Gefunden: Suche nach 76-Jährigem in Lauffen endet glücklich

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DEISSLINGEN. Glücklich endete in der Nacht auf Donnerstag die Suche nach einem 76-Jährigen in Deißlingen-Lauffen. Der orientierungslose Senior ist in einem Gebiet zwischen Schwenningen und Deißlingen entdeckt worden. Lebend. Er kam in eine Klinik. Hunderte Helfer und zig Hunde waren an der Suche nach ihm beteiligt.

Update, Donnerstag, 8.15 Uhr: Die Polizei bestätigt die gute Nachricht der Nacht. Während des ganzen Tages hätten intensive Suchmaßnahmen nach dem seit den frühen Morgenstunden vermissten Mann stattgefunden. Bereits am Morgen war zur Suche ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Im Laufe des Tages wurden die polizeilichen Suchmaßnahmen mit dem Einsatz verschiedener Organisationen, darunter Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und Einheiten mit Personensuchhunden, intensiviert. Am späten Abend, gegen 22.30 Uhr, entdeckte die Besatzung eines erneut eingesetzten Polizeihubschraubers den vermissten Mann in einem Waldgebiet südlich von Deißlingen. „Die hinzugezogene Bergwacht konnte den leicht unterkühlten 76-Jährigen dem Rettungsdienst zuführen“, so die Polizei. Von diesem wurde der Mann vorsorglich zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht. „Bei den Suchmaßnahmen waren neben mehreren Polizeistreifen knapp 200 Personen der verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen, zwei Polizeihubschrauber sowie 57 Personensuchhunde eingesetzt“, zählt die Polizei auf, der Rettungsdienst hält die Zahl der Helfer für deutlich höher.

Update, Donnerstag, 1.22 Uhr: Die Suche ist beendet. Wie die NRWZ erfuhr, wurde der Senior, der seit der Nacht auf Mittwoch vermisst worden war, noch in der darauffolgenden Nacht gefunden. Das bestätigte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Häring. Den Mann entdeckte ihm zufolge eine Besatzung eines Polizeihubschraubers dank ihrer Wärmebildkamera. Eine Einheit der Bergwacht war am Boden in der Nähe und konnte den Vermissten mit Unterstützung aus der Luft lokalisieren.

Der Mann war unterkühlt, aber soweit in guter Verfassung, heißt es. Er kam mit dem Rettungsdienst in eine Klinik, berichtete DRK-Mann Häring.

Fast 300 Einsatzkräfte, darunter Polizei, aber auch sehr viele Ehrenamtliche aus den umliegenden Landkreisen, waren an der Suchaktion beteiligt. Außerdem waren insgesamt rund 60 Hunde eingesetzt worden. Die eingesetzten Staffeln kamen aus den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar, Zollernalb, Tübingen und Konstanz. Aus dem Kreis Tuttlingen war die in Spaichingen ansässige Schnelleinsatzgruppe (SEG) eingetroffen. Das THW steuerte ein team aus Tübingen bei, das eine Drohne einsetzte.

Entdeckt hat den Mann eine Hubschrauberbesatzung der Polizei. Diese konnte die Bergwacht an den Fundort dirigieren. Dieser liegt zwischen dem Flugplatz Schwenningen und dem Deißlinger Gewerbegebiet Mittelhardt. Laut Häring zwischen Neckar und Eisenbahngleisen.

Der 76-Jährige hatte am frühen Mittwochmorgen, 02.11.2022, gegen 3 Uhr zu Fuß seine Wohnanschrift in Lauffen mit unbekanntem Ziel und ohne ersichtlichen Grund verlassen, berichtete die Polizei. Der Gesuchte wurde als dement beschrieben, er sei zudem auf Medikamente angewiesen. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in einer hilflosen Lage befindet. Der Vermisste führte weder Bargeld noch ein Mobiltelefon mit sich, so die Polizei.

Diese weitete die Suche nach und nach aus.

Vermisstensuche in Deißlingen unter Beteiligung vieler ehrenamtlicher Helfer.
Das THW setzte eine Drohne ein. Fotos: Christian Klemm

Fotos: Christian Klemm

Unser Erstbericht: Gegen sechs Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass der Senior vermisst werde. Es handelt sich um einen Mann im Alter von gut 70 Jahren, so erste Informationen. Näheres beabsichtigt die Polizei in Kürze mitzuteilen.

Die Suchenden werden mittlerweile durch ehrenamtliche Kräfte des DRK, der Feuerwehr, der Bergwacht und durch Flächensuchhunde unterstützt.

Einer der Helfer, DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Häring, hat eine wichtige Bitte an die Bewohner der Gemeinde: “Schauen Sie auf Ihrem Grundstück nach, in Kellerabgängen, Schuppen und hinter dem Haus, zum Beispiel im Bereich von Gartenbänken.“ Er und seine Mitstreiter würden alles tun, um den Mann zu finden, könnten aber nicht einfach die Grundstücke betreten.

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Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.