Böschung und Bäume: Dahinter wird Aldi seine neue Filiale bauen. Fotos: wede

Aldi auf der Sali­ne wird umzie­hen: Vom bis­he­ri­gen Stand­ort hin­ter der Wasch­stra­ße wird er auf dm Grund­stück zwi­schen dem neu­en BHG-Auto­haus und der MAG Euba­ma bau­en. Die ent­spre­chen­de Ände­rung des Bebau­ungs­plans hat der Gemein­de­rat bei sei­ner Sit­zung am Mitt­woch beschlos­sen.

Grund für den Umzug: Der Dis­coun­ter möch­te von 980 auf 1210 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che erwei­tern. Und das ist am alten Stand­ort nicht mög­lich.

Ein Dis­kus­si­ons­punkt im Gemein­de­rat war die Zufahrt zu dem neu­en Markt: Der Ent­wurf sieht vor, dass die­se über die ampel­ge­re­gel­te Kreu­zung am wie­der­eröff­ne­ten Ein­kaufs­zen­trum erfolgt. Das rief vor allem Gemein­de­rat Karl-Heinz Weiss (Freie Wäh­ler) auf den Plan: Er fand, die Kreu­zung wer­de zu sehr belas­tet, und woll­te eine eige­ne Zu- und Abfahrt für den Dis­coun­ter von der Tutt­lin­ger Stra­ße. Das fand aber bei der Ver­wal­tung kei­nen Wider­hall: „Wir kön­nen doch nicht alle zehn Meter eine Abfahrt bau­en!“, spitz­te Peter Jung-Teltschik, Abtei­lungs­lei­ter Stadt­pla­nung, zu. An die­ser Stel­le sei eine drei Meter hohe Böschung – und nach der Pla­nung sol­le hier zwi­schen Stra­ße und Aldi-Gelän­de ein Grün­strei­fen ste­hen.

Aauf das der­zei­ti­ge Aldi-Grund­stück darf kein Ein­zel­han­del und kei­ne Gas­tro­no­mie, wenn der Dis­coun­ter umge­zo­gen ist. Dies beschloss der Gemein­de­rat eben­falls.

Zudem wird die Sali­nen­kreu­zung auch durch eine bau­li­che Maß­nah­me ent­las­tet: Die „Sali­nen­kreu­zung“, also der Ver­kehrs­kno­ten B14/B27, wird umge­baut. Zum Einen soll nach dem inzwi­schen bestands­kräf­ti­gen Plan­fest­stel­lungs­be­schluss ein drit­ter „Auf­fahrast“ gebaut wer­den – wer also von Deiß­lin­gen kom­mend Rich­tung Tutt­lin­gen abbie­gen möch­te, muss künf­tig nicht mehr nach links von der B 27 abbie­gen, son­dern fährt nach rechts über die neu zu bau­en­de Stra­ße. Das­sel­be gilt für den Ver­kehr aus Rich­tung Oberndorf/Autobahn zur Sali­ne. Die­se Maß­nah­me soll laut Regie­rungs­prä­si­di­um im kom­men­den Jahr ver­wirk­licht wer­den – Genaue­res war nicht zu erfah­ren.

So sieht die Pla­nung aus: Ein neu­er Auf­fahr-Ast soll im Süden ent­ste­hen (links unten), und der Bau­markt wird an den Krei­sel ange­schlos­sen. Plan: RP

Erst im Jahr 2020 soll dann der Umbau des nörd­li­chen Teils erfol­gen: An der Ein­mün­dung der von Rich­tung Tutt­lin­gen füh­ren­den Ram­pe in die Tutt­lin­ger Stra­ße (B27) soll ein Kreis­ver­kehr gebaut wer­den. „Er wird zur Gewähr­leis­tung einer aus­rei­chen­den Leis­tungs­fä­hig­keit als sog. „Tur­bo­krei­sel“ mit zwei­spu­ri­gen Zufahr­ten auf der B 27 dimen­sio­niert“, schreibt das Regie­rungs­prä­si­di­um. Und: Der Krei­sel bekommt eine Aus­fahrt für den Bau­markt – wer also dort ein­kau­fen möch­te, muss dann nicht mehr über die Kreu­zung beim Ein­kaufs­zen­trum fah­ren.

Der Bebau­ungs­plan für die künf­ti­ge Dis­coun­ter-Filia­le wird nun öffent­lich aus­ge­legt, die Behör­den wer­den betei­ligt. Im zwei­ten Quar­tal 2019, so war aus dem Rat­haus zu hören, könn­te die Pla­nung dann abge­schlos­sen sein.