(Anzeige). Der Wunsch nach Renovierung oder Sanierung ist in Deutschland erheblich – ebenso der Bedarf an Fachbetrieben. Doch wer einen Handwerker sucht, merkt schnell: Viele Firmen haben volle Auftragsbücher, in manchen Regionen sind kurzfristige Termine kaum zu bekommen. Umso wichtiger ist eine kluge und strukturierte Suche, bevor aus dem geplanten Modernisierungsvorhaben ein teures Geduldsspiel wird.

Qualität erkennen: Warum Meister- und Innungsbetriebe ein Vorteil sein können
Nicht jeder Betrieb arbeitet nach denselben Standards. Orientierung bieten laut Experten insbesondere Unternehmen, die an eine Innung angeschlossen sind oder als Meisterbetrieb geführt werden. In Deutschland ist für viele Handwerksgewerke der Meistertitel Voraussetzung, um einen Betrieb zu führen – ein System, das im internationalen Vergleich als besonders qualitätssichernd gilt. Kundinnen und Kunden profitieren davon: Fachwissen, geprüfte Ausbildung und klare Regeln schaffen Vertrauen – vor allem bei umfangreicheren Vorhaben.
Empfehlungen statt Zufall: Wo die besten Kontakte oft beginnen
Auch wenn Google heute das schnellste Suchwerkzeug ist: In der Praxis führt oft ein anderer Weg am zuverlässigsten zum passenden Handwerker – nämlich über Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld. Wer Freunde, Familie oder Nachbarn nach Erfahrungen fragt, erhält nicht nur einen Kontakt, sondern häufig auch gleich Hinweise zu Arbeitsweise, Zuverlässigkeit und Preisniveau.
Wenn solche Empfehlungen fehlen, helfen spezialisierte Handwerkerportale. Dort stellen Auftraggeber ihre Arbeiten ein und Betriebe können Angebote abgeben. Ein Vorteil: Bewertungen früherer Kundinnen und Kunden erlauben eine erste Einschätzung darüber, wie professionell ein Anbieter tatsächlich arbeitet.
Vorbereitung zählt: Warum genaue Planung Zeit und Geld spart
Wer Handwerker beauftragen will, sollte möglichst genau wissen, was getan werden soll. Denn je unklarer die Beschreibung, desto erheblicher ist das Risiko von Missverständnissen – und damit auch von Mehrkosten. Entscheidend ist nicht nur das Ziel („Bad renovieren“), sondern auch die Details: Welche Arbeitsschritte gehören dazu, wer beschafft Material, muss etwas entsorgt werden, sind Genehmigungen nötig?
Eine sorgfältige Planung hilft Handwerksbetrieben außerdem, den Aufwand realistisch zu kalkulieren – und damit seriöse Kostenschätzungen abzugeben.
Angebote vergleichen – aber richtig
Viele Eigentümer erschrecken zunächst über die Preise für Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten. Allerdings hängt mit solchen Maßnahmen oft mehr zusammen als reine Reparatur: Sie können den Werterhalt sichern oder sogar eine Wertsteigerung der Immobilie bewirken – etwa durch energetische Verbesserungen wie neue Fenster oder eine moderne Heiztechnik.
Wichtig ist dennoch, mehrere Kostenvoranschläge einzuholen und zu vergleichen. Dabei gilt: Nur Angebote, die tatsächlich dieselben Leistungen enthalten, sind fair vergleichbar. Ergänzend lohnt es sich, nach Förderprogrammen und Zuschüssen zu fragen – viele Betriebe wissen über Möglichkeiten Bescheid oder können an Beratungsstellen verweisen.
Eigenleistung: oft sinnvoll – aber nicht bei Strom und Wasser
Do-it-yourself boomt. Viele kleinere Arbeiten lassen sich selbst erledigen und sparen Geld. Doch Eigenleistung hat Grenzen – nicht nur handwerklich, sondern auch rechtlich und versicherungstechnisch. Wer Arbeiten an Elektrik oder Sanitärinstallationen selbst übernimmt, riskiert im Ernstfall sogar Probleme mit dem Versicherungsschutz. Zudem gibt es bei selbst ausgeführten Arbeiten keine Gewährleistung: Treten Mängel auf, trägt man das Risiko allein.
Quelle: Interhyp-Ratgeber, „Den richtigen Handwerker finden – 5 Tipps, damit alles klappt“







