Benachrichtigung

Neckarline in Rottweil: Infos, Hintergründe und aktuelle NRWZ-Berichte

Zwischen Neckartal, Innenstadt und Testturm: alles Wichtige rund um Rottweils neue Hängebrücke.

Das Wichtigste auf einen Blick: Die Neckarline ist 606 Meter lang und führt in bis zu rund 60 Metern Höhe über das Neckartal. Für Besucher ist sie seit dem Eröffnungswochenende ab 24. April 2026 zugänglich. Die Investitionssumme lag bei rund 12 Millionen Euro, während der Betreiber mit etwa 120.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr rechnet. Damit ist die Brücke nicht nur ein architektonisch auffälliges Bauwerk, sondern auch ein wirtschaftlich ambitioniertes Tourismusprojekt.

Aktuelle NRWZ-Artikel

Die Neckarline - Rottweils Fußgänger-Hängebrücke

Seit vielen Jahren begleitet die NRWZ die Entstehung eines Projekts, das die Stadt Rottweil geprägt hat wie kaum ein anderes: die Fußgänger-Hängebrücke Neckarline. Diese Seite bündelt erstmals alle verfügbaren Veröffentlichungen – und macht die Entwicklung von den ersten Ideen bis zur Eröffnung nachvollziehbar.

Der Ursprung reicht zurück ins Jahr 2014: Mit dem Bau des TK-Elevator-Testturm auf dem Berner Feld entstand die Idee, den Standort über eine spektakuläre Hängebrücke mit der historischen Innenstadt zu verbinden. Ab 2016 trieben der damalige Oberbürgermeister Ralf Broß und eine Mehrheit des Gemeinderats das Projekt voran – begleitet von einer teils emotional geführten Debatte. Eine Bürgerinitiative, in der unter anderem Dr. Winfried Hecht eine zentrale Rolle spielte, warnte vor negativen Folgen wie Lärm, Umweltbelastungen und zusätzlichem Verkehr, während die Befürworter auf Impulse für Tourismus und Innenstadt setzten.

Im März 2017 kam es zum Bürgerentscheid: Die Frage, ob eine 606 Meter lange Hängebrücke das Neckartal überspannen soll, wurde mit deutlicher Mehrheit entschieden. Bei einer Beteiligung von 48,4 Prozent stimmten 71,6 Prozent der Abstimmenden für das Projekt – ein klares Signal für die weitere Planung.

Nach Jahren der Vorbereitung folgten 2025 die entscheidenden Schritte: Der Gemeinderat gab grünes Licht für den Bau, im Februar erfolgte der Spatenstich. Archäologische Untersuchungen, Fundamentarbeiten und der Bau des Pylons prägten das Jahr ebenso wie spektakuläre Bauphasen – etwa das Einziehen der Stahlseile per Hubschrauber im November. Geplant war das Projekt mit Kosten von rund zwölf Millionen Euro und der Erwartung von etwa 120.000 Besuchern jährlich.

Besucherinfos

Die Neckarline ist ganzjährig geöffnet, wobei die Zeiten je nach Saison variieren. Laut offizieller Seite gelten im April Öffnungszeiten von 9:00 bis 19:30 Uhr, von Mai bis August 8:00 bis 20:30 Uhr, im Herbst 9:00 bis 19:30 Uhr und von November bis März 9:00 bis 16:30 Uhr; das Besucherzentrum am Berner Feld ist von April bis Oktober täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Kurzfristige Schließungen bei Sturm oder Gewitter sind möglich.

Bei den Tickets nennt die offizielle Ticketseite 13,50 Euro für Erwachsene ab 15 Jahren und 11,00 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Zusätzlich gibt es Gruppentickets mit Preisvorteilen, nämlich 12,50 Euro pro Person im 5er-Ticket, 12,00 Euro im 10er-Ticket und 11,00 Euro im 20er-Ticket; die Tickets gelten jeweils für Hin- und Rückweg am Besuchstag.

Auch Hunde dürfen mit auf die Brücke und fahren kostenlos mit, müssen aber angeleint sein; die FAQ nennen eine maximale Leinenlänge von einem Meter und weisen darauf hin, dass der Gitterrost für Tiere ungewohnt sein kann. Fahrräder und E-Bikes dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf die Brücke.

Für die Anreise sind beide Brückenköpfe wichtig: Der Zugang erfolgt über den Bockshof an der historischen Innenstadt oder über das Besucherzentrum am Berner Feld auf der Testturm-Seite. Vom Bahnhof Rottweil sind es laut den veröffentlichten Besucherhinweisen rund 1,3 Kilometer bis zum Einstieg in der Altstadt; in der Nähe des Berner Felds bestehen gute Zufahrten über B 27 und die Anbindung Richtung A 81.

Die Verbindung zum Testturm ist einer der stärksten praktischen Vorteile der Neckarline. Wer die Brücke vom Bockshof aus betritt, gelangt auf direktem Weg zum Berner Feld und damit in die Nähe des TK-Elevator-Testturms; genau diese Verknüpfung von Innenstadt und moderner Landmarke gehört zum Kern des Projekts.

Chronologie

Die Idee zur Neckarline ist eng mit dem Testturm verknüpft. Seit dem Bau des TK-Elevator-Testturms stand im Raum, wie sich das Berner Feld und die historische Innenstadt besser miteinander verbinden lassen; aus dieser Überlegung entwickelte sich über Jahre hinweg das Projekt einer frei zugänglichen beziehungsweise touristisch nutzbaren Hängebrücke über das Neckartal.

Bis zur Eröffnung war es jedoch ein langer Weg. NRWZ beschreibt eine Vorgeschichte von mehr als zehn Jahren, geprägt von planerischen Debatten, unterschiedlichen Entwürfen, Fragen des Denkmalschutzes, politischen Diskussionen und Verzögerungen, unter anderem durch die Pandemie.

Die eigentliche Bauzeit wird mit rund 13 Monaten angegeben. Im April 2026 war es schließlich so weit: Die offizielle Eröffnung wurde für das Wochenende vom 24. bis 26. April 2026 als bedeutendes Brückenfest angekündigt, womit aus einer lange diskutierten Idee ein konkreter neuer Anziehungspunkt für Rottweil wurde.

Bedeutung für Rottweil

Für Rottweil ist die Neckarline ein Projekt mit mehreren Ebenen zugleich. Einerseits ist sie ein touristisches Aushängeschild, das spektakuläre Ausblicke, Erlebnischarakter und die Verbindung zum Testturm bündelt; andererseits ist sie ein städtebauliches Bindeglied zwischen Altstadt und Berner Feld.

Gerade diese Verknüpfung ist für die Stadt zentral. Wenn Besucher nicht nur wegen der Brücke selbst kommen, sondern auch die Innenstadt, Gastronomie, Geschäfte und weitere Sehenswürdigkeiten nutzen, kann die Neckarline einen spürbaren wirtschaftlichen Effekt entfalten. Genau darauf zielt die in der NRWZ-Berichterstattung beschriebene Erwartung ab, dass die Brücke nicht isoliert als Einzelattraktion funktioniert, sondern Besucherströme in die Stadt hinein lenkt.

Zugleich ist das Projekt nicht frei von Kritik und Skepsis. Die Investitionssumme von rund 12 Millionen Euro, der Eintrittspreis von 13,50 Euro und die Erwartung von 120.000 Gästen pro Jahr machen deutlich, dass die Neckarline auch als wirtschaftlicher Testfall wahrgenommen wird: Sie muss langfristig beweisen, dass sich touristische Strahlkraft, Erlebniswert und lokale Wertschöpfung tatsächlich einstellen.

Die Neckarline steht für Mut, Sichtbarkeit und neue Chancen, aber auch für Erwartungen, die erst in den kommenden Jahren eingelöst werden müssen. Genau das macht sie etwa für die NRWZ zu einem fortlaufenden Thema.

Technik der Brücke

Technisch ist die Neckarline kein beliebiger Steg, sondern ein markantes Bauwerk mit klar erkennbarem Wiedererkennungswert. Offiziell beschrieben wird sie als 606 Meter lange Hängeseilbrücke mit geschwungener S-Form, die sich über das Neckartal spannt und gerade durch diese Linienführung ohne zusätzliche Stützpfeiler im Tal auskommt.

Die offiziellen Technikangaben nennen eine Höhe von bis zu 60 Metern über Grund, ein Gesamtgewicht der Brücke von 444 Tonnen, einen Pylon mit 60 Metern Höhe und vier Tragseile mit zusammen 108 Tonnen Gewicht. Hinzu kommen 172 Stegteile mit jeweils 3,50 Metern Länge, eine maximale Tragkraft von 1.486 Personen und eine Sperrung für den Personenverkehr ab Windstärke 6 Beaufort.

Für Besucher ist wichtig, dass die Technik nicht nur der Statik dient, sondern das Erleben direkt beeinflusst. Die Brücke schwankt leicht, was bei Hängebrücken ausdrücklich Teil des Erlebnisses ist; zugleich gibt es barrierearme Begegnungspunkte beziehungsweise Ausweichstellen, eine durchgängige Breite von 1,20 Metern und erhöhte Geländer. Dadurch entsteht eine Mischung aus Nervenkitzel, Aussicht und kontrollierter Sicherheit.

Auch der Gitterboden gehört zu den charakteristischen Merkmalen des Besuchs. Die FAQ empfehlen deshalb flaches, griffiges Schuhwerk, weil schmale oder spitze Absätze sich im Boden verfangen können.

FAQ

Was kostet der Besuch?
Ein Tagesticket kostet laut offizieller Ticketseite 13,50 Euro für Erwachsene ab 15 Jahren und 11,00 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Darüber hinaus gibt es Gruppentickets sowie Sonderregelungen für Rollstuhlfahrer mit eingetragener Begleitperson, deren Tickets ausschließlich im Besucherzentrum auf dem Berner Feld erhältlich sind.

Wo startet man?
Die Neckarline hat zwei Zugänge: einen am Bockshof auf Seite der historischen Innenstadt und einen am Besucherzentrum auf dem Berner Feld auf der Testturm-Seite. Beide Einstiege eignen sich für die Landingpage ideal als klar sichtbare Service-Info mit Karte oder Anfahrtsskizze.

Ist die Brücke barrierearm?
Ja, die Neckarline wird offiziell als barrierearm beschrieben. Sie ist grundsätzlich auch für Rollstühle, Rollatoren und ähnliche Mobilitätshilfen zugänglich; gleichzeitig weisen die FAQ darauf hin, dass Länge und teilweise vorhandene Steigung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Herausforderung sein können.

Wie gelangt man von dort zum Testturm?
Wer den Einstieg über die Altstadt wählt und die Brücke überquert, landet am Berner Feld in unmittelbarer Nähe des Testturm-Areals. Genau diese direkte Verbindung zwischen Innenstadt und Testturm ist eines der zentralen Ziele des Projekts und sollte auf der Landingpage auch redaktionell stark herausgestellt werden.

Darf man Hunde mitnehmen?
Ja, Hunde sind erlaubt und können kostenlos mit auf die Brücke, müssen aber angeleint werden. Die offiziellen FAQ empfehlen bei kleineren Hunden unter Umständen das Tragen und weisen darauf hin, dass der Gitterrost nicht für jedes Tier angenehm ist.

Was passiert bei schlechtem Wetter?
Grundsätzlich ist die Brücke ganzjährig geöffnet, kann aber bei Sturm, Gewitter oder amtlicher Unwetterwarnung kurzfristig geschlossen werden.

Was kostet der Besuch der Neckarline?
Ein Tagesticket kostet 13,50 Euro für Erwachsene ab 15 Jahren und 11,00 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Die Tickets gelten jeweils für den Hin- und Rückweg über die Brücke am Tag des Kaufs.

Gibt es Gruppentickets?
Ja. Für Gruppen gibt es gestaffelte Preise: 12,50 Euro pro Person beim 5er-Ticket, 12,00 Euro pro Person beim 10er-Ticket und 11,00 Euro pro Person beim 20er-Ticket. Für Gruppen ab 21 Personen bittet der Betreiber um eine gesonderte Anfrage.

Kann ich Tickets online kaufen?
Ja. Online-Tickets können direkt über die Neckarline gebucht werden, außerdem lassen sich dort auch Gutscheine einlösen. Die Seite weist darauf hin, dass Online-Tickets ab Kaufdatum 365 Tage gültig sind.

Gelten die Tickets nur für eine Richtung?
Nein. Jedes Ticket berechtigt zum einmaligen Eintritt auf jeder Seite der Neckarline, also für Hin- und Rückweg.

Gibt es besondere Regelungen für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen?
Ja. Einzeltickets für Erwachsene mit Rollstuhl oder Kinderwagen kosten ebenfalls 13,50 Euro, sind aber nur vor Ort erhältlich und nicht online buchbar. Tickets für Rollstuhlfahrer mit eingetragener Begleitperson gibt es ausschließlich im Besucherzentrum auf dem Berner Feld, weil dort der entsprechende Nachweis geprüft wird.

Kann ich die DreiWelten Card nutzen?
Ja, allerdings aktuell nur vor Ort: Tickets für Inhaber der DreiWelten Card können derzeit ausschließlich im Besucherzentrum auf dem Berner Feld gelöst werden.

Die Neckarlinie ist mehr als eine spektakuläre Fußgänger-Hängebrücke: Sie verbindet die historische Innenstadt von Rottweil mit dem Berner Feld und damit auch mit dem TK-Elevator-Testturm. Auf 606 Metern Länge spannt sie sich über das Neckartal und schafft eine neue Achse zwischen Altstadt, Aussichtserlebnis und modernem Gewerbestandort.

Für Rottweil ist die Neckarline deshalb nicht nur eine Attraktion für Besucher, sondern auch ein städtebauliches und touristisches Signal. Die Brücke soll Wege verkürzen, den Testturm enger an die Stadt anbinden und zugleich ein Erlebnis bieten, das weit über einen gewöhnlichen Spaziergang hinausgeht.

Auf dieser Seite finden Leserinnen und Leser die wichtigsten Informationen zur Neckarline gebündelt an einem Ort: Besucherinfos, Hintergründe zur Entstehung, technische Besonderheiten und die aktuellen Berichte von NRWZ.de.