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Samstag, 8. August 2020
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    Palettendiebstahl in großem Stil in Deißlingen: einer wird freigesprochen, der andere verknackt (NRWZ.de+)

    Es geht um den Diebstahl von Euro- und anderen Paletten im großen Stil. Tausende waren im Sommer vergangenen Jahres bei einer Spedition mit Niederlassung in Deißlingen verschwunden. Die Täter: Angestellte eines Subunternehmens. Mittels einer Videoaufnahme kam man ihnen auf die Schliche. Einer von ihnen ist am Montag vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er will sich dagegen wehren. Der andere erreichte seinen Freispruch.

    Rechnen kann er. Das seien jetzt 8000 Euro Strafe, stellte er nach dem Urteilsspruch fest. Und tatsächlich: 140 Tagessätze mal 40 Euro plus 2650 Euro Wertersatz für gestohlene und nicht wieder aufzutreibende Paletten – macht summa summarum 8250 Euro.

    Er, das ist ein Mann namens B. Lange Haare, bullige Gestalt, Tattoo und Brusttasche im Military-Look. Ein Kämpfer. Der 47-Jährige war zunächst einer von zwei Angeklagten. Der andere: 30 Jahre alt, kurze schwarze Haare, Nike-Just-Do-It-T-Shirt, schweigsam. Ein Sportler. Beide zusammen sollen eine Spedition in Deißlingen um 5144 Europaletten aus Holz und 622 Hygienepaletten für Lebensmitteltransporte erleichtert haben. Lastwagenweise soll das Diebesgut vom Hof gerollt sein. Direkt gegen Bares. Auf dem Gebrauchtmarkt bringen Paletten offenbar in der Masse einiges an Geld. Neu kosten sie zwischen 7 und 9 Euro (die aus Holz) sowie 35 bis 40 Euro (die aus Kunststoff), pro Stück.

    Per anonymer E-Mail hatte die Spedition damals immer wieder Hinweise auf die Diebstähle erhalten. Und auch schon bei der monatlichen Bestandsaufnahme, der Inventur, festgestellt, dass unüblich viele Paletten fehlten. Sie versuchten zunächst, den Weg der verlorenen Paletten mittels Software und den vielen Papieren, die beim Anliefern und Ausladen, beim Um- und beim Beladen so anfallen, nachzuvollziehen. Das misslang. Dann legten sie sich tatsächlich zu den möglichen Tatzeiten auf die Lauer – und scheiterten auch damit. Schließlich installierten sie eine Videokamera. Und die zeichnete schön auf, wie die beiden Herrschaften die Paletten auf einen an der Rampe stehenden Lkw rollten.

    Einen Lkw zu beladen – ein völlig normaler Vorgang in einer Speditionshalle. Aber: Der betreffende Laster eines fränkischen Fuhrunternehmens sollte nur Ware bringen. Lebensmittel, auf deren Transport die Firma in Deißlingen spezialisiert ist. Abholen sollte er nichts. One way, nennt man in der Speditionsbranche solche Transporte. Deshalb fiel auch schnell auf: Der Laster war trotzdem beladen worden. Das konnte, das durfte nicht sein. Die Videoaufnahmen zeigten auch, wie sich der ältere der beiden Angeklagten, der Kämpfer, noch versichert hatte, genau diesen Lkw mit Paletten zu beladen. Wohl wissend, dass der gar nicht beladen werden sollte.

    Im Trubel in der Speditionshalle – einer der Beteiligten nannte es einen Ameisenhaufen – fiel das in Echtzeit nicht auf. Aber eben zeitversetzt, mit den Videoaufzeichnungen.

    Die zeigen gerade den jüngeren der beiden, den Sportler, beim Beladen. Er konnte aber vor Gericht und dank seines Rechtsanwalts genügend Zweifel streuen. So habe er den Lkw nur auf Geheiß des Älteren beladen. Der sei schließlich sein Chef gewesen, sein Schichtleiter. Die Folge: Freispruch. Er wird morgen unbelastet zur Arbeit gehen können, ist erneut Lagerhelfer bei einer Spedition in der Gegend.

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    Der andere, der Kämpfer, muss nun büßen. Und das so ganz gegen seinen Willen. Es tappten eh alle im Dunkeln, ließ er sich ein – frei von der Leber weg und unter Verzicht auf einen Rechtsbeistand.

    Es handele sich um ein abgekartetes Spiel, dessen Bauernopfer nun auf der Anklagebank säßen, so der 47-Jährige. Seine Theorie: Die Deißlinger Spedition habe sich von der Logistikfirma, bei der er angestellt war, lösen wollen. Jene, die vor Ort, im Lager, den Umschlag der Waren im Auftrag abwickelte und bei der die beiden Herrschaften, der Sportler und der Kämpfer, jahrelang angestellt gewesen sind. Die weggekommenen Paletten – demnach nur ein Vorwand. Eine Inszenierung, um dann den Vertrag mit dem Logistiker zu lösen.

    Der geführte vermeintliche Beweis, der die Amtsrichterin nicht zu überzeugen vermochte, war auch recht perfide: Der Sub-Logistiker habe ja den Auftrag der Deißlinger Spedition nach den Diebstählen verloren – die eigens dafür vorgetäuscht gewesen seien. Und das Gericht, die Staatsanwaltschaft, die machten alle willig mit.

    Er, ein Dieb? Nein, niemals. Er habe den Auftrag gehabt, den Laster mit Paletten zu beladen, basta. Dafür ließen sich allerdings keinerlei Papiere mehr finden. Erst später ist ein schlampig ausgefülltes Blatt als vermeintlicher Beweis aufgetaucht ist, dass der 47-Jährige den Lkw im Auftrag beladen habe.

    Die Logistikfirma ist nicht nur wegen der Palettendiebstähle zusammengebrochen. Zunächst waren Lebensmittel weggekommen, dann die Paletten. Das bestätigten alle Beteiligten, den Kämpfer einmal ausgenommen, übereinstimmend. Vertreter des Deißlinger Unternehmens ebenso wie der frühere Chef des Subunternehmens. Jener Mann ist nun bei den Deißlingern angestellt, als Schichtführer. Seine Firma – eine von zweien, er besitzt auch noch Anteile am Fuhrunternehmen seines Bruders – ist an dem Auftragsentzug zugrunde gegangen.

    Das hinderte den 47-Jährigen vom Typ Kämpfer aber nicht, mit seinem früheren Chef und jetzt offenkundigen Opfer seiner Diebstähle zu fachsimpeln. Über die jeweils erlittenen Herzinfarkte. Wie der sich so angefühlt hat. Laut vernehmbar für alle Anwesenden im Gerichtssaal während einer Prozesspause beschrieb er seinen. Sein früherer Chef antwortete nur halblaut. Hören wollte das alles eigentlich niemand.

    So ein paar Unzulänglichkeiten wies der Fall dann auch auf. So konnte oder wollte die Polizei offenbar den Verbleib der Paletten nicht aufklären. Dass sie auf den Lkw jener fränkischen Firma verladen worden sind, steht fest. Doch dann verliert sich ihre Spur. Man habe noch versucht, die jeweiligen Fahrer ausfindig zu machen. Die aber seien nicht mehr greifbar, befänden sich wohl wieder in ihrer Heimat, in Rumänien. Der fränkische Spediteur konnte jedenfalls laut Polizei glaubhaft machen, nichts mit den Diebstählen zu tun zu haben.

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    „Ohne die beiden Fahrer war die Tat nicht möglich“, erklärte der Verteidiger des jüngeren Angeklagten, des Sportlers. Und er bemängelte, dass Polizei und Staatsanwaltschaft hier kein Ermittlungsverfahren eingeleitet hätten.

    Alle Fälle des Diebstahls von Euro- und anderen Paletten sind am Montag nicht abgeurteilt worden. Nur die, die die Strafverfolgungsbehörden dank der Spedition auf Video haben. Weil aber der 47-Jährige mehrfach vorbestraft ist – Beleidigung, Nötigung, Körperverletzung und Betrug, er saß auch schon ein paar Monate in Haft -, fiel seine Strafe nicht mehr gering aus.

    Freispruch für den einen, Geldstrafe für den anderen – diesen Urteilsspruch hörte sich der frühere Chef der beiden samt seinem Bruder noch an, dann verließen beide den Saal, ohne die Urteilsbegründung abzuwarten. Sie hatten genug gehört. Vor allem der Chef hatte mehrfach berichtet, dass es ein Schock für ihn gewesen, dass er aus allen Wolken gefallen sei als er erfahren habe, dass seine Angestellten nachweislich klauten. Während die Richterin ihr Urteil begründete, liefen beide schon Seite an Seite draußen Richtung Parkplatz.

    Der eine der beiden, jener, der die Firma verloren hatte, wird vielleicht noch die laut vorgetragenen Anmerkungen des „Kämpfers“ im Ohr gehabt haben – dass sein Herzinfarkt bestimmt von der dauernden Nachtarbeit komme. Die mache einen kaputt. Ja, sicher. Die, und diebische Angestellte.

    Der 47-Jährige vom Typ Kämpfer hat jetzt eine Woche Zeit, Berufung einzulegen. Er hat das schon mal angekündigt. Und dass er sich jetzt einen Anwalt nehmen wolle. Und dass dann die Wahrheit auf den Tisch komme.

     

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