Gerald Kramer: Milliarden bewegt – aber kein Dagobert

Abschied vom Kreistag

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Stehender Beifall für Gerald Kramer: Am Montagnachmittag wurde der langjährige Kreis-Kämmerer am Ende der letzten Kreistagssitzung mit seiner Beteiligung verabschiedet.

Rottweil – „Wir hätten Sie auch gern noch länger behalten“, sagte Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel zu Beginn seiner Würdigung des seit Februar 65-Jährigen. Aber wenn er sich die Arbeitszeit-Zettel Kramers anschaue, dann könne man meinen, er sie schon älter, als in der Geburtsurkunde stehe – so viele Arbeitsstunden seien zusammengekommen.

Kramer erhielt seine Ausbildung als Inspektorenanwärter in Dietingen, wechselte dann zum Landratsamt Rottweil, bis er 1981 sein Studium an der Verwaltungs-Fachhochschule in Kehl begann. Danach wechselte er wieder ans Landratsamt Rottweil, wo er in mehreren Fachgebieten eingesetzt wurde. Zehn Jahre lang war er im Baurechtsamt für Baugenehmigungen zuständig, dann befördert zum Sachgebietsleiter Schul- und Bauverwaltung.

Zu den Finanzen zog es ihn 2005, erst als stellvertretender Kreiskämmerer. Dann, er war zwischenzeitlich wieder bei Schulen und Straßen gelandet, wurde die Stelle des Kämmerers frei, und Kramer bewarb sich Mit einem starken Mitbewerber: Wie Landrat Michel berichtete, musste das Los zwischen beiden entscheiden. Es habe den richtigen getroffen, fand er – aber der Kreis hätte am liebsten beide behalten. Kramer habe in diesen 18 Jahren ein „Milliarden-Volumen“ bewegt, lobte Michel.

Es folgte ein langer Applaus der Kreisräte und –innen im Stehen.

„Es war herausfordernd, aber es hat Spaß gemacht“, sagte Kramer. Kreisrat Dr. Aden habe einmal gesagt, „Dagobert Duck sitzt auf dem Geld“. Aber: „Ich habe in den Spiegel geblickt und festgestellt: Mich kann er nicht meinen“, merkte Kramer an.

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NRWZ-Redaktion
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