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Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Rott­weil ”Fri­days for Future”: Das sind die For­de­run­gen der Rott­wei­ler Akti­vis­ten

”Fridays for Future”: Das sind die Forderungen der Rottweiler Aktivisten

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Die Stadt Rott­weil hat die Orga­ni­sa­to­ren der Rott­wei­ler „Fridays-for-Future“-Demonstration nach einem ers­ten Tref­fen im Mai erneut zur Dis­kus­si­on ins Rat­haus ein­ge­la­den. Am Mitt­woch durf­ten sie ihre For­de­run­gen for­mu­lie­ren. Drei von ihnen taten dies gewohnt selbst­be­wusst: ”Eini­ges läuft schon ganz gut, aber man kann vie­le Sachen immer noch bes­ser machen”, so ein Spre­cher. Sie erhal­ten Unter­stüt­zung etwa von der Schul­lei­tung des AMG.

450 jun­ge Leu­te waren bei der ers­ten Rott­wei­ler „Fri­days for Future”-Demo auf der Stra­ße. Der Ver­an­stal­ter zähl­te sogar 550. Foto: Moni Mar­cel

Die­ses Selbst­be­wusst­sein erstaunt. Zuletzt etwa den Rott­wei­ler CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­ge­or­d­­ne­­ten Vol­ker Kau­der. Der habe sich nach einem Tref­fen mit den ört­li­chen Fri­days-for-Future-Akti­vis­­ten über­rascht gezeigt über deren, eben, Selbst­be­wusst­sein. Müs­sen sie wohl auch haben, bei all dem Hass und der Häme, die über sie her­ein pras­selt. Die Kau­­der-Geschich­­te erzähl­te FfF-Mann Nico Scha­ber im Vor­feld des Gemein­de­rats­be­suchs der NRWZ.

”Wir freu­en uns, beim Gemein­de­rat Rott­weil zu Gast zu sein, und die Mög­lich­keit zu haben, unse­re Anre­gun­gen vor­stel­len zu dür­fen”, begann der 17-jäh­­ri­ge Scha­ber dort sei­ne Rede. Fri­days for Future ist nach den Wor­ten der Spre­cher der Orga­ni­sa­ti­on eine poli­tisch unab­hän­gi­ge Bewe­gung, die sich für mehr Kli­ma­schutz ein­setzt und bei einer Demons­tra­ti­on am 15. März welt­weit 1,7 Mil­lio­nen Teil­neh­mer gezählt habe. ”In Rott­weil fand die ers­te Demons­tra­ti­on eben­so am 15. März mit etwa 550 Teil­neh­mern statt”, so Scha­ber. Es habe bis­lang vier wei­te­re gege­ben, ”wovon zwei außer­schu­lisch statt­fan­den”, dar­auf legt der Akti­vist Wert. Die ursprüng­li­che Teil­neh­mer­zahl, das erwähn­te er nicht, schrumpf­te auf unter 100 zusam­men. Am Mitt­woch nutz­ten die Akti­vis­ten die Gele­gen­heit, die Stadt­rä­te zu ihren Demos oder zu ihrer nächs­ten Klei­der­tausch­par­ty im Herbst ein­zu­la­den. Und zu den geplan­ten Work­shops.

Nun aber der Auf­tritt vor den Kom­mu­nal­po­li­ti­kern und der Stadt­ver­wal­tung. Zunächst wur­den die all­ge­mei­nen For­de­run­gen for­mu­liert: eine ”Net­to­null 2035” errei­chen, den Koh­le­aus­stieg bis 2030, 100 Pro­zent erneu­er­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung bis 2035, das bal­di­ge Ende der Sub­ven­tio­nen für fos­si­le Ener­gie­trä­ger, ein Vier­tel der Koh­le­kraft abschal­ten, eine ”CO2-Steu­er” und die Ein­hal­tung des Pari­ser Kli­ma­ab­kom­mens.

Die dring­lichs­te Anre­gung für Rott­weil: der Aus­bau des Öffent­li­chen Nah­ver­kehrs. ”Am Wochen­en­de sind die Men­schen auf ein Auto ange­wie­sen, da sie sonst nicht mobil sind”, kon­sta­tier­te Scha­ber. Das Ange­bot des Anruf­bus­ses sei unzu­rei­chend, ”da die Kapa­zi­tät zu gering ist, was zu Unzu­ver­läs­sig­keit führt, sodass man sich als Nut­zer nicht dar­auf ver­las­sen kann.”

Der Vor­schlag der FfF-Leu­­te: die Erwei­te­rung der Kapa­zi­tät für den Anruf­bus und einen Bus­ver­kehr auch an den Wochen­en­den in gerin­ge­ren Tak­tun­gen. Aktu­ell sei­en die Ver­bin­dun­gen ”oft zu umständ­lich”. Und wegen der teils zu gerin­gen Tak­tung sei der ÖPNV für die Beschäf­tig­ten unat­trak­tiv, ”weil sie damit zu wenig Mobi­li­tät haben.” Der Stre­cken­netz­aus­bau sei wich­tig, häu­fi­ge­re Fahr­ten und attrak­ti­ve­re Prei­se. Damit wer­de der Nah­ver­kehr attrak­ti­ver.

”Die For­de­run­gen der Frak­ti­on von Forum für Rott­weil und SPD bezüg­lich der auto­frei­en Innen­stadt und der nach­hal­ti­gen Beschaf­fun­gen von Mate­ria­li­en unter­stüt­zen wir”, so FfF-Mann Scha­ber wei­ter. ”Außer­dem sehen wir eine auto­freie Innen­stadt des­halb als sinn­voll an, da die öko­lo­gisch sinn­vol­le­ren Umfah­run­gen somit mehr genutzt wür­den und der Bus­ver­kehr in der Innen­stadt geför­dert wür­de.” Jüngst hat­te sich auch die Frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler zu ihrer Ver­si­on einer ver­kehrs­be­ru­hig­ten Innen­stadt geäu­ßert.

Kon­kret für die Stadt Rott­weil schla­gen die FfF-Akti­vis­­ten ”die Aus­ru­fung des Kli­ma­not­stands nach dem Vor­bild Kon­stanz vor”. Die­ser wür­de fol­gen­de Ver­pflich­tun­gen mit sich brin­gen: die kli­ma­neu­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung von Neu­bau­ten, ein Mobi­li­täts­ma­nage­ment für die Gesamt­stadt, ein Ener­gie­ma­nage­ment für städ­ti­sche Gebäu­de, Maß­nah­men zur Erfül­lung der Sanie­rungs­ra­te im Stadt­ge­biet und das Errei­chen der Zie­le im European Ener­gy Award. Teils setzt die Stadt das bereits um.

Zudem haben die FfF-Akti­vis­­ten eine Lis­te vor­ge­legt, es sind dies ”For­de­run­gen der Fri­days-for-Future Bewe­gung in Rott­weil an die Stadt Rott­weil”, die die NRWZ hier wört­lich wie­der­gibt:

Thema Schulen:

  • Öko-fai­­re Beschaf­fung der Schul­ma­te­ria­li­en
  • Beleuch­tung per Bewe­gungs­mel­der oder Zeit­schalt­uhr
  • Umwelt- und Strom­spa­rend Hei­zen (sie­he auch fol­gen­der Punkt)
  • Green IT (= umwelt- und res­soucen­scho­nen­de Her­stel­lung und Nut­zen von Gerä­ten durch Infor­ma­ti­ons­tech­nik), in Ferien/am Wochenende/Nachts Gerä­te vom Strom­netz neh­men (Check­lis­te und Maß­nah­me­ka­ta­lo­ge auf http://greenit.s‑i.ch/)
  • Men­sa ver­ur­sacht zu viel Müll, Anfor­de­run­gen an Lie­fe­ran­ten müs­sen gestellt wer­den, z.B. kei­nen Joghurt in klei­nen Plas­tik­be­chern, fri­sches und regio­na­les Essen
  • Mehr Müll­ei­mer an den Schul­we­gen und im städ­ti­schen Raum um Müll in der Natur zu ver­mei­den

Thema Verkehr:

  • Bis­marck­str. als Zugang zu Schu­len zur Fahr­rad­stra­ße umwan­deln, frei nur für Anlie­ger, Leh­rer und ÖPNV
  • ÖPNV und Fahr­rad­fah­rer müs­sen als wich­tigs­te Ver­kehrs­teil­neh­mer ange­se­hen wer­den
  • Auf allen Haupt­ver­kehrs­stra­ße beid­sei­tig rich­ti­ge Fahr­rad­we­ge, nicht nur Mar­kie­rung auf der Stra­ße
  • Min­des­tens drei E‑Bike Leih­sta­tio­nen, zwei in der Stadt, eine am Bahn­hof
  • Ange­bots­strei­fen klar defi­nie­ren, bzw. umfunk­tio­nie­ren zu Fahr­rad­weg
  • Innen­stadt zur Ver­kehrs­be­ru­hig­ten Zone erklä­ren
  • ÖPNV: Ver­schie­de­ne Unter­neh­men müs­sen sich bes­ser abspre­chen, Gel­der von Lan­des­gar­ten­schau dafür rich­tig nut­zen, z.B. eine Art „Rot­t­­weil-Takt“

Hinweise/Fragen:

  • Auf Aus­zeich­nung Fair-Tra­­de-Stadt hin­ar­bei­ten
  • Stadt Rott­weil braucht höhe­res EEA (European Ener­gy Award) Level
  • Durch oben genann­ten Punkt ein­rich­ten einer 100%- Stel­le für einen Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten, kann für Umwelt­bil­dung an Schu­len genutzt wer­den
  • For­de­rung der Aus­ru­fung eines Kli­ma­not­stan­des in Rott­weil
  • Kli­ma­schutz vor Denk­mal­schutz! Locke­rung des Denk­mal­schutz­ge­set­zes, um Solar auf von der Stra­ße nicht ein­sich­ti­gen Dächern bau­en zu dür­fen
  • Hat die Stadt ein neu­es Kli­ma­schutz­kon­zept? (Das alte ist abge­lau­fen)
  • Wie will die Stadt nach dem Pari­ser Abkom­men bis 2050 CO2-neu­­tral wer­den?

Diskussion im Gemeinderat

”Es ist rich­tig: Vie­le Punk­te von denen, die Sie genannt haben, wer­den bereits umge­setzt”, so die Ant­wort von Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß. Vier der Zie­le, die Kon­stanz bei der Aus­ru­fung des Kli­ma­not­stands aus­ge­ge­ben habe, habe Rott­weil bereits erreicht. Etwa das Ener­gie­ma­nage­ment. Nur die Kli­ma­neu­tra­li­tät bei Neu­bau­ten feh­le. ”Jede Stadt ist indi­vi­du­ell”, so Broß. Der For­de­rungs­ka­ta­log von FfF sei für ihn ”der ers­te Auf­schlag. Wir wer­den uns das anschau­en”, ver­sprach der OB.

SPD+FFR-Stadtrat Arved Sass­nick reg­te zusätz­lich zu den genann­ten Punk­ten an, die Men­schen auch dahin­ge­hend erzie­hen zu wol­len, dass sie den doch direkt vor ihrer Haus­tür hal­ten­den Bus neh­men soll­ten. Es sei ein ”Men­ta­li­täts­pro­blem”, dass die Men­schen hier im länd­li­chen Raum immer und über­all­hin das Auto näh­men.

”Toll, dass sich die Jugend ganz spe­zi­ell um die­se Din­ge Gedan­ken macht”, so FFW-Stadt­­­rat Her­mann Breu­cha. Nun soll­ten alle dar­an gehen, zu über­le­gen, wie die Ide­en als ”Rott­wei­ler Lösung” umge­setzt wer­den könn­ten. Mit den ”ganz spe­zi­fi­schen The­men” hier vor Ort. So kön­ne er nicht erken­nen, ”war­um wir in Rott­weil den Kli­ma­not­stand aus­ru­fen soll­ten.” Ande­re Din­ge aber sei­en sicher wich­tig und anzu­ge­hen.

”Man muss die For­de­run­gen noch ein wenig unter­füt­tern”, so FFW-Stadt­­­rat Jörg Stauss. ”Mir war das bis­her noch ein biss­chen zu wenig.” Ein häu­fi­ger fah­ren­der Bus, in dem nur fünf Leu­te säßen, sei kein Kli­ma­schutz. Er for­der­te die jun­gen Leu­te auf, tie­fer ein­zu­stei­gen und an den Lösun­gen mit­zu­ar­bei­ten.

FDP-Stadt­­­rat Dani­el Kar­rais nann­te den Aus­ruf eines Kli­ma­not­stands ”Effekt­ha­sche­rei”. In Rott­weil wür­de schon viel getan. Man kön­ne allen­falls hier und da noch eine Schip­pe drauf legen. Er bezwei­fel­te, dass sich Kon­stanz mit dem Kli­ma­not­stand einen Gefal­len getan habe. Er erin­ner­te dar­an, dass im ÖPNV in der Regi­on bereits ”gewal­ti­ge Sum­men” steck­ten, ihn aus­zu­bau­en sei mit wei­te­ren ”gewal­ti­gen Kos­ten” ver­bun­den. Mehr zu for­dern, sei ein­fach, aber ”wir haben kei­nen Gold­esel im Kel­ler”.

Frank Sucker von den Grü­nen merk­te an, dass Rott­weil kei­ne Leit­li­nie beim Kli­ma­schutz habe, ”das ist eine Rie­­sen-Schwach­stel­­le”. Der Kli­ma­schutz und die Öko­lo­gie sei­en nicht zen­tral in der Stadt­po­li­tik ver­an­kert, wes­halb die Stadt den European Ener­gy Award nicht in Gold erhal­ten habe. Kli­ma­schutz sei kei­ne Bedro­hung, son­dern ”eine Schlüs­sel­auf­ga­be unse­rer Gesell­schaft.” Die Akti­vi­tä­ten der FfF-Leu­­te sorg­ten immer­hin dafür, ”dass hier etwas in Schwung kom­men.” Ober­bür­ger­meis­ter Broß kon­ter­te der­weil sogleich, dass es zwar rich­tig sei, dass Rott­weil kein Leit­bild Kli­ma­schutz habe, aber durch­aus ein ener­gie­po­li­ti­sches Arbeits­pro­gramm, ”das wir abar­bei­ten” und das wei­ter abge­ar­bei­tet wer­de. ”Da soll­ten wir kei­ne Wort­klau­be­rei betrei­ben.”

Rei­mond Hoff­mann von der AfD lob­te die jun­gen Leu­te zunächst: ”Ich fin­de das mutig, dass Sie Ver­ant­wor­tung über­neh­men.” Er unter­stüt­ze eini­ge For­de­run­gen, sei selbst Bahn­fah­rer. Aller­dings bedroh­ten die For­de­run­gen die Indus­trie in Rott­weil, ”eher müss­ten wir einen Unter­neh­mens­not­stand aus­ru­fen als einen Kli­ma­not­stand.” Außer­dem sei ”Schu­leschwän­zen für die Zukunft so etwas wie Bom­ben für den Frie­den. Das ist wider­sin­nig.” Er reg­te an, dass die Stadt Rott­weil Stra­fen aus­spricht, wenn wäh­rend der Schul­zeit demons­triert wer­den sol­le.

Gün­ter Pos­selt von der CDU bezeich­ne­te als das Ver­dienst der jun­gen FfF-Akti­vis­­ten, dass Kli­ma­schutz in der Dis­kus­si­on sei. Ihm feh­le aller­dings die Glaub­wür­dig­keit, wenn die Demons­tran­ten die Welt­ku­gel hoch­hiel­ten und zwei Wochen vor­her nach Mal­lor­ca gejet­tet sei­en. Auch kri­ti­sier­te er die ”Schau­fens­ter­re­den”, die jetzt im Gemein­de­rat, einem Land­tag gleich, gehal­ten wür­den. Er rief dazu auf, Sach­po­li­tik zu machen. Er kön­ne bei den meis­ten der von den FfF-Leu­­ten genann­ten Punk­ten ”einen Haken dran machen”, weil die Stadt ”da tat­säch­lich dran ist.” Kli­ma­schutz sei zudem ”ein Abwä­gungs­pro­zess, den jeder von uns täg­lich vor­neh­men soll­te.” Daher dür­fe man ”nicht ver­teu­feln, wenn ein ande­rer eine ande­re Abwä­gung trifft als man selbst.”

Dar­auf ant­wor­te­te Nico Scha­ber direkt: ”Wir sind nicht alle per­fekt, aber wir wol­len was ändern.”

”Ich freue mich, dass die Jugend end­lich poli­tisch denkt, sich enga­giert, Din­ge benennt, die nicht jeden freu­en. Ob das jeder rich­tig fin­det, ob sich jemand ange­grif­fen fühlt, ist zweit­ran­gig. Wich­tig ist, dass sich die jun­gen Leu­te sich enga­gie­ren”, so Rei­ner Hils von der Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD+FFR. Er rief die Stadt dazu auf, die Bür­ger­be­tei­li­gung in Schwung zu hal­ten. Und die Jugend­li­chen, dran zu blei­ben und wei­ter zu machen.

Inge­borg Gek­­le-Mai­er von den Grü­nen äußer­te ”die Sor­ge”, dass der Ein­druck ent­ste­hen kön­ne, dass Rott­weil schon so viel tue und so gut unter­wegs sei. Tat­säch­lich pas­sie­re bereits viel. Aber nun reich­ten jun­ge Leu­te die Hand und böten an, mit ihnen zusam­men zu arbei­ten.

Umwelttage am Albertus-Magnus-Gymnasium

Unter­des­sen sind, ange­sto­ßen von der SMV, Umwelt­ta­ge am Rott­wei­ler Alber­­tus-Magnus-Gym­­na­­si­um (AMG) gestar­tet wor­den. Die Schu­le scheint die Kli­ma­ak­ti­vis­ten von Her­zen zu unter­stüt­zen. So schreibt die stell­ver­tre­ten­de AMG-Schu­l­­lei­­te­­rin, Ulri­ke Dörr:

‘Fangt doch erst­mal bei euch selbst an, bevor ihr die Poli­tik ankrei­det, nichts gegen den Kli­ma­wan­del zu tun!’ ‘Erst demons­trie­ren und dann fett mit dem SUV von Mama zu McDo­nalds kut­schiert wer­den … von Dop­pel­mo­ral habt ihr noch nie was gehört, oder?’ Das sind nur zwei Bei­spie­le aus der schier unend­lich gro­ßen Lawi­ne der Kri­tik, die auf die Rott­wei­ler Fri­days-for-Future-Demons­­­tran­­ten in den letz­ten Mona­ten nie­der­ging. Abge­se­hen von dem Fakt, dass gera­de das zwei­te State­ment eine rei­ne Unter­stel­lung ist und nichts mit der Wahr­heit zu tun hat, ist auch der ers­te Kri­tik­punkt nicht wirk­lich berech­tigt – denn die Demons­tran­ten set­zen selbst auch das um, was sie for­dern.”

Beson­ders zei­ge sich die­ser Schritt am heu­ti­gen Mitt­woch und mor­gi­gen Don­ners­tag am AMG. Gemein­sam mit der Schul­lei­tung ist das Kon­zept öko­lo­gi­scher Pro­jekt­ta­ge aus­ge­ar­bei­tet wor­den, die in den ver­gan­ge­nen Wochen unter Hoch­druck geplant und vor­be­rei­tet wor­den sei­en.

Am Mon­tag haben die Arbei­ten und Umstruk­tu­rie­run­gen zu Guns­ten einer umwelt­ge­rech­te­ren Lebens­welt in der Schu­le in und um das Schul­ge­bäu­de begon­nen. Mitt­woch und Don­ners­tag sind dar­über hin­aus dem all­ge­mei­nen Kli­ma­schutz gewid­met. In ver­schie­de­nen Pro­jekt­grup­pen sol­len die Schü­ler des AMG eine brei­te Palet­te an Pro­jek­ten umset­zen, wie etwa einen Work­shop zur Phä­no­lo­gie und eine Upcy­cling-Wer­k­statt.

Außer­dem war am Mitt­woch zwi­schen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr eine Grup­pe von Schü­lern am Markt­brun­nen in der Rott­wei­ler Innen­stadt zu fin­den , die aus­ge­dien­te Han­dys ein­sam­mel­ten und die­se dann fach­ge­recht ent­sor­gen wol­len. Die Schü­ler baten um ent­spre­chen­de Alt­han­dys und appel­lier­ten an die Mit­bür­ger, die­se Mög­lich­keit der Ent­sor­gung wahr­zu­neh­men. Alte Mobil­te­le­fo­ne, für die sich kei­ne Ver­wen­dung mehr gibt, kön­nen auch direkt zum AMG gebracht wer­den. Dort wer­den eben­falls Schü­ler vor Ort sein, die alte Han­dys ent­ge­gen­neh­men. ”Dadurch wird ein ent­schei­den­der Bei­trag zum Schutz der end­li­chen Res­sour­cen geleis­tet, da in Han­dys unter ande­rem wert­vol­le sel­te­ne Erden ent­hal­ten sind”, teilt die Schu­le mit.

 

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