Hundesteuer, Zweitwohnungssteuer und Vergnügungsteuer steigen
Hoffnung auf etwa 100.000 Euro Mehreinnahmen im Jahr

Wer einen Hund besitzt, eine Zweitwohnung oder ein Spielcasino, der muss in Schramberg im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Verwaltungsausschuss hat die Vorschläge der Haushaltsstrukturkommission für Steuererhöhungen ohne weitere Diskussion passieren lassen. Beschließen wird der Rat am 11. Dezember über die erforderlichen Satzungsänderungen.
Schramberg. Bei der Vergnügungssteuer wird beispielsweise der Satz je Geldspielgerät von 300 auf 390 Euro pro Monat erhöht, wenn das Gerät nicht umsatzabhängig besteuert wird. Bei der Umsatzbeteiligung steigt die Steuer von fünf auf 6,5 Prozent. Tina Hacker von der Kämmerei rechnet mit etwa 75.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr.

Bei der Zweitwohnungssteuer hofft Hacker auf etwa 10.000 Euro Plus. Hier soll der Satz von sechs auf sieben Prozentpunkte angehoben werden. Die Steuer berechnet die Kämmerei nach dem jährlichen Mietaufwand. Bei einer jährlichen Miete von 3600 Euro steigt die Zweitwohnungssteuer um 36 Euro, rechnete Kämmerer Klemens Walter in der Sitzung vor.
Hundesteuer soll steuern
Deutlich mehr Menschen dürften von der Erhöhung der Hundesteuer betroffen sein. Allerdings werden auch hier die Mehreinnahmen mit 20.000 Euro überschaubar bleiben. Für einen „normalen“ Hund erhöht sich die jährliche Steuer von 120 auf 132 Euro. Wer zwei oder mehr Hunde besitzt, zahlt für diese jährlich jeweils 288 Euro, also 24 Euro mehr. Für Besitzer von Kampfhunden wird es noch teurer: Sie müssen ab 1. Januar 2026 für ihre Mastinos oder Pitbullterrier 1720 Euro berappen.
Die Hundesteuer soll dazu dienen, die Zahl der Hunde und insbesondere der Kampfhunde in der Stadt zu steuern. Es ist keine Gebühr, für die die Bürgerinnen und Bürger eine Gegenleistung erwarten können, wie etwa bei der Abwasser- oder Müllgebühr.