Dachstuhlbrand im Rohbau: Großeinsatz für die Feuerwehr Dietingen

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Aus bislang ungeklärter Ursache ist eine Dachgaube eines Rohbaus in Dietingen am Donnerstagabend in Brand geraten. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Mit einem beherzten Innenangriff aber verhinderten Dietinger Einsatzkräfte Schlimmeres. Am Gebälk des Rohbaus entstand ein Schaden in Höhe von rund 60.000 Euro, teilt die Polizei mit. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Update, Olaf Lutzkat, Pressesprecher Gesamtfeuerwehr Dietingen, berichtet wie folgt:

Dachstuhlbrand löst Vollalarm für Gesamtfeuerwehr Dietingen aus

Am frühen Donnerstagabend (14.07.2022) wurde die Gesamtfeuerwehr Dietingen um 18:10 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in die Dietinger Zinkenstraße alarmiert. Anwohner nahmen Brandgeruch wahr und sahen kurze Zeit später aus einem Rohbau im Dachbereich Rauch aufsteigen, was sich binnen Minuten in ein Feuer verwandelte. Unter dem Alarmstichwort „B4 – Vollbrand Dachstuhl“ machten sich alle Feuerwehrabteilungen der Gemeinde Dietingen auf den Weg zum Einsatzort.

Die Abteilungen Dietingen und Irslingen als Erste vor Ort bauten schnell eine Wasserversorgung vom nächstgelegenen Unterflurhydrant auf und starteten sofort mit mehreren Atemschutztrupps einen Innenangriff. Mit Erfolg, wie sich sehr schnell zeigte. Denn bereits nach wenigen Minuten konnte zumindest „Feuer aus“ vermeldet werden.

Die nachrückenden Abteilungen aus Böhringen, Gößlingen und Rotenzimmern stellten weitere Atemschutztrupps bereit und bauten weitere Wasserversorgungen auf. Denn zwischenzeitlich war auch ein kompletter Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil, samt Führungsgruppe am Einsatzort angekommen. Anhand des Alarmstichwortes ist dies im Alarmierungsplan so hinterlegt. Der Einsatzleiter der Dietinger Feuerwehr, Roman Jauch, koordinierte zusammen mit dem Rottweiler Stadtbrandmeister Frank Müller den Einsatz der Rottweiler Kameraden, die auch sogleich die Drehleiter in einer Seitengasse in Stellung brachten. Dank des umsichtigen und schnellen Eingreifens seitens der Dietinger Feuerwehr gelang es nicht nur ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern, sondern auch den Schaden gering zu halten.

Foto: Feuerwehr Dietingen

Um aber sicherstellen zu können, dass sich keine Glutnester mehr im Dach des Rohbaus befinden, wurde vorsorglich nicht nur die Dachhaut, sondern das ganze Dach bis auf die Dachbalken im Brandbereich geöffnet. Mit Kettensägen und Einreißhaken wurde das Dachmaterial, sowie das Brandgut entfernt und auch sogleich mit dem Baukran nach unten zu Nachlöscharbeiten verbracht. Fachhandwerker in Reihen der Dietinger Feuerwehr, darunter auch Dietingens Gesamtkommandant Dominik Weißer, entfernten fachmännisch die Ziegel, die Dachplatten und Lattungen, sowie das Dämmmaterial im Brandbereich. Mit der Wärmebildkamera kontrollierte der Angriffstrupp stets die Wärmeausdehnungen, was immer wieder zu Nachlöscharbeiten führte.

Auch Kreisbrandmeister Nicos Laetsch, als einer der ersten vor Ort, machte sich ein Bild von der Lage und lobte den professionellen und zielstrebigen Einsatz der Dietinger Feuerwehr. Auch er war sich sicher, dass dieses schnelle Eingreifen schlimmeres verhindert hat. Einsatzleiter Roman Jauch lobte ebenfalls den reibungslosen Einsatzverlauf und zeigte sich begeistert, wie schnell die Angriffstrupps mit zwei C-Leitungen die Rauchgrenze im 3. Obergeschoss des Rohbaus erreicht und mit der Brandbekämpfung begonnen haben.

Während des Einsatzes musste noch die Zentrale Feuerwerkstatt des Landkreis Rottweil alarmiert werden. Für den Austausch der Atemschutzgeräte und Sauerstoffflaschen, sowie für den Abtransport des zu reinigenden Schlauchmaterials rückten die Schramberger mit zwei Feuerwehrleuten und einem Einsatzfahrzeug an. Über die Brandursache und die Schadenhöhe am Dach des Rohbaus, welcher am Vortag erst sein Richtfest hatte, lagen bis zum Einsatzende keine Informationen vor. Einsatzende war gegen 21:30 Uhr. Die Polizei Rottweil hat noch am Abend die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, die am Folgetag von der Kriminalpolizei weitergeführt wird.

Im Einsatz war die Dietinger Gesamtfeuerwehr mit 60 Einsatzkräften auf sechs Einsatzfahrzeugen, die Freiwillige Feuerwehr Rottweil mit 23 Einsatzkräften ebenfalls auf sechs Einsatzfahrzeugen, das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen, sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Hans-Christian Geiß, Kreisfeuerwehrpressesprecher Sven Haberer aus Villingendorf und die Polizei Rottweil mit 4 Beamten und zwei Streifenwagen.

Unser ursprünglicher Bericht: Aus dem Dach des Rohbaus in der Ortsmitte drang zunächst Rauch, dann schlugen Flammen heraus. Ein Entstehungsbrand, nicht mehr lange, dann würde der Dachstuhl in Flammen stehen. Zunächst waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Dietingen mit einem Löschfahrzeug vor Ort – und griffen sofort an. Über das Gebäudeinnere rauf zum Dachgeschoss, Schlauchleitung legend, unter Atemschutz. Rasch brachten sie das Feuer auf diese Weise unter Kontrolle.


Unterdessen rückte zur Unterstützung der Einsatzarbeiten die Drehleiter aus Rottweil an und wurde in Stellung gebracht. Auch vor Ort, die Führungsgruppe der Feuerwehr, die den Kommandanten unterstützt. In diesem Fall Dominik Weißer, Gesamtkommandant der Feuerwehr Dietingen Roman Jauch. Diese war im Vollalarm, wie Feuerwehrsprecher Sven Haberer berichtete, alle verfügbaren Kräfte eilten zur Brandstelle. Auch Kreisbrandmeister Nicos Laetsch war vor Ort, um den als Dachstuhlbrand gemeldeten Einsatz zu begleiten.

Nachdem der eigentliche Brand gelöscht war, öffneten die Einsatzkräfte noch teilweise die Dachhaut, um, so Haberer, mögliche Glutnester freizulegen. Danach begannen bereits die Nachlöscharbeiten.

Das Rote Kreuz entsandte einen Rettungswagen und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Hans-Christian Geiß. Der Rettungswagen blieb vor Ort, um die unter Atemschutz arbeitenden Kräfte der Feuerwehr abzusichern.

Der Grund für den Brandausbruch und die Höhe des Sachschadens sind noch unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im September 2021 hatte ein Feuer im Nachbarhaus des Neubaus einen Schaden in Höhe von 150.000 Euro verursacht.

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