Nach Sänze-Attacke: Zarabi kontert – „Substanzlose Ablenkung“

Ali Zarabi. Foto: Luca Heilmann
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AfD-Landeschef Emil Sänze hat den SPD-Landtagskandidaten Ali Zarabi öffentlich angegriffen und dabei insbesondere dessen Kontakte zur Organisation Brand New Bundestag thematisiert. In seiner Kritik stellte Sänze die politische Neutralität und Rolle der NGO infrage und zog zugleich Vergleiche zu parteinahen Netzwerken. In diesem Zusammenhang geriete auch der Landtagskandidat der Grünen, Artur Eichin ins Blickfeld der Debatte. Die NRWZ hat beide um Stellungnahme gebeten, die von Zarabi liegt vor.

Nach der Attacke des AfD-Landeschefs Emil Sänze meldet sich nun Ali Zarabi zu Wort. Der SPD-Landtagskandidat weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem vorhersehbaren Ablenkungsmanöver. Zugleich betont er Transparenz, Professionalität und seine Verwurzelung im Wahlkreis.

Ausgangspunkt der Kontroverse waren Äußerungen Sänzes, der Zarabis Nutzung von Weiterbildungs- und Vernetzungsangeboten durch Brand New Bundestag kritisierte. Der AfD-Politiker deutete diese Kontakte als politisch problematisch und stellte die Unabhängigkeit der NGO infrage. Zarabi hingegen sieht darin einen normalen Bestandteil professioneller politischer Vorbereitung und verweist auf die demokratische, überparteiliche Ausrichtung solcher Programme.

Ali Zarabi weist die Vorwürfe als „vorhersehbar wie substanzlos“ zurück. Die AfD versuche einmal mehr, politische Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement zu diskreditieren. Seine Arbeit sei transparent, seine Nominierung durch die SPD-Basis vor Ort sein Fundament. Statt persönlicher Angriffe fordert Zarabi eine Debatte über Inhalte und die Zukunft Baden-Württembergs.

Stellungnahme im Wortlaut

Ich nehme die jüngsten Äußerungen des AfD-Abgeordneten Sänze mit großer Gelassenheit zur Kenntnis, da sie so vorhersehbar wie substanzlos sind. Dass die AfD versucht, professionelle politische Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement zu diskreditieren, überrascht mich nicht, das ist ja ihr Markenkern. Wer Demokratie nur als Kulisse versteht, dem ist echte Arbeit an Inhalten und Kompetenzen natürlich suspekt.

Zur Klarstellung: Meine politische Arbeit ist transparent und professionell. Ich nutze Angebote zur Weiterbildung und zur demokratischen, überparteilichen Vernetzung, wie sie Organisationen wie Brand New Bundestag anbieten, ganz bewusst. Sich professionell auf ein Mandat vorzubereiten, ist für mich eine Frage des Respekts gegenüber den Wählerinnen und Wählern. Ich will die beste Stimme für meinen Wahlkreis sein, und dafür nehme ich alle Angebote in Anspruch, die mir zur Verfügung stehen.

Meine Nominierung durch die SPD-Basis vor Ort ist mein Fundament. Ich bin ausschließlich den Menschen in meinem Wahlkreis und meinen Überzeugungen verpflichtet. Dass die AfD das diskreditieren will, zeigt mir nur, dass sie Angst vor dem Wahltag hat und ablenken will.

Statt Nebenschauplätze zu eröffnen, sollten wir über die Zukunft Baden-Württembergs sprechen. Ich bin jeden Tag im Wahlkreis unterwegs, höre zu und suche den Dialog. Dass Herr Sänze stattdessen lieber Zweifel säen will und gleichzeitig Termine mit Bürgerinnen und Bürgern absagt, spricht für sich. Ich stehe für Verlässlichkeit, gute Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft, und genau dafür kämpfe ich weiter mit klarem Kurs.

Ali Zarabi, SPD-Landtagskandidat im Wahlkreis Rottweil
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