Dienstag, 16. April 2024

Mehr Gemeinsinn statt Fixierung auf „Gewinner“

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Der überhitzte Konkurrenz-Individualismus unserer Tage zersetzt die Gesellschaft und untergräbt die Demokratie. Diese alarmierende These vertritt in einer jüngst erschienenen Streitschrift der aus Rottweil stammende Martin Hecht, Sohn des früheren Stadtarchivars Winfried Hecht. Im Gespräch mit der NRWZ erläutert der promovierte Politologe, der unter anderem für Die ZEIT und DER SPIEGEL schreibt, wie er zu dieser brisanten Einschätzung kommt – und welche Auswege es aus seiner Sicht gibt.

NRWZ: Martin Hecht, Sie stellen in Ihrem Buch eine weit verbreitete unfreiwillige Einsamkeit fest und beschreiben diese als Gefühl von Nicht-Zugehörigkeit, Schutzlosigkeit, Verlassenheit – letztlich Leere. Woran machen Sie das fest? Wir haben doch unendlich viele „Freunde“ auf Facebook, Instagram und Co.

Martin Hecht: Bei der Einsamkeit, von der ich spreche, geht es nicht um Einsamkeits-situationen, die jeden Menschen ereilen können, etwa weil einen die Liebsten verlassen oder weil sie sterben. Das gehört zum Menschsein – dem entkommen wir alle nicht.

Was ich beschrieben habe, ist ein Einsamkeitsphänomen, das mit der Moderne zu tun hat, also mit der Art und Weise, wie wir uns seit der Renaissance individualisieren. Die kürzeste Formel, auf die man es bringen kann, ist: Je mehr sich der Einzelne entdeckt, entfaltet und verwirklicht, je stärker er seine Ich-Identität in den Vordergrund rückt, umso schwächer werden Wir-Identitäten, wird die Einbindung in Gemeinschaft.

Und mit dieser Entwicklung sind wir aus meiner Sicht in der Gegenwart an einem schwierigen Punkt angekommen: Wir drehen uns alle immer mehr um uns selber, investieren enorm in unsere Alleinstellungsmerkmale und deswegen geht der soziale Kitt verloren. Mir geht es um diese strukturelle Einsamkeit – eine, die alle betrifft, nicht nur die Unglücklichen dieser Welt. Das ist das Thema meines Buchs.

NRWZ: Wenn man es in den großen Horizont einordnet, den Sie ja selber beginnend mit Renaissance und Humanismus aufmachen, könnte man auch sagen: Das Heraustreten aus Normen und Zwängen, aus rigider Sozialkontrolle, ist doch ein Fortschritt. Oder ist das für Sie, wie es der damalige CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sinngemäß zuspitzte, „rot-grün-versiffter 68er-Mist“?

Martin Hecht: Nein, ich bin absolut ein Fan von Individualismus, wenn Menschen ihren eigenen Weg suchen können! Das ist eine gewaltige Bereicherung, eine Befreiung. Ich bin nicht für neue Zwangseingliederungen etwa in neue „Volksgemeinschaften“. Das wäre ganz gruselig, das hatten wir mehrfach, zum Beispiel bei den Nazis. Die Freiheit, die wir gewinnen, stellt aus meiner Sicht ein hohes Gut dar. Das Problem ist nur: Die Freiheit ist ambivalent. Sie ist erkauft mit einer gewissen sozialen Kälte. Der Preis, den wir für Autonomie und selbständiges Handeln zahlen, ist, dass wir aus sozialen Zusammenhängen herausfallen. Für die „Begabten“ ist das vielleicht vorteilhaft, die dann ungebunden ihr Ding machen können. Manche kommen damit aber nicht zurecht, sind überfordert und vor allem: Der Gemeinsinn bleibt immer mehr auf der Strecke.

Ich glaube übrigens, dass das Problem gar nicht im Individualismus liegt, sondern in der Form, wie er sich entwickelt hat.

NRWZ: Wie meinen Sie das?

Martin Hecht: Ich denke, Individualismus heute bedeutet im Kern oft geradezu Anpassung: Statt sich selber zu entwickeln, orientieren sich viele an gesellschaftlichen Vorgaben, wie Individualismus auszusehen habe. Sie staffieren sich mit Statussymbolen aus, versuchen einen prestigeträchtigen Lebenslauf hinzulegen, optimieren sich rund um die Uhr. In diesem Streben, das über die modernen Medien als immenser Druck kommuniziert wird, entsteht eine Isolation, weil es nur noch darum geht: Wo stehe ich im Ranking, im Vergleich zu andern? Und wie komme ich möglichst weit nach vorne? Ziel ist, zu den Gewinnern der Gesellschaft zu gehören, aber ja nicht zu den Losern. Das ist das Problem des fehlgeleiteten Individualismus.

NRWZ: Als ein Symptom der Malaise nennen Sie Heimatlosigkeit, nicht verwurzelt zu sein, sich nicht verorten zu können. Wie ist das bei Ihnen? Sie sind in Rottweil aufgewachsen – ist die Stadt für Sie?

Martin Hecht: Zunächst einmal: mir geht es in meinem Buch nicht so sehr um Heimatlosigkeit, sondern um den Verlust von sozialem Zusammenhalt und Empathie in der modernen Gesellschaft. Was mich betrifft:  In Rottweil bin ich aufgewachsen, Rottweil ist natürlich meine Heimat, so wie jeder Mensch eine Kinder-Heimat hat – da, wo man herkommt, man Vertrautheit empfindet, wo man seine Primärerfahrungen macht, die emotional stark verankert sind. Später in meinem Leben habe ich mich andernorts neu verwurzelt – wie viele andere auch.

Ich glaube, dass der alte Heimatbegriff nicht mehr so funktioniert, dass wir an einem Ort geboren werden und an dem auch sterben. Im Rahmen meines Buches beschäftigt mich eher die Frage: Wie kann man mit dem großen strukturellen Heimatverlust umgehen, der jeden betrifft? Was kann man tut, um das Wir-Gefühl in der Gesellschaft zu stärken?

NRWZ: Wo sehen Sie da Möglichkeiten?

Martin Hecht: Es gibt viele gute Ansätze heimatliche Identität zu stärken – vom Mitmachen im Sportverein, in Bürgerinitiativen bis dahin, ein Bewusstsein etwa für die eigene Geschichte zu entwickeln oder auch die kulturellen Eigenheiten. Das ist sicher richtig und mir ein Anliegen. Der innere Kreis von Heimat hat sich in der Moderne allerdings verändert. Heimat kann man nicht räumlich ein- für allemal verorten. Deshalb bin ich auch skeptisch, was ein „Heimatministerium“ bewirken soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Einrichtung wirklich das, was Heimat meint, zurückbringen kann. Heimat meint auch die Fähigkeit, neu Wurzeln zu schlagen, wenn man es denn will. Heimat meint im Kern, wie man sich einrichtet in der Welt: Wo man eine Familie aufbaut, wo man sich einbringt und wo nicht, wo man Freundschaften pflegt und wo nicht.

NRWZ: Sie schreiben, dass auch dieser soziale Nahbereich dem aktuellen Individualismus zum Opfer fällt: Selbst Freundschaft und Liebe werden Nutzenerwägungen und Vorteils-Logiken unterworfen. Ist Heimat da nicht eine romantische Rückprojektion, zu einem Zustand, den man als gut und unbeschädigt verklärt?

Martin Hecht: Das kann sein. Meine Beobachtung ist aber tatsächlich, dass viele Menschen immer mehr Zeit darauf verwenden, ihre ökonomische Bilanz zu optimieren – auch im zwischenmenschlichen Bereich. Was nicht der Perfektionierung dient, fällt oft hinten runter. Die romantische Idee, die es mal gab, dass Freundschaft zweckfrei sei, tritt in den Hintergrund. Zugleich lässt sich zeigen, dass es unter dem Stichwort „Networking“ immer mehr Freundschaften gibt, die strenggenommen gar keine sind. Die Pflege von Beziehungen unter dem Gesichtspunkt: Wen kann ich wo und wann nochmals für meine Karriere brauchen? Wer kann mir irgendwann einen Vorteil verschaffen? Ja, das kapitalistische Denken in Beziehungen setzt sich immer mehr durch. Die Soziologin Eva Illouz hat etwa gezeigt, dass selbst bei Partnerschaftserwägungen eindeutig kapitalistische Kriterien immer mehr eine gewichtige Rolle spielen. Die neoliberale Moderne setzt also auch den engsten Beziehungen zu.

NRWZ: Den aktuellsten Punkt in diesen Dynamiken sehen Sie in der Internet-Individualisierung: Ein Kampf um Aufmerksamkeit, um Plätze ganz vorne in den Rankings. In dieser Logik von Sichtbarkeit und Markenbildung ordnen Sie auch den sehr großen Turm von Rottweil ein. Wie passt der da rein?

Martin Hecht: Der Turm taucht in dem Kapitel auf, in dem ich über die Provinz schreibe. Ich glaube, dass wir in einer Welt leben, in der immer mehr aussortiert wird: Wo sind die Hotspots, die Metropolen – und wo ist umgekehrt die Provinz, das Hinterland, wo eben nicht der Takt angegeben wird? Der Drang zu den Gewinnern zu gehören, drückt sich auch im Wohnort und im Quartier aus: Da ist es angesagt – wie komme ich dahin?

Der Turm kommt da vor, weil er sich einreiht in die typischen psychologischen Reaktionsmuster auf diesen Profilierungsdruck, die ich in der Provinz häufig beobachte: Die Provinz fühlt sich abgehängt – und protestiert. Sie will zeigen: Wir haben auch etwas zu bieten, wir sind auch etwas Besonderes, wir verdienen auch Aufmerksamkeit. Zu meinem Leidwesen geschieht das oft durch Events – laut, grell, schrill: man will wahrgenommen werden. Das Mittel sind nicht selten XXL-Formen: eine Jagd nach Superlativen.

Mir kam der Turm wie ein Symbol vor: Er ist für mich ein Leuchtturm, der ein Notsignal aussendet in die Welt, dass man auch das vermeintlich Rückständige in all seiner Schönheit sehen soll. Er ist wie ein Finger, der sich in den Himmel reckt und sagt: „Hallo! Wie sind auch noch da!“

Das ist aber aus meiner Sicht gar nicht notwendig. Denn die Provinz hat ja unheimlich viele wertvolle Dinge bewahrt, von denen Großstädter nur träumen: Nachbarschaftlichkeit, Bürgerlichkeit, Überschaubarkeit, Naturanbindung – vieles, was schlicht Lebensqualität ausmacht – nur die, die in der Provinz leben, merken es oft gar nicht.

Dieses Reaktionsmuster lässt sich auch auf das Individuum übertragen: Alle, die sich abgehängt fühlen, wollen wieder soziale Anerkennung bekommen. Und das macht man, indem man sich lautstark bemerkbar macht: Indem man sich etwas Prestigeträchtiges kauft, um in den sozialen Vergleichen möglichst weit nach oben zu rücken, frei nach dem Motto: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot!“ Es ist gar nicht so, wie man noch vor zwanzig Jahren gemeint hat, dass die materiellen Statussymbole abnehmen. Dicke Autos, dicke Uhren, schicke Küchen – all das ist wichtiger denn je – dazu der passende Life Style.

NRWZ: Sie führen diesen Beobachtungen aber noch einen Schritt weiter, indem Sie sagen: Diese Individualisierungsspirale wird zu einer Gefahr für die Demokratie. Wann wird das, was Sie als radikales Ich bezeichnen, zu einer Gefahr für das Gemeinwesen?

Martin Hecht: Das ist vielleicht der größte Bogen, den man da schlagen kann: Ich glaube, dass dieser Run um die wenigen Plätze ganz vorne sich im Internet-Zeitalter zugespitzt hat. Das Internet ist eine Vergleichs-Maschine. Und für viele die einzige Quelle, um Anerkennung zu bekommen – deswegen wird da reininvestiert. Aber die Realerfahrung ist, dass es immer einen gibt, der noch weiter vorne rangiert. Das heißt, wir investieren immer mehr, erringen aber nicht die Triumphe, die dieses Leben verspricht – und verbittern deshalb.

Das hat schon der französische Philosoph Alexis de Tocqueville im 19. Jahrhundert in den USA beobachtet: Dass die Demokratie viele Wünsche weckt, diese aber nicht unbedingt befriedigen kann.

Wenn Menschen aber das Gefühl haben, dass ihnen etwas versprochen wird, das sie dann aber nicht bekommen, fühlen sie sich betrogen und abgehängt. Dabei entsteht Frust und der muss raus. Er entlädt sich in Wutbürger-Phänomenen, in der Wahl populistischer Parteien oder in der Gegnerschaft gegen das ganze politische System. Das ist, was wir derzeit überall erleben.

NRWZ: Wo liegt Ihr Gegenentwurf zu diesem aktuellen Individualismus-Konzept?

Martin Hecht: Ich denke, es gilt, den Individualismus neu zu denken und ein neues Bewusstsein zu schaffen. Ich beschreibe das mit dem Begriff „Eigensinn“. Damit meine ich nicht wie im Fußball, dass jemand nicht abspielt und keinen Mannschaftssinn hat. Eigensinn meint vielmehr, dass man wirklich dem folgt, was in einem schlummert, was die eigenen Anlagen und Begabungen sind, den eigenen Wünschen und Ideen. Dass man diese eigene Persönlichkeit auch zeigt – und nicht alles durch den Filter presst: Wie komme ich gut an, wie bin ich maximal geschmeidig?

Ich plädiere dafür zu sagen: Mein Weg ist mir wichtiger, als die Frage, wie ich bei anderen ankomme. Wenn Individualismus wieder mehr so verstanden wird, entsteht nämlich etwas Interessantes, das sich nur auf den ersten Blick paradox anhört: Wenn es viele in diesem Sinn wohlverstandene Eigensinnige gibt, haben wir mit einem Schlag mehr Empathie in der Gesellschaft. Der Soziologe Axel Honneth spricht hier von „sozialer Freiheit“: Er meint, dass man Freiheit nicht nur in der individuellen Verwirklichung sieht, sondern auch in ihrem sozialen Bezug. Dass Menschen sich gegenseitig Freiheit gewähren und in ihrem gegenseitigen Verantwortungsgefühl und im Sichhelfen eine höhere Qualität von Freiheit erleben, ja echte Freiheit erst realisieren. Dann kommen wir in eine Gesellschaft, die viel mehr Mitgefühl und Solidarität hat. Letztlich, glaube ich, widerspricht sich beides gar nicht: den eigenen Individualismus auszuleben muss nicht zu Lasten der Gemeinschaft gehen. Richtig verstanden kommt er allen zugute.

NRWZ: Haben Sie ein Beispiel, wie so etwas konkret aussehen kann?

Martin Hecht: Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich mit den Menschen am besten auskomme, die mir irgendwann auch zeigen, wer sie sind. Die sich nicht nur als die Erfolgreichen, Geschmeidigen darstellen. Und dass ich dann empathisch werde, dass man sich näherkommt und persönlicher austauscht. Ich denke, was ich hier im Kleinen beobachte ist etwas, das man auch auf größere Kontexte übertragen kann.

Übrigens möchte ich auch nicht falsch verstanden werden: Mein Ziel ist nicht, dass alle Menschen Freunde werden. Die berühmte Distanz hat auch etwas Gutes. Man kann sich aussuchen, mit wem man in einen solchen authentischen Austausch treten will – und mit wem lieber nicht.

Mir geht es im Kern um Folgendes: Wenn man ein Bewusstsein dafür schafft, dass es nicht nur ums Gewinnen geht, sondern, dass es auch die andere Seite gibt, wenn das gesellschaftliche Klima durch einen anderen Begriff von Individualismus lockerer wird, dann entsteht ganz automatisch mehr Gemeinschaft. Davon bin ich überzeugt. Dieses Bewusstsein zu schaffen, setzt in vielen Feldern an: In der Pädagogik, in den Schulen, in den Familien, im Freundeskreis, aber auch in der öffentlichen Diskussion, wenn man sich nicht nur vor den Rating-Stars verneigt.

NRWZ: Das klingt nach einer Entschärfungs-Strategie. Aber wie kommen Sie da weiter, zu einer Idee von Gemeinwohl? Wenn Sie mit dem großen Begriff Demokratie argumentieren, muss es ja auch einen orientierenden Rahmen, eine Vorstellung von Werten geben.

Martin Hecht: Da greift ein weiterer Begriff, den ich in meinem Buch stark zu machen versuche: Werte-Achtsamkeit. Ich denke, dass unsere Demokratie gefährdet ist und frage mich: Braucht es immer wieder Krisen oder Katastrophen wie den Zweiten Weltkrieg, um froh zu sein über unsere Demokratie? Ich hoffe nicht und halte dem entgegen: Man muss ein Bewusstsein für unsere Demokratie schaffen und sie – bei allen Defiziten, die es gibt – wertschätzen und verteidigen! Aber so ein Denken wird erst dann um sich greifen, wenn wir die Überhol-Gesellschaft überwinden, in der es nur darum geht, wer am meisten Kohle macht und wer sich am Lebensende den dicksten Bungalow auf den Berg gestellt hat. Es hört sich vielleicht schlicht an, aber das Zurückfahren der Wettbewerbs-Ideologie bringt automatisch mehr Gemeinsinn. Dazu gehört aber nicht nur der Appell ans kollektive Bewusstsein, sondern auch eine andere Art der Politik. Eine Politik, die die kapitalistische Konkurrenz nicht noch befeuert, sondern zu mehr soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und letztlich zu mehr Kooperation führt.  

Mein Eindruck ist, dass sich derzeit viel in diese Richtung bewegt, das stimmt mich hoffnungsvoll. Ich hoffe, der radikale Wettbewerb läuft sich irgendwann auch mal tot. Menschen werden entdecken, dass zu einem wertvollen Leben nicht allein die Spirale aus Konsum und Kommerz gehört, sondern, dass es auch etwas Anderes gibt: Respekt und Achtung voreinander unabhängig vom Kontostand, Wertschätzung und Humanität, echte Freiheit und Lebensfreude.

Die Fragen stellte NRWZ-Redakteur Andreas Linsenmann. Info: Martin Hechts Streitschrift „Die Einsamkeit des modernen Menschen. Wie das radikale Ich die Demokratie bedroht“ (ISBN: 978-3-8012-7032-2, 203 Seiten), ist im Bonner Dietz-Verlag erschienen und kostet 18 Euro.

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