anlass ihres 150-jäh­­ri­gen Bestehens eine Zeit­rei­se orga­ni­siert. In der gesam­ten Innen­stadt zwi­schen St. Maria-Kir­che und dem Fest­zelt auf dem Ber­neck-Par­k­­platz  war für die Zuschau­er etwas gebo­ten.

Die Wolfa­cher Feu­er­wehr­leu­te demons­trier­ten in  his­to­ri­schen Uni­for­men im und am Kirch­turm der St. Maria­kir­che das Löschen und Ver­letz­te ret­ten anno dazu­mal. Am Hirsch­brun­nen­platz  stan­den alte Feu­er­wehr­pum­pen und ein paar Schritt wei­ter beim Hirsch­brun­nen zeig­te die Feu­er­wehr, wie heu­te Per­so­nen aus einem zer­stör­ten Auto befreit wer­den. Auf dem Rat­haus­platz hat­te die Feu­er­wehr meh­re­re Vor­füh­run­gen bereit, die Annet­te Mel­vin erläu­ter­te.

Mit einem Rie­sen­knall explo­dier­te bei­spiels­wei­se eine Spray­do­se – sicher ein­ge­sperrt in einem Stahl­kä­fig. „Wenn so eine Dose hei­ßer als 50 Grad wird kann es Rums machen“, warn­te Mel­vin. Auch das Löschen eines Zim­mer­bran­des zeig­te die Schram­ber­ger Feu­er­wehr – doch kurz nach 14 Uhr gab es für  Abtei­lungs­kom­man­dant Patrick Wöhr­le und sei­ne Kame­ra­den einen ech­ten Alarm: In einem Wald­mös­sin­ger Indus­trie­be­trieb war  der Brand­alarm aus­ge­löst wor­den. Zum Glück war es ein Fehl­alarm, sodass die Vor­füh­run­gen beim Rat­haus bald wie­der wei­ter gehen konn­ten.

In der Fuß­gän­ger­zo­ne hat­te die Feu­er­wehr eine Fett­wan­ne auf­ge­stellt. Mit einem Feu­er­lö­scher durf­ten Kin­der in Sekun­den­schnel­le die Flam­men löschen. Über­all in der Fuß­gän­ger­zo­ne prä­sen­tier­ten die Feu­er­weh­ren aus dem wei­ten Umland Spe­zi­al­fahr­zeu­ge. Da ging es um Wald­brän­de oder ein Feu­er im Tun­nel, das mit Hil­fe einer umge­bau­ten Schnee­ka­no­ne gelöscht wer­den kann. Ein Spe­zi­al­fahr­zeug der Bun­des­wehr­feu­er­wehr war vom Heu­berg gekom­men, ein Dekon­ta­mi­na­ti­ons­zug aus Spai­chin­gen.

Auch die ande­ren „Blau­licht­ret­ter“ waren vor Ort: Das Tech­ni­sche Hilfs­werk pump­te jede Men­ge Was­ser aus der nahe­ge­le­ge­nen Schiltach in einen künst­li­chen Bach und bau­te eine Behelfs­brü­cke drü­ber. Das Deut­sche Rote Kreuz stell­te sei­ne Ret­tungs­wa­gen beim City-Hoch­­haus vor, dar­un­ter das „First-Respon­­der-Auto“ aus Ten­nen­bronn. Es ist aus­ge­stat­tet mit allem, was auch ein Ret­tungs­wa­gen ent­hält: Beatmungs­ge­rä­ten, EKG, Defi­bril­la­tor. Wegen der oft wei­ten Wege bis zu einem Erkrank­ten oder Ver­un­glück­ten auf  Ten­nen­bron­ner Gemar­kung, so Dan­ny Barow­ka vom DRK Ten­nen­bronn, sei die­ses Fahr­zeug in Ten­nen­bronn sta­tio­niert: „Es ist das ein­zi­ge im Kreis Rott­weil.“ So kann der Erst­hel­fer bereits Hil­fe leis­ten, bevor der Not­arzt und der Ret­tungs­wa­gen ein­tref­fen.

Bei der Volks­bank demons­trier­ten die Mit­glie­der der Ret­tungs­hun­de­staf­fel, wie die Hun­de nach Ver­miss­ten suchen. Und  die beka­men auch immer ein Lecker­li, wenn es geklappt hat. Schließ­lich hat­te die Berg­wacht eine spek­ta­ku­lä­re Schau beim City-Hoch­­haus vor­be­rei­tet. Sie zeig­ten, wie Ver­letz­te aus gro­ßer Höhe sicher abge­seilt wer­den.

Die letz­te Sta­ti­on vor dem Fest­zelt war den Kin­dern vor­be­hal­ten. Das JUKS-Spiel­­mo­­bil war mit einem gro­ßen Spie­le­an­ge­bot vor Ort. Mit  einem Was­ser­rohr­sys­tem konn­ten die Kin­der selbst Lei­tun­gen auf­bau­en. Dass dabei so man­cher Liter Was­ser dane­ben ging,  war ange­sichts der hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren  bei allen Betei­lig­ten sehr will­kom­men.

Seit dem Mor­gen herrsch­te im Fest­zelt auf dem Ber­neck­platz reger Betrieb. Nach einem öku­me­ni­schen  Got­tes­dienst hat­te die Stadt­mu­sik Schram­berg zum Früh­schop­pen auf­ge­spielt und war vom Musik­ver­ein Froh­sinn Ten­nen­bronn abge­löst wor­den, der am Nach­mit­tag die zahl­rei­chen Gäs­te unter­hielt.

Wir haben die ver­schie­de­nen Ange­bo­te von den his­to­ri­schen Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen über THW, Ret­tungs­hun­de­staf­fel, DRK und Berg­wacht bis hin zum JUKS3 sowie dem Fest­zelt in Fotos fest­ge­hal­ten. Unser Redak­teur Mir­ko Wit­kow­ski war mit der Kame­ra unter­wegs.    him

 

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