Entscheidend sind die Menschen“

Carl Haas: „Attraktiver Arbeitgeber“

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Die Carl-Haas-Belegschaft freut sich über die Auszeichnung.

Wenn die Geschäfts­lei­tung  die gesam­te Beleg­schaft ein­fach so an einem Vor­mit­tag zusam­men­trom­melt, dann ist ent­we­der „was im Busch“, oder es gibt etwas zu fei­ern. Bei Carl Haas auf dem Sul­gen gab es am Frei­tag um 9.30 Uhr Grund zum Fei­ern. Die IHK über­reich­te das Zer­ti­fi­kat „Attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber“ in Bron­ze an Geschäfts­füh­rer Thors­ten Ger­be­rich und die Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Olga Kul­mann.

Nach einer kur­zen Werks­füh­rung für Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog und IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez führ­te Ger­be­rich die Gäs­te in die Kan­ti­ne in der sich schon die  Mit­ar­bei­ter der Früh­schicht und wei­te­re Gäs­te ver­sam­melt haben. Ger­be­rich erin­ner­te dar­an, dass er vor gut drei Jah­ren sich als neu­er Chef an der­sel­ben Stel­le vor­ge­stellt hat­te. Er habe damals unter ande­rem ange­kün­digt, etwa, dass ihm die Mit­ar­bei­ter wich­tig sei­en.

Carl-Haas-Geschäfts­füh­rer Thors­ten Ger­be­rich (rechts) beim Betriebs­rund­gang mit OB Her­zog und IHK- Haupt­ge­schäfts­füh­rer Albiez.

Inzwi­schen habe das Unter­neh­men im Kunst­stoff­be­reich inves­tiert, der neue Rein­raum sei ent­stan­den, neue Kun­den, neue Pro­duk­te sei­en hin­zu­ge­kom­men. Er habe aber auch „sof­te Sachen“, wie den Ent­span­nungs­ses­sel oder die Apfel­flat­rate ein­ge­führt. Seit eini­ger Zeit bie­tet Ger­be­rich gemein­sa­me Sprech­stun­den mit der Betriebs­rats­vor­sit­zen­den an, die auch rege genutzt wür­den.

Seit einem Jahr Arbeit am Zertifikat

Seit gut einem Jahr habe sich  die Fir­ma um das Prä­di­kat „Attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber“ bemüht. Ein anony­mer Fra­ge­bo­gen sei dafür die Grund­la­ge und er woll­te erfah­ren: “Sind wir auf dem rich­ti­gen Weg?“  Das Zer­ti­fi­kat sei eine Bestä­ti­gung – aber in zwei Jah­ren ste­he die „Re-Zer­ti­fi­zie­rung“ an.

Hugo Frey, der für die IHK das Sie­gel ent­wi­ckelt hat und die Betrie­be über­prüft, beton­te den Sinn des Gan­zen: „Mehr Wert­schät­zung bringt mehr Wert­schöp­fung.“ Das Sie­gel sei durch­aus anspruchs­voll: „40 Pro­zent bestehen nicht.“ Bis­her hät­ten es erst zwei Betrie­be geschafft, die höchs­te Stu­fe, Gold, zu errei­chen. Bei Carl Haas sei im letz­ten drei Vier­tel Jahr sehr viel gesche­hen, so Frey, etwa beim Gesund­heits­ma­nage­ment und bei der Fami­li­en­freund­lich­keit etwa.

Tho­mas Albiez gra­tu­lier­te im Namen der IHK. Er wür­dig­te die Ver­diens­te von tau­sen­den mit­tel­stän­di­schen Betrie­ben. Auch ihnen sei zu ver­dan­ken, dass es Deutsch­land der­zeit wirt­schaft­lich so gut gehe. Bei allen Zah­len sei aber immer klar „Ent­schei­dend sind die Men­schen.“ Die anony­me Befra­gung sei der ech­te Spie­gel für die Geschäfts­lei­tung. Zufrie­de­ne Mit­ar­bei­ter sei­en für den Erfolg ent­schei­dend. Es gebe kaum einen Betrieb, in dem die Beleg­schaft vom guten Betriebs­kli­ma schwär­me,  der schlech­te Zah­len schrei­be.

Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Her­zog berich­te­te aus der Stadt­ver­wal­tung, in der eine sol­che Befra­gung „so man­che Über­ra­schung“ gebracht habe. „Aber dann kann man an den Pro­ble­men arbei­ten.“ Auch er sei über­zeugt: „Ohne das Team geht gar nichts.“  Zur Rol­le der Stadt für die Wirt­schaft mein­te Her­zog, die Kom­mu­ne kön­ne die Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen, für den wirt­schaft­li­chen Erfolg sei­en die Unter­neh­men zustän­dig.

Schließ­lich über­reich­ten Frey und Albiez an die Ver­tre­ter von Carl Haas die Urkun­de und wünsch­ten beim nächs­ten Mal viel Glück, damit es dann „Sil­ber“ wer­de.

IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez, Per­so­nal­lei­ter Jens Budig, Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Olga Kul­mann, Ste­fan Tschug­mell, Bereichs­lei­ter von Kern-Lie­bers, Geschäfts­füh­rer Thors­ten Ger­be­rich, Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog und Hugo Frey. Fotos: him

Info:  Carl Haas ist in der Medi­zin­tech­nik und im Zulie­fer­be­reich tätig. Federn und Kunst­stoff­tei­le wer­den auf dem Sul­gen in Por­tu­gal und Tsche­chi­en pro­du­ziert. Das Unter­neh­men ist Teil der Kern-Lie­bers-grup­pe und beschäf­tigt auf dem Sul­gen knapp 150, ins­ge­samt etwa 240 Mit­ar­bei­ter.

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