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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Heck­ler und Koch: Bera­tung über Auf­sichts­rats­ver­gü­tung

Heckler und Koch: Beratung über Aufsichtsratsvergütung

Ein­la­dung zur außer­or­dent­li­chen Haupt­ver­samm­lung /Kritische Aktio­nä­re: Wo bleibt die Trans­pa­renz?

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Obern­dorf –  Der – wohl immer noch – Mehr­heits­ak­tio­när bei Heck­ler und Koch, Andre­as Heeschen hat die Ein­be­ru­fung einer außer­or­dent­li­chen Haupt­ver­samm­lung bean­tragt. Die­se soll am 19. Dezem­ber um 9 Uhr im  „Bad­haus“ in Rott­weil statt­fin­den. Bis­her ist nur ein ein­zi­ger Tages­ord­nungs­punkt geplant: Ver­gü­tung des Auf­sichts­rats.

„Aus Grün­den der Rechts­klar­heit und Trans­pa­renz soll die Gesamt­ver­gü­tung als Ver­gü­tung im Auf­sichts­rat der H&K AG fest­ge­legt wer­den“, for­dert Heeschen. Dabei sol­len die Ver­gü­tun­gen für die Wahr­neh­mung ver­gleich­ba­rer Auf­ga­ben in Toch­ter­un­ter­neh­men ange­rech­net wer­den. „Eine Erhö­hung der Ver­gü­tung sei mit der vor­ge­schla­ge­nen Beschluss­fas­sung aus Kon­zern­sicht inso­weit nicht ver­bun­den“, heißt es in der Ein­la­dung. Nach Heeschens Vor­stel­lun­gen sol­len die Auf­sichts­rä­te 50.0000 Euro, der Vor­sit­zen­de 100.000 und sein Stell­ver­tre­ter 87.500 Euro pro Jahr erhal­ten.

Kritische Aktionäre: Tagesordnung erweitern

Kaum war die Ein­la­dung auf dem Tisch, hat sich für die „Kri­ti­schen Aktio­nä­re“ bei Heck­ler und Koch Jür­gen Gräss­lin gemel­det: Sie for­der­ten Heeschen als Haupt­ge­sell­schaf­ter nach­drück­lich auf, „die Tages­ord­nung um die bei­den zen­tra­len Punk­te der ‚Offen­le­gung der wah­ren Besitz­ver­hält­nis­se‘ und der ‚Klä­rung eines mög­li­chen Unter­neh­mens­ver­kaufs‘ zu erwei­tern“.

Wie berich­tet, prüft das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um den mög­li­chen Unter­neh­mens­ver­kauf  von Heck­ler und Koch. Der Bun­des­nach­rich­ten­dienst unter­su­che im Auf­trag des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums, ob der füh­ren­de deut­sche Klein­waf­fen­her­stel­ler und ‑expor­teur an „dubio­se Kauf­in­ter­es­sen­ten in der Kari­bik“ ver­kauft wer­den sol­le, so Gräss­lin.

Nur wenn die Haupt­ver­samm­lung dar­über unter­rich­tet wer­de, „kön­nen wir Mit­be­sit­zer der Heck­ler & Koch AG auch das gesam­te Besitz‑, Finanz‑, Ver­­­kaufs- und Geschäfts­de­sas­ter gemein­sam mit Vor­stand und Auf­sichts­rat erör­tern und auf der Haupt­ver­samm­lung die drin­gend not­wen­di­gen Maß­nah­men des Umsteu­erns ein­for­dern.“

Doch anders als zu erwar­ten gewe­sen wäre, fän­den sich in der Tages­ord­nung der außer­or­dent­li­chen Haupt­ver­samm­lung „kei­ner­lei Hin­wei­se auf die­se für Aktio­nä­re, Mit­ar­bei­ter, Betriebs­rat und die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit abso­lut rele­van­ten Fra­ge­stel­lun­gen“, bekla­gen die kri­ti­schen Aktio­nä­re. Sie kün­di­gen an, dass sie am 19. Dezem­ber aktiv an der außer­or­dent­li­chen Haupt­ver­samm­lung teil­neh­men, Gegen­an­trä­ge stel­len und ihr Fra­ge­recht umfas­send nut­zen wer­den.

 

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