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Sonntag, 8. Dezember 2019
Start Regi­on Rott­weil VSti­val: 30 Bands am Start – für jeden Geschmack etwas dabei

VStival: 30 Bands am Start – für jeden Geschmack etwas dabei

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Drei Tage ging das ers­te VSti­val, und im Gro­ßen und Gan­zen kön­nen die Ver­an­stal­ter sehr zufrie­den sein: Ließ der Andrang am Don­ners­tag, dem Hip-Hop-Tag, noch zu wün­schen übrig, war die Neckar­hal­le in VS-Schwen­­nin­­gen am Frei­tag voll mit jun­gen und nicht mehr ganz so jun­gen Metal-Fans, dazu floss das Bier in Strö­men. Am Sams­tag wie­der­um gab es eine bun­te Mischung aus Indie-Pop, Indie-Rock, Alter­na­ti­ve und Reg­gae, der nicht ganz so viel Fans anlock­te.

Zunächst star­te­ten am Don­ners­tag regio­na­le Rap­per wie A.S. Samed und RapS­qua­dO­ne aus Vil­lin­gen oder GALV aus Rott­weil. Die High­lights waren dann Neon­schwarz, lin­ke Hip-Hop­per aus Ham­burg mit ihrem Ban­ner ”Capi­ta­lism kills our future” und Regen­bo­gen­fah­ne, dann The But­cher Sis­ters aus Mannheim/Ludwigshafen in prol­li­gen Jog­ging­an­zü­gen samt Gold­kett­chen und schließ­lich Head­line­rin Nura, deren Fans noch sehr jung sind, den­noch zün­de­te sich die Ber­li­ne­rin auf der Büh­ne einen Joint an und mach­te sich über das Can­na­bis­ver­bot lus­tig.

Der Frei­tag war schwarz­ge­klei­det, lang­haa­rig und bier­se­lig. Mit Grizz­ly und ihrem Hea­vy-Pop-Punk, mit 8kids, die aber nur zu dritt sind und Post-Har­d­­core bie­ten, mit Annis­o­kay und Post-Har­d­­core/Al­­ter­­na­­ti­­ve-Rock, dazu gab´s Rise of the North­star aus Paris, die mit japa­ni­schen Ani­­me-Mas­ken auf der Büh­ne Metal-Hard-Core boten und Ze Gran Zeft aus Tou­lon und ihrem außer­ge­wöhn­li­chen Alter­­na­­ti­­ve-Rock. Frei­­tags-Hea­d­­li­­ner waren Emil Bulls, eine Band aus Mün­chen, die mit Alter­­na­­ti­­ve-Metal für Begeis­te­rungs­stür­me und noch mehr Mosh­pits und Walls of Death, also gegen­sei­ti­gem freund­li­chem Rum­schub­sen und Anrem­peln, und damit auch für viel Arbeit bei den Sanis sorg­ten.

Den Sams­tag eröff­ne­ten Wet Jackets, drei Jungs aus Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen, die sich vom gerin­gen Publi­kums­an­drang nicht beir­ren lie­ßen und mit ihren Songs gute Stim­mung in den Saal brach­ten. Lukas and Fri­ends aus Obern­dorf hat­ten deut­sche Songs im Sin­ger-Son­g­wri­­ter-Stil dabei, Meis­ter Chang kom­men aus Balingen und machen Syn­­­thie-Pop-Rock, Vel­vet Two Stri­pes sind drei Frau­en und ein Schlag­zeu­ger, ihre Songs sind rockig und ein­gän­gig.

Ihnen folg­ten Fried­rich Chil­ler aus Dres­den, die ihre Musik Cloud-Pop nen­nen, was sich irgend­wo zwi­schen Fal­co oben auf der Wol­ke und der öster­rei­chi­schen Band Bil­der­buch ein­ord­nen lässt. Hier fin­det man 80er-Refe­­ren­­zen eben­so wie Syn­­­thie-Sounds aus Trap und Cloud-Rap.

Echt öster­rei­chisch sind Steaming Satel­li­tes aus Salz­burg, The Sound Mon­keys sind aus Kon­stanz, hier singt die Drum­me­rin mit Par­ty­hüt­chen auf dem Kopf, und schließ­lich die Leo­ni­den aus Kiel, ver­mut­lich eine der bekann­tes­ten Bands des Abends. Sän­ger Jakob ließ sich ins Publi­kum fal­len, trug die Fri­days for Future-Fah­­ne und brach­te mit sei­nen vier Band­kol­le­gen das begeis­ter­te Publi­kum zum Tan­zen, wäh­rend Gitar­rist Lenn­art sein Instru­ment schon auch mal auf dem Kopf spiel­te.

ok.danke.tschüss sind schon in den Ansa­gen von Front­frau Eva extrem ori­gi­nell, auch ihre Tex­te las­sen bei Deutsch­leh­rern kei­ne Wün­sche offen. Den Abschluss mach­te Patri­ce, der dem jun­gen Fesit­val eine rei­fe Reg­gae-Kro­­ne auf­setz­te.

 

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