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Samstag, 7. Dezember 2019
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Rottweil will ein Lärmschutzdisplay

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Dis­plays für die gefah­re­ne Geschwin­dig­keit sind all­seits bekannt. So etwas gibt es auch für Lärm. Die Stadt­ver­wal­tung möch­te ein sol­ches Gerät beschaf­fen, die Grü­nen haben’s bean­tragt. Das Dis­play soll gegen Poser hel­fen. Eini­ge Stadt­rä­te bezwei­feln das.

Die Kos­ten: 16.000 Euro, ”das Gerät ist rela­tiv hoch­wer­tig.” So stell­te es Fach­be­reichs­lei­ter Bernd Pfaff am Mitt­woch dem Gemein­de­rats­aus­schuss vor. Er hat­te die Stadt­rä­te dar­um gebe­ten, eines beschaf­fen zu dür­fen.

Er kün­dig­te zudem an, dass es einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro geben wer­de.

Das Gerät macht laut Pfaff kei­ne Fotos, kann ”den Ver­ur­sa­cher nicht ding­fest machen”, wie Stadt­rä­tin Elke Rei­chen­bach (FFR) anmerk­te.

Das Dis­play soll Auto- und Motor­rad­fah­rer dar­auf auf­merk­sam machen, dass sie zu laut sind. So will die Stadt­ver­wal­tung gegen Fah­rer vor­ge­hen, die aus Spaß Krach machen. Die Zwi­schen­sprints ein­le­gen oder den Motor auf­heu­len las­sen.

Eini­ge Stadt­rä­te äußer­ten die Befürch­tung, dass das Gerät auch einen Wett­be­werb aus­lö­sen kön­ne. Dass es dar­um gehen kön­ne, wer den höchs­ten Wert errei­che. Das gäben die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen nicht her, so Pfaff.

CDU-Spre­cher Gün­ter Pos­selt äußer­te ”gro­ße Beden­ken”, dass die Lärm­ta­fel für eine Ver­bes­se­rung füh­re. ”Aus ihr lässt sich kein Buß­geld­be­scheid ablei­ten”, sag­te der Rechts­an­walt. ”Wir wer­den hören müs­sen, was die Nach­barn dazu sagen, wenn sie eine sol­che Lärm­schutz­ta­fel vor der Haus­tür hän­gen haben.”

Ein Beschluss wur­de nicht gefasst. Der Fach­be­reichs­lei­ter wird aus der Sit­zung aber mit­ge­nom­men haben, dass er ein sol­ches Lärm­schutzsdis­play wird beschaf­fen kön­nen. Es soll in der Innen­stadt auf­ge­hängt wer­den.

 

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