Start Schram­berg Mes­ser­at­ta­cke vor Gericht

Messerattacke vor Gericht

Ange­klag­ter mög­li­cher­wei­se ver­min­dert schuld­fä­hig

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SCHRAMBERG – Am Frei­tag beginnt die juris­ti­sche Auf­ar­bei­tung des Mes­ser­an­griffs auf den Schram­ber­ger Stadt­käm­me­rer. Am 20. März hat­te laut Ankla­ge ein heu­te 26-Jäh­­ri­ger im Rat­haus den Käm­me­rer mit einem Mes­ser schwer ver­letzt. Kurz nach der Tat hat­te die Poli­zei den Mann im Park der Zei­ten fest­ge­nom­men.

Laut einer Pres­se­mit­tei­lung des Land­ge­richts Rott­weil muss er sich wegen ver­such­ten Tot­schlags in Tat­ein­heit mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und Ver­sto­ßes gegen das Waf­fen­ge­setz ver­ant­wor­ten.

Die 1. Schwur­ge­richts­kam­mer ver­han­delt ab Frei­tag, 22. Novem­ber, 9 Uhr im Land­ge­richt Rott­weil. Laut Ankla­ge­schrift „wur­de die Tat mög­li­cher­wei­se im Zustand der ver­min­der­ten Schuld­fä­hig­keit began­gen, denn der Ange­klag­te lei­det an einer anhal­ten­den wahn­haf­ten Stö­rung“, so der Vor­sit­zen­de Rich­ter Dr. Tho­mas Gei­ger.

Der Ange­klag­te befin­det sich seit 21. März in Unter­su­chungs­haft, seit 25. Juni im Jus­tiz­voll­zugs­kran­ken­haus Hohen­asperg.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Ange­klag­ten vor, im Rat­haus in Schram­berg einen dort täti­gen Mit­ar­bei­ter mit einem But­­ter­fly-Mes­­ser ange­grif­fen und lebens­be­droh­lich ver­letzt zu haben, wobei er den Tod des Bediens­te­ten in Kauf genom­men habe. Weil But­­ter­fly-Mes­­ser ver­bo­ten sind, muss er sich auch wegen uner­laub­ten Waf­fen­be­sit­zes ver­ant­wor­ten. Der schwer ver­letz­te Käm­me­rer über­leb­te die Atta­cke dank des beson­ne­nen Ein­sat­zes von Erst­hel­fern und einer Not­ope­ra­ti­on.

Für den Pro­zess hat das Gericht drei Zeu­gen und zwei Sach­ver­stän­di­ge gela­den. Fort­set­zungs­ter­mi­ne sind am 25. Novem­ber, am 6., 12. und 16. Dezem­ber.

 

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