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Mittwoch, 23. September 2020

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Corona-Woche sieben: Einer Unternehmerin platzt der Kragen (NRWZ.de+)

Ein Facebook-Eintrag auf einer privaten Seite macht seit Montagabend gegen 17.30 Uhr die Runde. Es ist eine wütende Abrechnung. Vor allem mit dem täglichen Stress als vollbeschäftigte Frau in Zeiten von Corona. Reiz-Stichwort: Home-Schooling. Der Beitrag stammt nicht von irgendwem. Berit Müller, die Verfasserin, ist Unternehmerin mit großer Reputation und entsprechendem Freundeskreis samt Reichweite. Mit ihrer Wut und Frustration ist sie nicht allein.

„LEUTE GANZ EHRLICH, ES REICHT!!!!!“ Worte, die man zurzeit oft liest. Und dass endlich alle aufwachen sollen. Oder, als Schrei: „WACHT ENDLICH AUF!!!!!“ Worte, die zunächst in der Flüchtlingskrise 2015, dann in der hitzigen Klimadiskussion und nun eben in Corona-Woche sieben immer öfter eingetippt und vor allem auf Facebook verbreitet werden. Der einzige Unterschied: Während es früher vorwiegend die üblichen Verdächtigen waren, die sie verbreiteten, sind es nun Menschen, die offenbar Krise eins und zwei ausgehalten haben. Und denen in Krise drei der Kragen platzt.

Beispiel Berit Müller. Eine Macherin. Trat 2001 in vierter Generation in die Geschäftsleitung der August Müller GmbH & Co. KG ein, einer Rottweiler Maschinenfabrik mit mehr als 125-jähriger Geschichte. Müller war damals 25 Jahre alt. Sie macht den Job jetzt seit 19 Jahren erfolgreich, weiß sich also durchzusetzen. Und ist einer jener Menschen mit scheinbar unerschöpflicher Energie.

Doch jetzt reicht’s ihr.

„Ich muss jetzt mal meinem Ärger Luft machen und zwar in aller Deutlichkeit“, schreibt Berit Müller auf ihrer privaten Facebookseite am frühen Montagabend. Was folgt, ist eine Abrechnung. Zunächst mit anderen Unternehme(r)n, den Großen, wie sie sie nennt. „Ich beschäftige 70 Mitarbeiter/innen und NEIN, ich habe keine Kurzarbeit angemeldet, für keinen von ihnen, und lasse mich auch nicht vom Staat gesund sanieren, wie es viele von den großen und namhaften Firmen im Moment tun“, erklärt sie. Das heißt, dass sie gerade jetzt, in Corona-Zeiten, durchpowert. Den Laden nicht nur am Laufen hält, sondern weiter voran treibt.

Und da kommt ihr offenbar das Home-Schooling in die Quere. Beziehungsweise unfähige Lehrer. O-Ton Müller:

Nun haben wir „Homeschooling“ – schon bei dem Begriff könnte ich kotzen. Ich arbeite ca. 10 – 12 Stunden am Tag, nehme mir gerne zusätzlich die Zeit für die täglich anfallenden Hausaufgaben. Jetzt sind wir aber so weit, dass WIR Eltern den kompletten Unterricht mit übernehmen sollen. Und damit nicht genug. Es wird von uns auch noch verlangt, die Aufgaben der Vorwoche selbst zu kontrollieren, verbessern und die Fehler zu erklären etc. Nicht mal dazu sieht sich das deutsche Schulsystem, oder besser die verantwortlichen Lehrer in der Lage!

Müller geht es darum, dass die Schule offenbar entschieden hat, dass die Eltern die Lernpakete für die Kids ab sofort persönlich in der Schule abholen sollen. Zu Schulöffnungszeiten, natürlich, also montags und freitags. In jeweils der Kernarbeitszeit einer Unternehmerin. Und: „Bitte schicken Sie nicht Ihr Kind und treten Sie einzeln in die Schule ein.“

Müller dazu:

Auf Anfrage, warum man keinen datenschutzkonformen Emailverteiler erstellen kann– den ich für die Schule meines anderen Kindes als Hilfe selbst für die Klassenlehrerin eingerichtet habe, oder warum man die Aufgaben auf der Homepage nicht mit einem Passwort versehen kann, kam die Antwort der Rektorin, dass das viel zu viel Aufwand für sie und die Schule wäre und das noch mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. LEUTE GANZ EHRLICH, ES REICHT!!!!! 10-12 Stunden Arbeit plus 4 Stunden Homeschooling der Drittklässlerin und die läppische Zeit fürs Homeschhooling des Achtklässlers!

Sie schließt damit, dass das nicht der einzige Missstand derzeit sei. Das „System“ sei „mehr als in die Knie gegangen“, antwortet Müller auf Nachfrage, und niemand interessiere sich dafür.

Die Unternehmerin erhält viel Zuspruch. Lehrer und Schulen machten es sich zu einfach, heißt es. Als Mutter käme man auf dem Zahnfleisch daher, heißt es weiter. Neben der noch das sogenannte Home-Schooling.

Es trifft – obwohl Müller anmerkt, von ihrem Mann nach Kräften unterstützt zu werden – offenbar die Frauen derzeit hart. „Wie immer sind die Frauen die Deppen hier“, merkte etwa eine Leserin bei der anonymen Umfrage der NRWZ an. „Als Frau und Mutter fühle ich mich nicht gehört und allein gelassen. Daimler kann man helfen, uns nicht. Jeder erzählt was Anderes. Mein Vertrauen in die Regierung ist weg. Ist am Ende alles gelogen? Die Zweifel wachsen…“, schreibt eine andere.

Ein weiterer Kommentar in dieser Umfrage: „Die kleinen sind die Ärmsten in der ganzen Thematik. Es funktioniert zwar ‚relativ‘ gut, aber bei zwei vollberuflich tätigen Elternteilen ist es eine enorme Herausforderung. Die Kinder sind die größten Verlierer.“ Und: „Ich bin keine Lehrerin, versuche meinen Kindern, so gut es geht, den Stoff zu erklären- falls Fragen auftauchen, ob ich das im Sinne von pädagogisch richtig mache, sei dahin gestellt. Es ist sehr anstrengend: HomeSchooling ist nicht vergleichbar mit Schule. Die Lehrer fehlen, die Klassenkameraden, alle lernen gemeinsam dasselbe… Zwei Kinder, zwei Klassenstufen- sehr schwierig. Dann Haushalt, Animation, schauen, dass keinem die Decke auf den Kopf fällt und arbeiten dürfen wir beide auch noch.“

Oder, kurz zusammengefasst: „Problematisch ist es vor allem dann, wenn die Eltern noch arbeiten gehen.“

Das war schon Ende April, also nach „nur“ sechs Wochen Corona. Der Unmut wächst.

Allerdings gibt es durchaus auch die Gegenposition etwa zu Berit Müllers Rundumschlag: „Ich finde es langsam zum Schreien, dass Eltern den Lehrern die Schuld geben“, schreibt etwa eine Kommentatorin. Sie erklärt, sie könne Müllers Beitrag „so nicht stehen lassen, wir versuchen alles Mögliche, um das Homeschooling möglich zu machen. Ich stehe bzw versuche jeden Tag mit meinen Schülern in Verbindung zu treten. Seit 20. April schreiben wir unter strengsten Vorschriften Abitur. Seit vorige Woche sind die 10. Klassen da und seit dieser Woche die 9. und 11. Klasse. Trotz Hygienestandards, die wir auch allen Schülern und Eltern mitgeteilt haben, hält sich kaum ein Schüler daran. Auch wir müssen uns den Anforderungen stellen, welche nicht einfach sind.Also mal nicht nur vor der eigenen Haustür kehren. Homeschooling war auch nicht einfach, da viele Schüler sich gar nicht gemeldet haben.“

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