Gold für Rottweils Kleingärtner

Die Kleingartenanlage in Rottweil. Fotos: Peter Arnegger

Die Sie­ger des 24. Bun­des­wett­be­werbs „Gär­ten im Städ­te­bau“ ste­hen fest: Sechs Gold-, zehn Sil­ber- und vier Bron­ze­me­dail­len wur­den in Ber­lin ver­lie­hen. Einer der Sie­ger: die Rott­wei­ler Gar­ten­freun­de. Wie der Bun­des­ver­band Deut­scher Gar­ten­freun­de mit­teil­te, sind  ins­ge­samt 25.500 Euro Preis­geld aus­ge­schüt­tet wor­den.

Die Aus­zeich­nun­gen wür­di­gen laut dem Ver­band beson­de­re sozia­le, öko­lo­gi­sche und städ­te­bau­li­che Leis­tun­gen der Klein­gärt­ner­ver­ei­ne. Das Mot­to in die­sem Jahr lau­te­te: „Klei­ne Gär­ten – bun­te Viel­falt“.

Sie geben Insek­ten ein Zuhau­se, leben Inte­gra­ti­on und ste­hen als Gemein­schaft zusam­men: Unse­re 20 Fina­lis­ten sind her­aus­ra­gen­de Bei­spie­le dafür, wie wich­tig die klei­nen Gär­ten für unse­re Städ­te und Gemein­den sind“, erklärt Jür­gen Shel­don, Vor­sit­zen­der der Jury des Bun­des­wett­be­werbs. „Wir sind stolz auf unse­re Klein­gärt­ner, denn sie zei­gen, dass sich auch mit begrenz­ten Mit­teln viel errei­chen lässt.“ Alle vier Jah­re las­sen die Bun­des­re­gie­rung und der Bun­des­ver­band Deut­scher Gar­ten­freun­de die Klein­gärt­ner zur Meis­ter­schaft antre­ten. Eine Fach­ju­ry nimmt alle Fina­lis­ten vor Ort genau unter die Lupe und bewer­tet, ob die Anla­gen hal­ten, was sie ver­spre­chen.

Beson­ders begeis­tert zeig­te sich die Jury in die­sem Jahr von der Inno­va­ti­ons­freu­de der Klein­gärt­ner. Rent-a-Beet-Kon­zep­te machen den Ein­stieg ins Gärt­nern ein­fach, Ern­te wird geteilt, damit Obst und Gemü­se nicht ver­gam­meln, und zahl­rei­che Arten­schutz­pro­jek­te schaf­fen Refu­gi­en für sel­te­ne Tie­re – mit­un­ter mit­ten in der Stadt. Natur­na­hes Gärt­nern steht ohne­hin hoch im Kurs – Her­bi­zi­de und che­misch-syn­the­ti­sche Mit­tel gegen Pilz­be­fall und Schad­in­sek­ten sind längst pas­sé.

Am 21. Juni haben die Klein­gar­ten­ver­ei­ne „Char­lot­ten­hö­he“ in Rott­weil Besuch von der Jury des Bun­des­wett­be­werbs „Gär­ten im Städ­te­bau“ bekom­men. Die NRWZ berich­te­te

Alle vier Jah­re las­sen die Bun­des­re­gie­rung und der Bun­des­ver­band Deut­scher Gar­ten­freun­de (BDG) dem­nach die Klein­gärt­ner zur Meis­ter­schaft antre­ten. Bei der Besich­ti­gung der 20 Fina­lis­ten im gesam­ten Bun­des­ge­biet über­prüft eine sie­ben­köp­fi­ge Jury genau, ob die Anla­gen auch wirk­lich hal­ten, was sie ver­spre­chen. Gestutz­te Hecken und polier­te Gar­ten­zwer­ge beein­dru­cken sie aber nicht, was zählt sind öko­lo­gi­sche, städ­te­bau­li­che und sozia­le Leis­tun­gen. Das Mot­to in die­sem Jahr lau­tet: „Klei­ne Gär­ten – bun­te Viel­falt“.

Der Ver­ein „Char­lot­ten­hö­he“ in Rott­weil punk­te­te mit einem eige­nen Kräu­ter­gar­ten, in dem es nicht nur gut duf­tet, son­dern auch summt und brummt: Zahl­rei­che Insek­ten füh­len sich dort zu Hau­se, genau­so wie auf der ver­eins­ei­ge­nen Blu­men­wie­se. Wer sel­ber kei­nen Gar­ten hat, sei in der Anla­ge trotz­dem herz­lich will­kom­men, lob­te der Ver­band schon im Som­mer: Sie ist öffent­lich zugäng­lich und beson­ders der Kin­der­spiel­platz und Fes­te wie das Lich­ter­fest locken auch Nicht-Gärt­ner in die grü­ne Oase. 

In 19 der nun aus­ge­zeich­ne­ten 20 Anla­gen wer­den Bie­nen gehal­ten und Insek­ten­ho­tels in Luxus-Aus­füh­rung gehö­ren zur Stan­dard­aus­stat­tung. Alle Anla­gen zei­gen: Die Klein­gärt­ner haben sich längst auf den Weg in die Zukunft gemacht und packen die Din­ge an – ob Arten­schutz, inter­kul­tu­rel­les Zusam­men­le­ben oder Genera­tio­nen­zu­sam­men­halt.