Emil Sänze. Foto: pm

Mit sei­nem Ver­such, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der AfD im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag zu wer­den, ist der Sul­zer AfD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Emil Sän­ze geschei­tert. Die Frak­ti­on habe „bereits im ers­ten Wahl­gang“ den bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den, Bernd Gögel, wie­der­ge­wählt, teilt die Par­tei mit.

Das berich­tet Klaus-Peter Kasch­ke, Pres­se­re­fe­rent der AfD-Frak­ti­on im Land­tag von Baden-Würt­tem­berg, in einem „Com­mu­ni­qué zur tur­nus­mä­ßi­gen Wahl des Vor­stands der Frak­ti­on der AfD im Land­tag von Baden-Würt­tem­berg“ (Com­mu­ni­qué hieß das zwei­te Stu­dio­al­bum der Dire Straits. Die Par­tei meint ggf. ein „Kom­mu­ni­qué” – dies wäre laut Duden eine [regierungs]amtliche Mit­tei­lung bezie­hungs­wei­se eine [amt­li­che] Denk­schrift. Scheint auch nicht zu pas­sen. Viel­leicht han­delt es sich also ein­fach um eine Pres­se­mit­tei­lung, Anm. der Red.). Neben Sän­ze hat­te sich auch Dr. Rai­ner Podes­wa um den Vor­sitz bewor­ben. 

Wie vie­le Stim­men der 20 Abge­ord­ne­ten der „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land” im Land­tag auf die drei Bewer­ber jeweils ent­fie­len, geht aus der Mit­tei­lung nicht her­vor. Die Frak­ti­on habe Sän­ze spä­ter als einen der vier Stell­ver­tre­ter Gögels bestä­tigt, heißt es wei­ter.

Die Wahl­pe­ri­ode des neu­en Vor­stands der Frak­ti­on der AfD im Land­tag von Baden-Würt­tem­berg dau­ert bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode im Früh­jahr 2021“, schließt Kasch­kes Com­mu­ni­qué.

Schweigen über Zusatzbezüge

Über Sän­zes Bezü­ge als stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der geben weder Sän­ze noch Kasch­ke Aus­kunft. die NRWZ hat seit dem Früh­som­mer zahl­rei­che Anfra­gen gestar­tet, die ent­we­der aus­wei­chend beant­wor­tet wur­den oder gänz­lich unbe­ant­wor­tet blie­ben. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de bekom­men vom Land­tag  einen Zuschlag von 125 Pro­zent der Ent­schä­di­gung und einen Zuschlag von 50 Pro­zent auf die Kos­ten­pau­scha­le. Die Zuschlä­ge für die Stell­ver­tre­ter regeln die Frak­tio­nen. Bei den Grü­nen sind das bei­spiels­wei­se 1500 Euro zusätz­lich im Monat.

„Tan­s­pa­renz auf allen Ebe­nen” for­dert Sän­ze auf sei­ner Face­book­sei­te. Nur für ihn gilt das offen­bar nicht.