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Rottweil
Sonntag, 23. Februar 2020

Überholt trotz Gegenverkehrs: Mehrere Verletzte bei Unfall auf der B 462

Nach einem schweren Verkehrsunfall ist die Bundesstraße zwischen Rottweil und Zimmern am frühen Samstagnachmittag für rund eine Stunde gesperrt worden. Zunächst hieß es, sechs Menschen seien verletzt worden, darunter ein älteres Kind. Auch, dass eine Person eingeklemmt worden sei, weswegen die Feuerwehr alarmiert worden ist. Der Unfall geschah gegen 12.50 Uhr.

Auch der organisatorische Leiter Rettungsdienst war an der Einsatzstelle. Zudem die Feuerwehr Zimmern und Rottweil. Links das mutmaßliche Verursacherfahrzeug.
Dieser entgegen kommende Wagen ist in ein Feld abgewiesen worden.
Die Polizei sorgte dafür, dass die Strecke bald wieder frei gegeben werden konnte. Fotos: gg

Laut dem Pressesprecher der Feuerwehr, Sven Haberer, sind alle Unfallbeteiligten leicht verletzt worden. Das etwa zwölfjährige Kind ebenfalls. Alle kamen im umliegende Krankenhäuser. Tags darauf meldete die Polizei drei Verletzte.

Der Unfall geschah im Begegnungsverkehr. Eine 76-jährige Autofahrerin fuhr laut Polizei die B 462 von Rottweil in Richtung der Autobahnanschlussstelle bei Zimmern. Sie scherte trotz Gegenverkehrs zum Überholen aus.

Ein 44-jähriger Pkw-Lenker im Gegenverkehr verhinderte einen Frontalzusammenstoß durch ein Ausweichmanöver nach rechts, wo er einen Leitpfosten überfuhr. Ein weiteres Fahrzeug im Gegenverkehr konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Dort saß eine 30-Jährige am Steuer. Sie versuchte noch auszuweichen, beide Fahrzeuge prallten aber seitlich zusammen. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 17000.- Euro entstand.

Alle drei Autofahrer wurden bei dem Unfallgeschehen leicht verletzt. Zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge musste die Bundesstraße zeitweise gesperrt werden.

Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Verletzten. Vor Ort waren mehrere Rettungswagen, ein Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst.

Die Feuerwehr Zimmern war, mit Unterstützung weiterer Kräfte aus Rottweil, unter dem Kommando von Volker Schwab im Einsatz.

 

5 Kommentare

  1. Es wird immer nur über die Überholer gescholten und nie über die Schnarzapfen die den Verkehr ständig behindern mit ihrem Schleichtempo. Erst heute wieder mit 60 kmh gefahren auf der Bundesstrasse und eine Schlange hinterhergezogen das kracht. Die Straße ist zum Fahren da und nicht zum Schreiben, Telefonieren oder Schlafen.

    • Ich kann das nachvollziehen. Es ist schon nervig mit 60 km/h hinter einem anderen Verkehrsteilnehmer herzuschleichen. Auch der Verdacht, daß der oder die „da vorne“ telefoniert, befiel mich schon öfters und ich empfinde dies als gefährliche Unsitte, die im übrigen Verboten ist. Jedoch alles aufregen und schimpfen hilft nichts. Vielmehr sollten wir diese nicht änderbaren Situation zum Anlass nehmen, kurz durchzuschauen. Vielleicht fährt ja da vorne ein Fahranfänger oder ein älteres Semester…
      auch wir waren mal Anfänger und auch wir werden einmal alt! Ein bisschen mehr Empathie bitte. Und immer dran denken: Es ist meist nicht der „Schleicher“ der einen schweren Unfall verursacht sondern der unüberlegt zum Überholen ansetzende. Sind es ein paar Minuten späteres ankommen wert das Leben der anderen und das eigene zu gefärden?
      Ich wünsche allen, dass Sie sich beim nächsten „Kolonnefahren“ nicht von ihrem Gefühl leiten lassen und gefährlich zum Überholen ansetzen, sondern die paar Minuten gelassen aushalten.

    • Es sollte jeder Mensch nur so schnell fahren, wie er es sich selbst aus der aktuellen Verkehrssituation zumuten und verantworten kann. Und Überholen trotz Gegenverkehr ist in keiner Situation verantwortlich

  2. Ich frage mich was in den Köpfen vorgeht, wenn man trotz Gegenverkehr überholt. Ständig werden unschuldige ins Unglück mit reingezogen. Erst am vergangenen Sonntag war ich selbst vor Ort als Videojournalist bei einem solchen Unglück am Hochrhein. Ein 19-jähriger überholte zwei Pkws und dann kam der Gegenverkehr https://youtu.be/rOPjq355csA

  3. Und wieder mal hirnloses Überholen. Ich erlebe es auch jeden Tag und bin abends dankbar, unverletzt zu Hause angekommen zu sein. Mein Mitgefühl für die unschuldig Geschädigten und meine Verachtung für die Täter. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

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