Explosion in Spaichingen: 82-Jähriger verstirbt im Krankenhaus

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In der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag kam es gegen 3 Uhr im Stadtgebiet Spaichingen zu einer Explosion in einem Wohngebäude. In der Folge kam es zu einem Großbrand am betroffenen Objekt. Darüber berichtete die Spaichinger Feuerwehr. Wie die Ermittlungen der Polizei ergeben haben, wurde die Explosion durch einen unsachgemäßen Umgang mit Gasflaschen verursacht. Der 82-jährige Bewohner des Gebäudes, der damals schwer verletzt in eine Klink kam, verstarb dort mittlerweile.

Spaichingen – Die Freiwillige Feuerwehr Spaichingen wurde in jener Nacht kurz nach 3 Uhr mit dem Stichwort Explosion/Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr mitsamt den Kräften des Rettungsdienstes zur Einsatzstelle alarmiert. „Anwohner hatten einen Notruf bei der integrierten Leitstelle Tuttlingen abgesetzt“, berichten Niklas Hauser und Christian Schmid namens der Spaichinger Wehr.

Infolge der Explosion musste ein 82-jähriger Bewohner schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie die Polizei zwischenzeitlich mitteilt, habe der Mann eine Kerze entzündet, woraufhin es zu einer Explosion oder Verpuffung kam. Die Ermittler führen den Unfall „auf einen unsachgemäßen Umgang mit Gasflaschen“ zurück, wie es zwischenzeitlich in einem gemeinsamen Bericht von Polizei und Staatsanwaltschaft heißt.

Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer erlitt der Senior schwere Verbrennungen am ganzen Körper. Ein Rettungswagen brachte ihn zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Der Schwerverletzte konnte das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst verlassen. Doch in der Klinik verstarb er mittlerweile.

Beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges habe das Gebäude bereits in Vollbrand gestanden und das Feuer drohte, auf andere Gebäude überzugreifen. „Die Wehrleute nahmen mit bis zu sechs handgeführten C-Strahlrohren den Außenangriff unter Atemschutz vor“, heißt es im Bericht der Feuerwehr. Ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude konnte mit einer Riegelstellung sowie der Drehleiter mit einem Wenderohr zur Wasserabgabe von oben verhindert werden. 

Nachdem die Einsatzstelle durch den Energieversorger stromlos geschaltet worden war, konnten die herunterhängenden Strom-Oberleitungen über der Drehleiter entfernt werden, die angrenzenden Gebäude wurden durch die Polizei kontrolliert.

Da zu Beginn der Brand gleich auf zwei Nachbargebäude überzugreifen drohte, wurde vorsorglich auch ein zusätzlicher Löschzug der Feuerwehr Aldingen zur Einsatzstelle beordert. „Dieser musste jedoch nicht tätig werden“, so der Bericht der Kameraden aus Spaichingen. 

Neben knapp 40 Einsatzkräften der Feuerwehr Spaichingen waren Kräfte des Rettungsdienstes samt Organisatorischem Leiter Rettungsdienst und Leitendem Notarzt vor Ort, zudem ein Dutzend Polizeikräfte. Die Polizei sprach von einem Großeinsatz für ihre Beamten. Die Schnelleinsatzgruppe des DRK Spaichingen war ebenfalls an der Einsatzstelle und übernahm die Absicherung sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte. 

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Benjamin Flad aus Böttingen machte sich vor Ort ein Bild von den Löschmaßnahmen. Die Einsatzleitung hatte Spaichingens Kommandant Patrick Heim. Die Einsatzstelle konnte gegen 6.30 Uhr mit der Meldung „Brand aus“ an die ermittelten Kräfte der Polizei übergeben werden. 

Im Bereich der Einsatzstelle stand in den benachbarten Gebäuden zeitweise kein Strom zur Verfügung. 

Parallel ereignete sich gegen 6 Uhr ein weiterer Einsatz in Dürbheim. Hierzu konnten die Kräfte der laufenden Einsatzstelle in Spaichingen herausgelöst und nach Dürbheim zur Überlandhilfe entsandt werden. 

Pressemitteilung (pm)
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