Rottweils Landesgartenschau-OB Broß will jetzt auf die Tube drücken

... und er hat ein spontanes Angebot an die unterlegenen Städte Schramberg, Tuttlingen und Sulz

Oberbürgermeister Ralf Broß. Foto: pm

Er ist seit heute auch Ober­bürg­er­meis­ter ein­er kün­fti­gen Lan­des­garten­schau-Stadt. Das hat Rot­tweils OB Ralf Broß am Mit­tag zunächst gefeiert — mit den an der Bewer­bung beteiligten Mitar­beit­ern und knal­len­den Korken, wie er der NRWZ berichtete. Heute nimmt er zudem noch die Grat­u­la­tio­nen ent­ge­gen, die auf allen Wegen ein­tr­e­f­fen. Doch er drückt bere­its auf die Tube.

OB Broß beim Besuch der Bewer­bungskom­mis­sion. Rechts im Bild: Johann Sen­ner von der Planstatt Sen­ner. Er hat die bish­erige Pla­nung für eine Lan­des­garten­schau Rot­tweil vorgelegt. Foto: Peter Arneg­ger

Wir müssen jet­zt zeit­nah mit den näch­sten Schrit­ten begin­nen”, so Ralf Broß keine zwei Stun­den nach der erlösenden Nachricht. Die hat ihn in seinem Büro im Alten Rathaus erre­icht. Direkt aus der Lan­des-Pressekon­ferenz in Stuttgart: Rot­tweil wird 2028 die Lan­des­garten­schau aus­richt­en kön­nen. Es sei Jubel aufge­bran­det, so Broß. Es hät­ten die Korken gek­nallt. Broß hat­te das Ergeb­nis des Min­is­ter­rats­beschlusses in Stuttgart mit den Mit­stre­it­ern aus der Stadtver­wal­tung abge­wartet. Mit großer Span­nung. 

Dass Rot­tweil unter den vie­len Bewer­bern den Zuschlag erhal­ten habe, freut das Stad­to­ber­haupt unge­mein. Er macht es aber als Erfolg aller Beteiligten aus: “Das war eine reife Mannschaft­sleis­tung”, sagt er, “und zwar nicht nur seit­ens der Stadtver­wal­tung son­dern auch der Ehre­namtlichen, die an der Bewer­bung beteiligt sind.” Die Stadt habe sich in einem starken Bewer­ber­feld mit an sich überzeu­gen­den Einzel­be­wer­bun­gen durchge­set­zt. Auch die anderen Städte hät­ten den Zuschlag ver­di­ent gehabt.

Broß als Garten­schau-Wer­ber …
… uns als Team­mit­glied in der Runde der ehre­namtlichen Unter­stützer des Pro­jek­ts. Fotos: Peter Arneg­ger

Die Lan­desregierung habe die Rot­tweil­er Bewer­bung offen­bar als überzeu­gend wahrgenom­men. Broß sieht den Grund darin, dass sich die Stadt nicht nur Gedanken um die Garten­schau als Grün­pro­jekt gemacht, son­dern auch die Schw­er­punk­te Mobil­ität und Bürg­er­beteili­gung geset­zt habe. Die Entschei­der in Stuttgart und für sie auch die Bew­er­tungskom­mis­sion bei ihrem Besuch in der Stadt hät­ten gese­hen, dass Rot­tweil das Poten­zial habe, eine Lan­des­garten­schau zu stem­men. Und den­noch, so Broß: 

Unser Konzept, unsere Strate­gie, die Ideen, die wir ver­fol­gt haben, sind aufge­gan­gen.

Er, Broß, habe nach jen­em Besuch der Bew­er­tungskom­mis­sion ein gutes Gefühl gehabt. “Wir hat­ten uns im Vor­feld ver­tieft Gedanken gemacht, wo wir Defizite haben, wie wir die beheben und wie wir neue Akzente set­zen wollen”, so Broß zur NRWZ

Jet­zt aber gehe es darum, die kom­menden zehn Jahre zu nutzen. Broß kündigte zunächst einen Zeit­plan an, der die wichtig­sten Schritte benen­nt, bis sich 2028 die Tore zur Rot­tweil­er Lan­des­garten­schau öff­nen. Jet­zt würde zurück gerech­net, die einzel­nen Meilen­steine, die erre­icht wer­den müssten, wür­den definiert.

Der näch­ste Schritt sei, einen Wet­tbe­werb zu starten. Dieser solle die bere­its vor­liegende Pla­nung konkretisieren. Rot­tweil werde sich dazu an die “BW Grün” wen­den. Eine Förderge­sellschaft für die Lan­des­garten­schauen im Land, die die kün­fti­gen Aus­richter unter­stütze. 

Dass das benach­barte Schram­berg vertröstet wor­den ist, dass Tut­tlin­gen anscheinend keine Chance haben soll, dass Nach­bar Sulz auch nicht mit ein­er sogan­nten kleinen Garten­schau bedacht wor­den ist, das hat Broß im Jubel und Trubel der Grat­u­lanten und der eige­nen Freude wahrgenom­men. Er machte diesen Städten über die NRWZ ein spon­tanes Ange­bot: “Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Rot­tweil ein regionales Fen­ster ein­richt­en, in dem sich diese Städte dann präsen­tieren kön­nen.” Er wolle auf sie zuge­hen und deren Vertretern diesen Vorschlag unter­bre­it­en.