In der Region Rottweil wird wieder ausgelassen gefeiert – mit dem Rottweiler Narrensprung, der spektakulären Schramberger Da‑Bach‑na‑Fahrt und vielen weiteren Höhepunkten der schwäbisch‑alemannischen Tradition.
- Die Fastnachtswoche im Überblick
- Der Rottweiler Narrensprung – Tradition seit Jahrhunderten
- Die Narrensprung‑Termine im Detail
- Strenge Regeln für echte Narren
- Schramberg: Da‑Bach‑na‑Fahrt – nasses Spektakel
- UNESCO‑Kulturerbe: Schwäbisch‑alemannische Fastnacht
- Vorfastnachtszeit: Wenn die Narren erwachen
- Weitere Fastnachts‑Highlights in der Region
- Praktische Hinweise für Besucher
- Mehr als nur eine Party
- Die wichtigsten Termine der schwäbisch‑alemannischen Fastnacht 2026
- Große Narrentreffen 2026 in der Region
- Viererbund‑Städte und weitere Zünfte
- Info: Wichtige Kontakte und Links

Die Fastnachtswoche im Überblick
Die Fastnacht 2026 fällt auf Dienstag, den 17. Februar. Der Rosenmontag liegt entsprechend auf dem 16. Februar, Aschermittwoch beendet das närrische Treiben am 18. Februar. Die eigentliche Fastnachtswoche beginnt mit dem Schmotzigen Donnerstag und bietet ein dichtes Veranstaltungsprogramm in der ganzen Region.
| Datum | Veranstaltung |
|---|---|
| Do, 12. Februar | Schmotziger Donnerstag: Hemdglunkerumzüge, Aufstellen des Narrenbaums, Ausgraben der Fasnet |
| Fr, 13. Februar | Fasnetsfreitag: Lokale Narrenveranstaltungen, Zunftabende, Schülerbefreiungen (je nach Ort) |
| Sa, 14. Februar | Fasnetssamstag: Narrenfeste, Kinderfasnet, Abendveranstaltungen |
| So, 15. Februar | Fasnetssonntag: Straßenfasnet, Umzüge in vielen Gemeinden |
| Mo, 16. Februar | Fasnets- / Rosenmontag: Rottweiler Narrensprung 8 Uhr, Schramberger Da‑Bach‑na‑Fahrt 13 Uhr, große Umzüge |
| Di, 17. Februar | Fastnachtsdienstag: Rottweil: Narrensprung 8 und 14 Uhr, weitere Umzüge, Fasnetsverbrennungen |
| Mi, 18. Februar | Aschermittwoch: Ende der Fastnacht, Beginn der Fastenzeit |
Der Rottweiler Narrensprung – Tradition seit Jahrhunderten
Der historische Narrensprung ist der Höhepunkt der Rottweiler Fastnacht. Bereits am frühen Morgen des Rosenmontags, 16. Februar 2026, versammelt sich das Narrenvolk hinter dem Schwarzen Tor, bevor um 8 Uhr der Glockenschlag und der Narrenmarsch den Sprung eröffnen. Herolde zu Pferd, Klepfer mit ihren Geißeln und die Stadtkapelle sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre.
Unter lautem „Hu‑hu‑hu“ haben die traditionellen Figuren ihren großen Auftritt: Gschell, Biß, Bennerrössle, Fransenkleid, Schantle und natürlich der Federahannes. Die farbenfrohen Kleidle und Larven werden nach alter Tradition innerhalb der Familien weitervererbt und streng nach historischen Vorgaben gepflegt.
Die Narrensprung‑Termine im Detail
- Montag, 16. Februar 2026: 8 Uhr Narrensprung (Dauer etwa 3,5 Stunden), ab 5 Uhr Tagwachkapelle, ab 6.45 Uhr Stempellokale geöffnet
- Dienstag, 17. Februar 2026: 8 Uhr und 14 Uhr Narrensprung, Stempellokale ab 6.45 Uhr geöffnet
Der Narrensprung führt vom Schwarzen Tor über die Hauptstraße bis zum Friedrichsplatz. Dazu gehört auch das „Aufsagen“ aus dem Narrenbuch, bei dem den Rottweilern humorvoll die Leviten gelesen werden – auf der Straße ebenso wie in Narrenstuben.

Strenge Regeln für echte Narren
Nur ein echter Rottweiler oder jemand, der mindestens 15 Jahre in der Stadt lebt, darf ein Original‑Narrenkleid tragen und am Narrensprung teilnehmen. Die Kleidle werden von der Narrenzunft genau geprüft; zu jedem gehören weißes Hemd, weißer Querbinder und weiße Handschuhe, nur der Federahannes trägt einen schwarzen Binder.
Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Narren in Original‑Rottweiler Narrenkleidern mit gültiger Sprungteilnahmekarte. Diese muss an beiden Tagen morgens in einem der Stempellokale abgestempelt werden, zu denen unter anderem Bürgerwehrheim, Alte Post, Kanne, Goldener Apfel, Jugendherberge, Kapuziner und weitere traditionelle Lokale zählen.

Schramberg: Da‑Bach‑na‑Fahrt – nasses Spektakel
Ein besonderes Highlight ist die Schramberger Da‑Bach‑na‑Fahrt am Rosenmontag, 16. Februar 2026, um 13 Uhr auf der Schiltach. Wagemutige Narren fahren in umgebauten Brühzubern durch das eiskalte Wasser, angetrieben von tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern entlang des Bachlaufs.
Die Regeln sind streng: Die Zuber dürfen nicht beschädigt sein, wassergefährdende Stoffe sind tabu, und die Gefährte werden meist mit viel Pappmaché und Holz in Handarbeit gebaut. Am Vorabend findet die Taufe der Erstfahrer statt, am Rosenmontag fällt pünktlich der Startschuss an der Neuen Brücke.
UNESCO‑Kulturerbe: Schwäbisch‑alemannische Fastnacht
Die schwäbisch‑alemannische Fastnacht, wie sie unter anderem in Rottweil, Schramberg, Elzach oder Villingen gepflegt wird, ist seit 2014 im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO gelistet. Die Auszeichnung würdigt die jahrhundertealte Tradition, die in der Region tief verwurzelt ist und von vielen Ehrenamtlichen getragen wird.
Ihre Wurzeln reichen in vorchristliche Bräuche zurück, in denen Wintergeister symbolisch vertrieben und Fruchtbarkeit gefeiert wurden. Im Laufe der Zeit vermischten sich heidnische und christliche Elemente zu der besonderen Form der Fastnacht, die heute in Südwestdeutschland gelebt wird.
Vorfastnachtszeit: Wenn die Narren erwachen
Offiziell geweckt wurden die Rottweiler Narren bereits am 6. Januar 2026, dem Dreikönigstag. Um 10.45 Uhr erfolgte im Café Schädle das traditionelle Abstauben der Narrenkleider; der Narrenmeister schickt dabei die Abstauber für die kommende Saison aus.
In den Wochen bis zur Hauptfasnet folgen Kindernachmittage, Generalversammlungen der Zünfte und Bälle, etwa der Kabisball der Narrenzunft Altstadt. Viele Veranstaltungen richten sich gezielt an Familien und den närrischen Nachwuchs.
Weitere Fastnachts‑Highlights in der Region
Neben Rottweil und Schramberg bietet der Schwarzwald zahlreiche weitere Fastnachts‑Höhepunkte. In Elzach prägt der rote Schuttig mit Strohhut und Schneckenhäuschen das Bild der Gassen, in Villingen‑Schwenningen, Donaueschingen und weiteren Städten sorgen Zünfte und Narrengruppen für ein dichtes Programm mit Umzügen, Bällen und Straßenfasnet.
Praktische Hinweise für Besucher
Wer die Rottweiler oder Schramberger Fasnet besuchen möchte, sollte sich frühzeitig um Übernachtungsmöglichkeiten kümmern, da Hotels und Pensionen in der Region während der närrischen Tage stark nachgefragt sind. Für den Narrensprung empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Platz entlang der Hauptstraße zu suchen, da die begehrten Standorte früh belegt sind.
Warme, wetterfeste Kleidung ist Pflicht, da das Geschehen überwiegend im Freien stattfindet. Unter dem Motto „Jedem zur Freud` und niemand zum Leid!“ sind ein respektvoller Umgang mit Narren und Mitbesuchern sowie das Einhalten der Sicherheitsregeln selbstverständlich.
Nicht erlaubt sind bei den Rottweiler Narrensprüngen unter anderem motorisierte oder gefährliche Wägen, laute „fastnachtsferne“ Musik, demonstrationsähnliche Auftritte, lebende Tiere, Kampfanzüge sowie geschmacklose Darstellungen. Beim Narrensamen sind zudem Hexen und große Bajasse nicht zugelassen.
Mehr als nur eine Party
Die Fastnacht 2026 im Landkreis Rottweil ist weit mehr als eine große Party. Sie ist gelebtes Kulturerbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird und die Menschen der Region über alle Altersgruppen hinweg verbindet.
Monatelange Vorbereitung gehört für viele Narren dazu: Kleidle herrichten, Sprünge üben, Veranstaltungen organisieren. Die Narrenzünfte leisten dabei erhebliche ehrenamtliche Arbeit und halten so das Brauchtum lebendig.
Ob beim historischen Rottweiler Narrensprung, bei der waghalsigen Da‑Bach‑na‑Fahrt oder bei den zahlreichen Umzügen im Umland – die Fastnacht 2026 verspricht unvergessliche Erlebnisse für Jung und Alt.
Die wichtigsten Termine der schwäbisch‑alemannischen Fastnacht 2026
- Januar 2026 – Beginn der „heißen“ Phase der Fasnet (Dreikönigstag)
- Februar 2026 – Schmotziger Donnerstag: Hemdglunkerumzüge, Narrenbaumstellen, Ausgraben der Fasnet
- Februar 2026 – Fasnetsfreitag
- Februar 2026 – Fasnetssamstag: Narrenfeste, Kinderfasnet
- Februar 2026 – Fasnetssonntag: Straßenfasnet
- Februar 2026 – Fasnetsmontag / Rosenmontag: große Umzüge, u. a. Da‑Bach‑na‑Fahrt in Schramberg
- Februar 2026 – Fasnetsdienstag: Umzüge, Fasnetsverbrennungen
- Februar 2026 – Aschermittwoch
- bis 24. Februar 2026 – Buure‑Fasnet (alte Fasnacht) in verschiedenen Gemeinden
Große Narrentreffen 2026 in der Region
- Ringtreffen des Narrenfreundschaftsringes Schwarzwald‑Baar‑Heuberg in Lauffen: 31. Januar und 1. Februar 2026, mit Ringumzug und umfangreichem Brauchtumsprogramm
- VSAN‑Landschaftstreffen Donau in Ehingen (Kügeleshausen): 17. und 18. Januar 2026
- VSAN‑Landschaftstreffen Schwarzwald in Furtwangen: 31. Januar und 1. Februar 2026 zum 100‑jährigen Jubiläum der Narrenzunft Furtwangen
Viererbund‑Städte und weitere Zünfte
Zum Viererbund gehören Rottweil, Elzach, Oberndorf und Überlingen, die besonders traditionsreiche Fasneten pflegen und regelmäßig gemeinsame Narrentage ausrichten. In Elzach steht der Schuttig im Mittelpunkt, in Oberndorf der Schantle, in Überlingen der Hänsele und in Rottweil die klassischen Narrenkleidle wie Gschell und Federahannes.
Auch Dunningen, Wellendingen, Schramberg, Villingen‑Schwenningen und viele weitere Orte der Region tragen mit eigenen Figuren, Umzügen und Bällen zu einer vielfältigen Fastnachtslandschaft bei.
Info: Wichtige Kontakte und Links
- Narrenzunft Rottweil: www.narrenzunft-rottweil.de
- Tourist‑Information Rottweil: www.tourismus-rottweil.de
- Schramberg / Da‑Bach‑na‑Fahrt: bach-na-fahrt.de
- Schwarzwald Tourismus, Übersicht Fastnachtsveranstaltungen: www.schwarzwald-tourismus.info
Aktuelle Hinweise zu Sperrungen, Sicherheitsauflagen und etwaigen kurzfristigen Programmänderungen veröffentlichen die jeweiligen Narrenzünfte und Tourismusbüros auf ihren Websites und in den sozialen Medien.
Text: Redaktion NRWZ | Stand: Januar 2026


