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Dienstag, 18. Februar 2020

Regiobus: Neuer Fahrplan mit überschaubaren Auswirkungen

Vorteile überwiegen/ Fahrplantüftler suchen nach Verbesserungen

„Stuttgart 21“ führt nicht nur in der Landeshauptstadt zu jeder Menge Veränderungen und Umleitungen. Auch bis nach Schramberg  an den Zentralen Busbahnhof  strahlt das Mammutprojekt aus:

Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember änderte sich auch der Fahrplan des Regiobusses 7484 von Schiltach über Schramberg nach Rottweil und umgekehrt. Auf mehreren Verbindungen tagsüber nach 9 Uhr fährt der Bus nicht mehr durchgehend. Nun müssen die Fahrgäste fast eine halbe Stunde Wartezeit in Schramberg in Kauf nehmen.

Die S-Bahn von Freudenstadt kommt in Schiltach an.

Grund für die Fahrplananpassungen sei die Verschiebung der Fahrzeiten der Kinzigtalbahn, an denen sich die Busfahrpläne ab Schiltach orientieren, so die Bahn im Dezember. „In Schramberg wird die längere Pause teilweise genutzt, indem die Busse im Rahmen des Stadtverkehrs bis Sulgen fahren. Dort können durch die Umstellung jetzt mehr Haltestellen angefahren werden, sodass die Sulgener noch besser in den Regiobus eingebunden sind“, so die Bahn damals.

Neue Abfahrtszeiten in Stuttgart strahlen bis zu uns aus

Wie die SWEG, die die Ortenau-S-Bahn im Kinzigtal betreibt, mitteilt, waren Fahrplanänderungen auf  der Verbindung Stuttgart – Freudenstadt die Ursache für die Fahrplanänderungen. Und diese seien wegen der Bauarbeiten für Stuttgart 21 erfolgt, so ein SWEG-Fachmann auf Nachfrage. Damit die Züge  aus Stuttgart an die Ortenau-S-Bahn  in Freudenstadt angebunden werden konnten, verschoben sich deren Abfahrtszeiten um 20 bis 30 Minuten.

„Aufgrund der Fahrplananpassung kreuzen die Züge der Ortenau-S-Bahn dann auch nicht mehr wie bisher in Alpirsbach, sondern in Schiltach“, so die SWEG. Ein Vorteil für die Regiobusnutzer, denn sie erreichen sowohl den Zug nach Offenburg als auch den Zug nach Freudenstadt ohne lange Wartezeit.

In Schiltach am Bahnhof wartet der Regiobus auf Fahrgäste Richtung Schramberg und Rottweil. Fotos: him

Nach seiner Beobachtung nutzten relativ wenige Fahrgäste den Regiobus als durchgehende Verbindung zwischen Rottweil und Schiltach, so Bernhard Schirling vom SBG-Kundencenter am Busbahnhof: „Vielleicht mal an einem Wochenende Leute auf Wochenendausflug. Es gab bisher so gut wie keine Beschwerden.“

Schwieriger aber ist die Lage oben auf dem Sulgen. Durch das Weiterführen des Regiobusses als Stadtverkehr hätten die Fahrgäste aus den Sulgener Wohngebieten, die nach Schiltach wollten, jetzt ein sehr gutes Angebot: Sie können einfach sitzen bleiben. „Für Fahrgäste, die an der ‚Rose‘ Richtung Rottweil oder Oberndorf weiter fahren wollen, ergeben sich allerdings bis zu 30 Minuten Wartezeiten“, bedauert Schirling. „Unsere Verkehrsplaner knobeln gerade an einer besseren Lösung.“

So zieht das S 21 Projekt einen Rattenschwanz an Folgeproblemen nach sich, an die in Stuttgart wohl niemand gedacht hat.

 

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