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Sonntag, 8. Dezember 2019
Start Mei­nung Leser­brie­fe Zie­le von BDEW und grü­ner Poli­tik weit­ge­hend kon­trär

Ziele von BDEW und grüner Politik weitgehend konträr

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Leser­brief zu: And­reae wird neue Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin des BDEW

Die pro­mi­nen­te lang­jäh­ri­ge Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Kers­tin Andrea ist also jetzt, wie bereits ange­kün­digt, an die „Spit­ze des Ener­gie­ver­ban­des BDEW beru­fen wor­den“

Der BDEW ist die Ver­tre­tung von rund 1900 Unter­neh­men in der Ener­gie­wirt­schaft, sie „for­mu­lie­ren die Anlie­gen unse­rer kom­mu­na­len und pri­va­ten Mit­glieds­un­ter­neh­men gegen­über Poli­tik, Fach­welt, Medi­en und Öffent­lich­keit.“ Zu den Mit­glie­dern des BDEW gehö­ren neben vie­len klei­ne­ren pri­va­ten und kom­mu­na­len Unter­neh­men die Ener­gie­rie­sen RWE, Vat­ten­fall, EnBW und Eon, die weit­ge­hend den Ener­gie­markt beherr­schen. Das Unter­neh­mens­ziel die­ser, wie ande­rer Unter­neh­men im Kapi­ta­lis­mus, ist pri­mär die Maxi­mie­rung ihrer Gewin­ne, die­sem Ziel haben sich alle ande­ren Zie­le unter­zu­ord­nen.

Frau And­reae wur­de vor zwei Jah­ren erneut in den Bun­des­tag gewählt. Was waren wohl die Zie­le der grü­nen Poli­ti­ke­rin Kers­tin And­reae?  Ich neh­me doch an, es waren über­wie­gend nicht die­sel­ben Zie­le wie die des BDEW! Ein gro­ßer Teil der Zie­le von grü­nen Poli­ti­kern ist doch sicher ein spar­sa­mer Umgang mit den Res­sour­cen, mit den Ener­gie­trä­gern und Roh­stof­fen, ein ent­schlos­se­ner Kampf gegen die dro­hen­de Erd­er­wär­mung und vie­le ande­re für die Erhal­tung eines lebens­wer­ten Lebens auf der Erde not­wen­di­gen Maß­nah­men! (Ich tei­le die­se Zie­le weit­ge­hend!)

Es ist fest­zu­stel­len, dass die Zie­le von BDEW und grü­ner Poli­tik weit­ge­hend kon­trär sind!

Wie Frau And­reae wohl mit die­sem Inter­es­sens­un­ter­schied umgeht? Ich weiß nicht, wie das gehen soll, oder kann man als ehr­li­cher Mensch heu­te das Gegen­teil von ges­tern ver­tre­ten und sich sel­ber noch ernst neh­men??  Aber viel­leicht wer­den die Pfun­de bei Frau And­reae zukünf­tig klei­ner. Wie sagt sie doch am 12. Juni 2019 im Inter­view im Frei­bur­ger-Wochen­be­­richt: „Unser größ­tes Pfund ist die Glaub­wür­dig­keit. Man glaubt uns, wenn wir sagen, wir wol­len etwas ändern“

Nach­trag: Ich neh­me natür­lich an, dass Frau And­reae allein wegen ihrer Sach­kun­de als Ener­gie­po­li­ti­ke­rin und nicht wegen ihrer Ver­bin­dun­gen zu den Schalt­stel­len der Poli­tik den Job beim BDEW bekom­men hat!

Wer­ner Klank, Schram­berg

 

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