Die Gustav-Werner-Schule in Rottweil soll einen neu gestalteten Außenbereich erhalten. Mit Kosten von 720.000 Euro rechnet die Verwaltung des Landkreises. Dies berichtete Claudia Lehotkay, die stellvertretende Leiterin des Amts für Schule und Bauen dem SKS-Ausschuss des Kreistags.
Rottweil – Die Schule im alten Krankenhaus ist ein „sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“. Betroffen sind Kinder und Jugendliche, die in unterschiedlichen Bereichen der geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht. Der Außenbereich ist, wie Lehotkay im Bericht erklärt, „Teil des Unterrichts und damit ein besonderer Lernort für die Schülerinnen und Schüler.“ Daher wurde für die schulgerechte Umgestaltung von Faktorgrün Landschaftsarchitekten im Auftrag des Landratsamts eine Machbarkeitsstudie erstellt. Architekt Alexander Gräßle schlägt darin eine Umgestaltung des Bereichs vor. Unter anderem hat er eine „komplette Neustrukturierung der Erschließung des Außenbereichs mit klarer, barrierearmer Wegeführung und guten Sichtbeziehungen erarbeitet“, wie es in der Ratsvorlage heißt. Spielbereiche, Schulhof, aber auch ein Naturerlebnisbereich für ein „grünes Klassenzimmer“ sieht er dabei vor. Notwendig ist auch eine Umzäunung. Auch neue Geräte werden gebraucht, weil an den alten inzwischen der Zahn der Zeit genagt hat.
Hoffen auf Zuschüsse
Beim Kostenpunkt erhofft sich die Verwaltung Zuschüsse. Dies einerseits von Bund und Land, weil die Schule eine Ganztagesschule ist. Aber auch auf Mittel von Aktion Mensch und anderen Organisationen hofft die Verwaltung. Zunächst soll nun eine Vorentwurfsplanung erstellt werden – Lehotkay rechnet da mit Kosten von 39.000 Euro.
Der Ausschuss nahm dies zur Kenntnis. In der Diskussion zeigte sich Kreisrat Berthold Kammerer (SPD) verwundert über die steigenden Schülerzahlen, wo doch die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung seit möglich ist. Die Eltern, erwiderte Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, könnten entscheiden, wo sie ihre Kinder anmelden. Und dass so viele Eltern ihre Kinder mit Handicap an den Förderschulen anmeldeten, sei sehr sehr gut. Er sieht darin auch eine Bestätigung der guten Qualität dieser Schulen. Michel wies auch darauf hin, dass die Inklusion in den allgemeinbildenden Schulen mit hohem Aufwand verbunden sei.

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