Bauherr buddelt offenbar weiter – Einsturzgefahr für Nachbargebäude

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VS-Schwenningen. In der Schwenninger Sturmbühlstraße haben am Freitagnachmittag Baggerarbeiten zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei geführt. Darüber berichtet die Polizei.

Ein 44-Jähriger – es soll sich um den Bauherrn eines geplanten Neubaus handeln – hatte laut Polizei in einer Baugrube umfangreiche Baggerarbeiten vorgenommen. Er habe laut Zeugenberichten weiter gebuddelt, nachdem die Bauarbeiten für den Tag eigentlich abgeschlossen waren. Dabei gaben Seitenwände der Baugrube nach und rutschten ab. Dadurch bestand für mehrere unmittelbar an die Grube angrenzende Gebäude die Gefahr, dass sie in Mitleidenschaft gezogen werden.

Helfer konnten unter Einsatz von schwerem Gerät die Seiten der Baugrube verfüllen und so stabilisieren, dass für die angrenzenden Häuser keine Gefahr mehr bestand und die Polizei keine Personen evakuieren musste.

Die Feuerwehr Villingen-Schwenningen konnte mit ihrer Drehleiter sogenannte Vermessungsspiegel an dem Haus anbringen. Wie wir vor Ort erfuhren, kann man anhand von diesen Spiegeln feststellen, ob sich das Haus nur wenige Millimeter bewegt. Das wäre bereits ein deutlicher Hinweis auf einen bevorstehenden Einsturz gewesen.

Das zuständige Baurechtsamt der Stadt hat nun zu prüfen, ob der Baggerfahrer beim Ausheben der Baugrube gegen Bauvorschriften verstoßen hat und leitet im nächsten Schritt die erforderlichen bauordnungsrechtlichen Maßnahmen ein. Diese beziehen sich sowohl auf Arbeiten am Baugrundstück selbst als auch auf die angrenzenden Grundstücke.

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NRWZ-Redaktion
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