Freitag, 19. April 2024

Aktions-Bündnis setzt in der Innenstadt Zeichen

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Mit zahlreichen Aktionen in der Innenstadt ist am Samstag das zweitägige Kulturfest unter dem Motto „Rottweil bleibt bunt und vielfältig“ des Bündnisses für Demokratie und Vielfalt gegen den AfD-Landesparteitag angelaufen.

Es dauerte etwas, bis sich der Platz vor dem Alten Rathaus füllte. Zunächst zog noch ein lautstarker Korso von AfD-Sympathisanten, der abwechselnd die Hochbrücktor- und die Waldtorstraße durchquerte, einige Aufmerksamkeit auf sich.

Korso-Teilnehmer und Demonstranten am Friedrichsplatz. Foto: nrwz
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Ab etwa 14.30 Uhr fügte sich in der Oberen Hauptstraße jedoch zusehends ein facettenreiches Panorama mit verschiedenen Akteuren und Gruppen zusammen. Musik, Kreatives und sportliche Mitmach-Events verbanden sich zu einer lockeren Straßenfest-Atmosphäre.

Einige nutzten die Obere Hauptstraße zum Boule-Spielen. Foto: nrwz
Die Kunstschule Kreisel bot verschiedene Aktionen an. Foto: nrwz
Demonstrant mit Persiflage eines „Alu-Huts“. Foto: nrwz
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Zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende zeigten auch an anderen Orten Flagge gegen die AfD und unterstrichen, wie vielseitig Rottweil ist. So las etwa Verena Boos in der Buchhandlung Klein aus ihren Romanen, in der „Küchenschelle“ wurde eine „antifaschistische Weinprobe“ in Szene gesetzt und in der Wärmestube fand ein Kinderschminken großen Anklang.

Kinderschminken in der Wärmestube. Foto: nrwz
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Lesung in der Buchhandlung Klein. Foto: nrwz
Verena Boos. Foto: nrwz

Besonders viel los war nachmittags im Heilig-Kreuz-Münster. Die Bänke waren gut gefüllt, als Chor und Big Band der Seelsorgeeinheit vier unter der Leitung von Patrick Mink zum Mitsingen einluden.

Großer Andrang herrschte im Münster. Foto: nrwz
Patrick Mink führte verschiedene musikalische Akteure zusammen. Foto: nrwz

Foto: nrwz
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Nicht alle angedachten Aktionen fanden wie geplant statt. So warteten einige Interessierte etwa vergebens auf den „Flashmob Blasmusik“ am späteren Nachmittag. Insgesamt zeigten sich die Organisatoren mit der Beteiligung und der Resonanz jedoch zufrieden. Auch kam es augenscheinlich nicht wie befürchtet zu Störungen.

Am Schwarzen Tor wurde Musik gemacht und getanzt. Foto: nrwz
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Am Abend verlagerten sich die Angebote des Kulturfests unter anderem ins Zimmertheater und die Alte Post.

Foto: nrwz

Für Sonntag sind weitere Kreativ-Aktionen angekündigt, so etwa ein Flasmob in der Fußgängerzone, bei dem um 11 Uhr das Wort „Respekt“ geformt werden soll.

Ein Stuttgarter Bürgerchor erinnerte in der Predigerkirche an Bücherverbrennungen. Foto: nrwz

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NRWZ-Redaktion
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