Leser­brief zum The­ma Abfall­wirt­schaft

Die kürz­lich erfolg­te Ände­rung bei der Abfall­art Grün­gut, das heißt Strei­chung von Anlie­fe­rungs­stel­len bezie­hungs­wei­se restrik­ti­ve Kür­zung der Anlie­fe­rungs­zei­ten bei den übrig­ge­blie­be­nen Sam­mel­stel­len macht das Maß der Zumu­tun­gen für die Bür­ger die­ses Land­krei­ses voll.

Vor Jah­ren war es noch üblich, das Grün­gut stra­ßen­wei­se ein­zu­sam­meln, dann kam die Umstel­lung auf die Bring­schuld des Bür­gers. Da wird kei­ner­lei Rück­sicht genom­men auf Bewoh­ner ohne Auto, ohne Anhän­ger, geschwei­ge denn auf Älte­re. 
 
Die immer wei­te­ren Ent­fer­nun­gen zu den Sam­mel­stel­len sind auch ein Schlag ins Gesicht für alle, die den Umwelt­ge­dan­ken ernst­haft ver­fol­gen und nicht nur in schö­nen Sonn­tags­re­den ver­kün­den. Das ist ein­fach haar­sträu­bend, wenn man die Auto­schlan­ge vor der Sam­mel­stel­le in Zim­mern sieht, die oft erst im Kreis­ver­kehr endet! (Wie­vie­le PKW-Ladun­gen könn­ten durch einen LKW ersetzt wer­den?)
 
Ein wei­te­rer Minus­punkt beim Land­kreis Rott­weil ist das Feh­len eines Wert­stoff­ho­fes, der in vie­len ande­ren Kom­mu­nen ange­bo­ten wird. 
Lei­der haben wir in Baden-Würt­tem­berg immer noch kei­ne Direkt­wahl des Land­ra­tes durch die Bür­ger, aber wenigs­tens  beim Kreis­rat dürf­te man mehr Bür­ger­nä­he erwar­ten!
 
Christl Hönig-Engel­hardt , Rott­weil