Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, ein Haus zu bauen?

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(Anzeige). Soll der Traum vom Eigenheim endlich realisiert werden, muss man nicht nur nach einem passenden Grundstück Ausschau halten. Auch die Frage, wann mit dem Bau begonnen wird, hat großen Einfluss darauf, wie gut und schnell das neue Zuhause fertig ist. Beim Zeitpunkt des Baubeginns lauern einige Tücken. Wir zeigen, welche Vor- und Nachteile der Baubeginn in den einzelnen Jahreszeiten hat.

Zeit ist Geld. Jeder Bautag belastet das Konto des Bauherren erheblich. Experten empfehlen deswegen, den Beginn der Bauphase exakt zu planen. Dadurch lässt sich Rücksicht auf die Witterungsverhältnisse nehmen. Das Risiko, dass sich der Hausbau erheblich verzögert, kann so auf ein Minimum reduziert werden. Daneben spielt auch die Wahl des Baupartners bzw. die gewünschte Bauweise eine Rolle. Wer das Einfamilienhaus in der Fertigbauweise bauen möchte, erhält sowohl eine Bauzeit- als auch eine Kostengarantie.

Als Faustregel gilt: Vom ersten Spatenstich an dauert es etwa 9 Monate bis man einziehen kann. Bauherren sollten auf eine exakte Absprache mit der Baufirma achten. Die Frage, wann mit dem Einzug gerechnet werden kann, beeinflusst schließlich auch, wann die aktuelle Mietwohnung gekündigt werden kann.

Baubeginn im Frühling

Die Empfehlung, im Frühjahr mit dem Hausbau zu beginnen, gilt noch immer. Daher sind die Monate März, April und Mai bei Bauherren am beliebtesten. Läuft alles nach Plan, ist im Sommer der Rohbau fertig, so dass im Herbst mit dem Ausbau begonnen werden kann. Die dichte Gebäudehülle mit Fenstern und Türen kann dann noch vor dem Wintereinbruch stehen. Allerdings muss man sich auch darauf einstellen, dass die Nachfrage nach Fachpersonal in dieser Jahreszeit besonders hoch ist.

Fallstrick: Aufgrund von hoher Nachfrage kann es teurer werden als zu anderen Jahreszeiten.

Baubeginn im Sommer

Ob energetische Sanierung beim Haus oder kompletter Neubau – auch der Sommer ist für Bauarbeiten beliebt. Steht der Bau eines neuen Hauses an, hat man jedoch ein äußerst enges Zeitfenster. Denn: Vor dem Winter muss die Gebäudehülle fertig sein. Um dem Zeitplan gerecht werden zu können, bleibt schon mal die Qualität auf der Strecke. Das kann später zum Verhängnis werden. Wer einfache Sanierungsarbeiten durchführen möchte, hat im Sommer weniger Probleme als Hausbauer.

Fallstrick: Die Gebäudehülle muss vor dem Winter fertig sein. Trockenphasen nicht einzuhalten, kann jedoch fatal sein – Schimmelbildung ist eine mögliche Folge.

Baubeginn im Herbst

Der Herbst ist momentan noch ein echter Geheimtipp um mit dem Hausbau zu beginnen. Sofern der Rohbau im November bis Dezember steht, das Dach gedeckt ist und das Haus vor Kälte und Nässe geschützt werden kann, kann das neue Zuhause die frostigen Temperaturen problemlos überstehen.

Fallstrick: Der Herbst scheint die optimale Jahreszeit für den Baubeginn zu sein. Wichtig ist aber das Einhalten der Winterruhe. Sonst droht ein Algen- und Schimmelbefall.

Baubeginn im Winter

Der Hausbau im Winter gestaltet sich riskant und aufwändig. Kommt starker Frost auf, ist ein Erdaushub nur schwer realisierbar. Außerdem drohen Verzögerungen, wenn morgens erst mal die Baustelle von Eis und Schnee befreit und abends alles abgedeckt werden muss.

Fallstrick: Kälteempfindliche Baumaterialien und schlecht kalkulierbare Witterungsverhältnisse kosten wertvolle Zeit.

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