Handwerk beteiligt sich am Rottweiler Science Center
Regionale Handwerksbetriebe sollen am Science Center auf dem Landesgartenschaugelände mitarbeiten. Auch ein Holzpavillon von Meisterschülern und Studierenden ist...
WeiterlesenIm früheren ENRW-Betriebsgebäude am Neckar soll bis zur Landesgartenschau ein neuer Lern- und Erlebnisort entstehen. Das Science Center 2028 verbindet Experimente, Arbeitswelten, nachhaltige Architektur und Begegnung – mitten im künftigen Gartenschaugelände.
Das Wichtigste
Im früheren Betriebsgebäude der Energieversorgung Rottweil (ENRW) an der Au 7 soll bis zur Landesgartenschau 2028 ein interaktiver Lern- und Erlebnisort für Naturwissenschaft und Technik entstehen. Statt Fachkategorien abzuklappern, sollen Besucherinnen und Besucher Phänomene über zusammenhängende Erlebniswelten entdecken – mitten im künftigen Gartenschaugelände, direkt am renaturierten Neckar.
Betreiberin der Ausstellung soll die gemeinnützige Genossenschaft Campus Schule-Wirtschaft werden, Bauherrin und Gebäudeeigentümerin ist die Zukunftswelten GmbH & Co. KG. Das Bestandsgebäude von 1977 bleibt dabei weitgehend erhalten – Wiederverwendung statt Abriss ist Teil des Konzepts.
Und genau deshalb begleitet die NRWZ das Projekt redaktionell von der ersten Idee bis zur Eröffnung – von der Pressekonferenz im Juli 2026 bis zu den Handwerksbetrieben, die inzwischen am Bau beteiligt sind.

NRWZ-Berichte
Konzept, Planungsstand, Partner und Baufortschritt: Was die NRWZ zuletzt über das Science Center 2028 berichtet hat.
Regionale Handwerksbetriebe sollen am Science Center auf dem Landesgartenschaugelände mitarbeiten. Auch ein Holzpavillon von Meisterschülern und Studierenden ist...
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WeiterlesenDie Idee
Das Angebot richtet sich nicht nur an Schulklassen: Kinder, Jugendliche, Familien, Auszubildende, Studierende, Unternehmen, Fachkräfte und Reisende sollen gleichermaßen angesprochen werden.
Gute Lage. Bahnhof, Innenstadt, die neue Landesgartenschau-Brücke und weitere Rottweiler Attraktionen wie der TK-Elevator-Testturm sind vom Grundstück aus zu Fuß erreichbar.
Architektur
Das Architekturbüro Eble Messerschmidt Partner arbeitet mit der vorhandenen Stahlbetonskelett-Konstruktion: Bestehende Stützen, Decken und Bodenaufbauten bleiben weitgehend erhalten, neue Raumstrukturen und Haustechnik werden gezielt ergänzt. Sichtbares Zeichen ist der „Science Walk“ – ein orangefarbener Erlebnisrundweg, der durch, an und über das Bestandsgebäude führt.
Vitrinenerker, Dachausstieg und Aussichtsbereiche machen den Rundgang selbst zum Erlebnis – nicht nur die Ausstellung dahinter. Wer auf dem Science Walk unterwegs ist, blickt zugleich auf Altstadt, Neckartal und Testturm.

Konzept
Hüttinger Interactive Exhibitions entwickelt gemeinsam mit Campus Schule-Wirtschaft das Ausstellungskonzept. Statt starrer Fachkategorien sollen zusammenhängende Erlebnis- und Themenwelten das Entdecken prägen – regionale Arbeitswelten werden dabei ebenso sichtbar wie naturwissenschaftliche Phänomene.
Bildung trifft Wirtschaft. Das Science Center will Bildung, Berufsorientierung, Forschung und wirtschaftliche Praxis miteinander verbinden – auch als Schaufenster für regionale Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe.
Bauwende
Der weitgehende Erhalt des Gebäudes ist selbst Teil des Ausstellungsgedankens. Kreislauffähige Stahlbauteile, eine ertüchtigte Gebäudehülle, natürliche Lüftung, Photovoltaik und eine PV-gestützte Wärmepumpe sollen Ressourcenverbrauch und spätere Betriebskosten begrenzen.

Statt Abriss und Neubau nutzt das Projekt die vorhandene Substanz: Stahlbetonskelett, Stützen und Bodenaufbauten bleiben erhalten. Das spart nicht nur CO², sondern prägt auch den Charakter des Hauses – sichtbare Bauteile werden Teil der Ausstellung.
Projektstand
Vom Rückzug eines Investors bis zur geplanten Eröffnung zur Landesgartenschau.
Die Entwicklung des Science Center 2028 startet. Nach dem Rückzug eines zunächst vorgesehenen Investors übernehmen die Initiatoren mit der Zukunftswelten GmbH & Co. KG selbst Verantwortung.
Architektur, Ausstellungsidee und Planungsstand werden beim Baustellenfest der Landesgartenschau präsentiert. Für Juli ist auch die Einreichung des Bauantrags vorgesehen.
Metall Aigeldinger (Stahlbau) und Elektro Bayer (Elektrotechnik) beteiligen sich am Bau, die Handwerkskammer Konstanz ist über Aufsichtsrat und Beirat bei der künftigen Betreiberin vertreten. Parallel entsteht im Kooperationsprojekt „Walz 4.0“ ein Holzpavillon für die Landesgartenschau – entworfen von Studierenden der HTWG Konstanz, gebaut von Zimmerermeisterschülern der Bildungsakademie Rottweil.
Ausstellungsinhalte, Partnernetzwerk, Finanzierung sowie Genehmigungs- und Ausführungsplanung werden weiterentwickelt.
Das Science Center soll zur Landesgartenschau Rottweil 2028 in Betrieb gehen.
Eine geodätische Kuppel soll das Gebäude um einen Raum für multimediale Veranstaltungen ergänzen.
Organisation
Eigentümerin des Gebäudes und Projektgesellschaft ist die Zukunftswelten GmbH & Co. KG. Die interaktive Ausstellung soll von Campus Schule-Wirtschaft geG betrieben werden.
Handwerkskammer Konstanz eingebunden. Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner gehört dem Aufsichtsrat von Campus Schule-Wirtschaft an, Filippo Campagna, Leiter der Bildungsakademie Rottweil, dem Beirat. Geschäftsführer Ralf Rapp von Elektro Bayer unterstützt zudem ehrenamtlich Rückbauarbeiten am Gebäude.
Rottweil 2028
Das Science Center entsteht mitten im Gelände der Landesgartenschau – und in Sichtweite des Testturms.
FAQ
Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen, zeitlich passend zur Landesgartenschau Rottweil 2028. Ein genaues Datum ist noch nicht veröffentlicht.
Im früheren ENRW-Betriebsgebäude in der Au 7, mitten im künftigen Landesgartenschaugelände am renaturierten Neckar und direkt am Neckartal-Radweg.
Nein. Das Bestandsgebäude von 1977 bleibt weitgehend erhalten und wird modernisiert. Das spart nach Angaben der Projektträger rund 240 Tonnen gebundenes CO² gegenüber einem Neubau.
Ein orangefarbener Erlebnisrundweg, der durch, an und über das Gebäude führt – mit Eingangsturm, Vitrinenerker, Dachausstieg und Aussichtsbereichen. Der Rundgang selbst wird zum Exponat.
Betreiberin der interaktiven Ausstellung soll die gemeinnützige Genossenschaft Campus Schule-Wirtschaft geG werden. Gebäudeeigentümerin und Bauherrin ist die Zukunftswelten GmbH & Co. KG.
Vorgesehen ist unter anderem eine LEADER-Förderung von 490.000 Euro, das entspricht 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Weitere Details zur Gesamtfinanzierung sind noch nicht veröffentlicht.
Regionale Handwerksbetriebe wie Metall Aigeldinger und Elektro Bayer wirken bereits am Bau mit. Im Kooperationsprojekt „Walz 4.0“ entsteht zudem gemeinsam mit der HTWG Konstanz und der Bildungsakademie Rottweil ein Holzpavillon für die Landesgartenschau.
Stand dieser Themenseite: August 2026. Planungsstände, Partner und Termine rund um das Science Center 2028 ändern sich laufend. Die jeweils aktuelle Lage steht in den oben verlinkten NRWZ-Berichten.
Quellen: Presseinformation Science Center 2028 (4. Juli 2026), Projektsteckbrief und Präsentation zur Pressekonferenz (Stand Juli 2026), Mitteilung der Handwerkskammer Konstanz (7. August 2026), Berichterstattung der NRWZ, Campus Schule-Wirtschaft.
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