3.5 C
Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Spek­ta­ku­lä­rer Unfall in Lau­ter­bach

Spektakulärer Unfall in Lauterbach

Auto kommt ins Rut­schen und bleibt an einem stei­len Hang hän­gen / Navi soll den Weg vor­ge­ge­ben haben

-

Lau­ter­bach. Zu einem spek­ta­ku­lä­ren Unfall in Lau­ter­bach wur­den am Frei­tag­vor­mit­tag Feu­er­wehr, Rotes Kreuz, Poli­zei und der Bau­hof geru­fen. Ein Zoll­be­am­ter in Zivil hat­te ver­sucht mit sei­nem Dienst­fahr­zeug über den Schwa­ben­hof und einen stei­len unbe­fes­tig­ten Wald­weg Rich­tung ehe­ma­li­ges Haus Ber­lin zu kom­men. Das Auto rutsch­te weg. Es blieb bei Sach­scha­den, ver­letzt wur­de nie­mand.

Mit einem Stahl­seil sicher­te die Feu­er­wehr das Fahr­zeug.

Rund 200 Meter Weg unter­halb des Hau­ses Ber­lin war End­sta­ti­on. In einer engen und stei­len Links­kur­ve rutsch­te das Fahr­zeug zurück und blieb unmit­tel­bar neben dem Weg am Berg hän­gen. Wäre das Fahr­zeug dort nicht hän­gen geblie­ben, hät­te die Gefahr bestan­den, dass es den Berg bis zur Fir­ma King hin­ab rutscht.

Die Poli­zei doku­men­tier­te den Unfall.

Um 10.32 Uhr wur­de die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Lau­ter­bach alar­miert, die mit zwölf Mann und drei Fahr­zeu­gen anrück­te. Unter­stützt wur­den sie von einem Fahr­zeug und vier Mann der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Schram­berg. Da unklar war, ob sich der 50-jäh­­ri­ge Fah­rer bei dem Unfall ver­letzt hat­te, war auch ein Ret­tungs­wa­gen ange­rückt.

Als der Rad­la­der da war, ging alles ganz schnell.

Zunächst war man davon aus­ge­gan­gen, dass der Fah­rer im Auto ein­ge­klemmt ist. Über die Bei­fah­rer­tü­re konn­te er sich dann aber aus dem Auto befrei­en. Auch den Not­ruf hat­te er sel­ber abge­setzt. Zwi­schen­zeit­lich stell­te sich dann her­aus, dass der Mann unver­letzt geblie­ben ist.

Mit zwei Mann wird das Stahl­seil nach­ge­spannt.

Wie steil der unbe­fes­tig­te Weg ist, zeig­te sich dar­an, dass die Ret­tungs­kräf­te den letz­ten und beson­ders stei­len Teil des Wegs samt Mate­ri­al zu Fuß zurück­leg­ten. Damit das Fahr­zeug nicht abrutscht, wur­de es von der Feu­er­wehr mit einem Stahl­seil gesi­chert. Gebor­gen wur­de es schließ­lich mit Hil­fe des Rad­la­ders aus dem Lau­ter­ba­cher Bau­hof. Feu­er­wehr­kom­man­dant Mar­kus Pfund­stein steu­er­te das Fahr­zeug dann im Schritt­tem­po bis zu einem Park­platz, wo es vom Abschlepp­dienst über­nom­men wur­de.

Mit dem Rad­la­der wird das Auto auf den Weg gezo­gen.

Gegen­über Feu­er­wehr und Poli­zei hat­te der Zoll­be­am­te gesagt, dass ihn sein Navi auf den Weg geführt hat­te. Ob das Navi tat­säch­lich den fal­schen Weg ange­zeigt hat oder ob er das Navi falsch inter­pre­tiert hat, blieb zunächst offen.

Das Fahr­zeug ist gebor­gen. Nun geht es im Schritt­tem­po zurück nach unten.

Wie hoch der Scha­den am Fahr­zeug ist, wird nun in einer Auto­werk­statt über­prüft.

 

- Adver­tis­ment -