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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Schram­berg Gemein­de­rat ver­ab­schie­det Haus­halt mit brei­ter Mehr­heit

Gemeinderat verabschiedet Haushalt mit breiter Mehrheit

Gesamt­ergeb­nis­haus­halt umfasst 62,3 Mil­lio­nen Euro ordent­li­che Erträ­ge

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Schram­berg (wit). Mit den Stim­men der Frak­ti­on von CDU, SPD/Buntspecht und Frei­er Lis­te hat der Gemein­de­rat der Stadt Schram­berg am Don­ners­tag mit brei­ter Mehr­heit den Haus­halt für 2019 ver­ab­schie­det. Dane­ben gab es zwei Ent­hal­tun­gen und eine Nein­stim­me.

Bevor es zur Abstim­mung kam, hat­ten erst Käm­me­rer Rudi Huber und die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Cle­mens Mau­rer (CDU), Tan­ja Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht) und Udo Neu­deck (Freie Lis­te) sowie Bernd Rich­ter für die ÖDP-Räte das Wort. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog hat­te sei­ne Rede bereits bei der Vor­la­ge des Ent­wurfs Ende ver­gan­ge­nen Jah­res gehal­ten.

Für Rudi Huber und den Gemein­de­rat sowie die Ver­wal­tung war die Rede von Rudi Huber ein beson­ders Ereig­nis. Der lang­jäh­ri­ge Käm­me­rer geht in die­sem Jahr in Pen­si­on und leg­te des­halb letzt­mals das dies­mal 460 Sei­ten star­ke Zah­len­werk dem Gre­mi­um vor. Nach­dem die Zah­len in den Vor­be­ra­tun­gen umfäng­lich dar­ge­stellt wur­den, beschränk­te sich Rudi Huber dies­mal auf ein paar wich­ti­ge Daten und Fak­ten.

Er ver­wies auf ein posi­ti­ves ordent­li­ches Ergeb­nis von 0,4 Mil­lio­nen Euro, was nur durch star­ke Kür­zun­gen bei den Auf­wen­dun­gen, der Auf­lö­sung von Rück­stel­lun­gen für FAG- und Kreis­um­la­ge und einer Erhö­hung der Gewer­be­steu­er zu errei­chen gewe­sen sei. Im „Finanz­haus­halt aus Ver­wal­tungs­tä­tig­keit“ hat Schram­berg einen Fehl­be­trag von 800 000 Euro. Grund hier­für sind laut Huber die erhöh­ten FAG- und Kreis­um­la­gen, die durch das gute Steu­er­jahr 2017 ver­ur­sacht wur­den und nun zur Aus­zah­lung kom­men.

Eine Ver­bes­se­rung von rund 178 000 Euro ergibt sich durch die gerin­ge­re Kreis­um­la­ge. Die­se war zunächst mit 30 Pro­zent ange­setzt wor­den und dann aber vom Kreis­tag mit 29,5 Pro­zent beschlos­sen wor­den. Für die Fol­ge­jah­re geht man jedoch von 30,5 Pro­zent aus.
Bei der Gewer­be­steu­er geht die Stadt Schram­berg für das Jahr 2019 von Ein­nah­men von 24,2 Mil­lio­nen Euro aus. Durch die Erhö­hung des Hebe­sat­zes von 355 auf 380 von Hun­dert, ver­bes­sert sich dies Ein­nah­me­quel­le um 1,7 Mil­lio­nen Euro auf 25,9 Mil­lio­nen Euro.

Der Finanz­haus­halt sieht für Inves­ti­tio­nen in die­sem Jahr 19,8 Mil­lio­nen Euro vor und 2,5 Mil­lio­nen Euro an Ein­nah­men. Bei über 6,1 Mil­lio­nen Euro der Inves­ti­ti­ons­sum­me han­delt es sich um Bei­trä­ge, wel­che bereits im ver­gan­ge­nen Jahr zur Ver­fü­gung stan­den, aber erst 2019 umge­setzt wer­den kön­nen. Zur Finan­zie­rung der Inves­ti­tio­nen in die­sem Jahr muss die Stadt laut Rudi Huber „nur“ noch 3,7 Mil­lio­nen Euro an Kre­di­ten ein­pla­nen.

In den Jah­ren 2020 bis 2022 sind wei­te­re Kre­di­te in jähr­lich glei­cher Höhe, also von ins­ge­samt 11,1 Mil­lio­nen Euro not­wen­dig, um die in die­sem Zeit­raum ein­ge­plan­ten Inves­ti­tio­nen von 41,8 Mil­lio­nen Euro finan­zie­ren zu kön­nen. Die Ver­schul­dung wür­de nach den Wor­ten des Stadt­käm­me­rers von momen­tan 3,5 Mil­lio­nen Euro oder 164 Euro je Ein­woh­ner auf rund 16 Mil­lio­nen Euro oder 757 Euro je Ein­woh­ner stei­gen. Die Liqui­di­tät soll dem­nach auf einen Betrag von rund 1,2 Mil­lio­nen Euro Ende 2022 schrump­fen.
Für Rudi Huber ist der Haus­halt 2019 sein zehn­ter und letz­ter Haus­halts­plan. Wur­de im Jahr 2010 noch mit einer Gewer­be­steu­er von 7,5 Mil­lio­nen Euro gerech­net, sind es 2019 rund 25,9 Mil­lio­nen Euro, die Zuschüs­se für Kin­der­ta­ges­stät­ten – ohne städ­ti­sche Ein­rich­tun­gen – stie­gen in die­ser Zeit von 1,5 Mil­lio­nen Euro auf 3,66 Mil­lio­nen Euro. Bei den Inves­ti­tio­nen stieg der Wert von 10,26 Mil­lio­nen Euro auf 19,78 Mil­lio­nen Euro.

 

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