Janina Hettich-Walz bringt deutsches Quartett auf Rang fünf

Biathlon bei Olympia

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In enttäuschte Gesichter sahen die Fans im Olympiastation von Antholz und an den Bildschirmen nach der Damen-Staffel im Biathlon. Das avisierte ehrgeizige Ziel, eine Medaille zu gewinnen, wurde mit Platz vier knapp verfehlt.

Antholz – Äußerst Verheißungsvoll begann das Rennen mit der deutschen Startläuferin Julia Tannheimer. Mutig attackierte die erst 20-Jährige die Konkurrenz und übernahm mehrfach die Führung. Nach einem fehlerfreien Liegendschießen konnten sie auch zwei Nachlader stehend nicht aufhalten. Lediglich fünf Sekunden hinter Schweden wechselte Julia Tannheimer auf Position zwei zu Franziska Preuß.

Diese begann kontrolliert, was sich beim Liegendschießen mit einer perfekten Serie auszahlte. In Führung liegend musste sie, wie bei den letzten Wettbewerben, stehend am Schießstand einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen. Nach einer Strafrunde und einer nicht optimalen Laufleistung wechselte sie, lediglich auf Rang elf liegend, mit einem Rückstand von 47 Sekunden zu Janina Hettich-Walz.

Schnellste Laufrunde

Die Lauterbacherin ging schnell an und versuchte, den Abstand zu verkürzen. Das gelang ihr mit der schnellsten Laufrunde aller Biathletinnen auf der dritten Position auch. Dass die Form stimmt, zeigte sie auch auf der zweiten Runde mit der zweitbesten Zeit. Allerdings musste sie der Aufholjagd etwas Tribut zollen, denn drei Nachlader verhinderten den Sprung in die Nähe der Medaillen. Trotzdem brachte Janina Hettich-Walz die deutsche Staffel von Platz elf bis auf Rang fünf nach vorne, wenngleich der Rückstand auf die weit enteilten Französinnen auf 1:22 Minute anwuchs.

Schlussläuferin Vanessa Voigt versuchte alles, um noch in den Kampf um die Podestplätze eingreifen zu können. Mit genialen fehlerfreien Schießeinlagen und einer kämpferischen Leistung in der Spur konnte sie sich rasch auf Platz vier nach vorne arbeiten. Da jedoch die führenden Staffeln ebenfalls nicht patzten, war der ersehnte dritte Rang nicht mehr erreichbar. Am Ende fehlten dem deutschen Quartett 22 Sekunden auf den Bronzeplatz.

Schlussendlich bewahrheitete sich die Erkenntnis der ganzen Saison. Die deutsche Damenstaffel im Biathlon ist in der Weltspitze absolut konkurrenzfähig, allerdings nur, wenn alle vier Starterinnen sowohl am Schießstand als auch in der Loipe ihre beste Leistung abrufen.

Zuversichtlich

Janina Hettich-Walz durfte mit ihrem zweiten Olympiastart nach dem hervorragenden achten Platz im Einzel durchaus zufrieden sein, wenngleich die drei Nachlader stehend nicht ihr Anspruch waren. Die läuferische Aufholjagd hatte ihr allerdings das Stehendschießen am nicht so leichten Schießstand in Antholz nicht gerade vereinfacht.

Zuversichtlich darf Janina Hettich-Walz nun dem letzten Wettbewerb bei Olympia, dem Massenstart, entgegensehen. Obwohl sie den Sprint und den Verfolger krankheitsbedingt verpasste, qualifizierte sie sich durch den achten Rang im Einzel für das Feld der 30 Biathletinnen. Wenn dort die Schießleistung wie im Einzel stimmt, darf die 29-jährige Biathletin des SC Schönwald wieder von einer Top 10-Platzierung träumen.

Das Massenstartrennen als letzter Biathlonwettbewerb beginnt am Samstag, 21. Februar, um 14.15 Uhr.

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